Ohne Hinweis eines Lesers hätte ich nie entdeckt, was Lycos macht, wenn man JavaScript im Browser aktiviert hat. Lycos UK zeigt aufgerufene Ergebnisse in einem Frameset - und erlaubt sich, im oberen Frame auch weiterhin Werbe-Banner einzublenden, wenn man meint, Lycos längst verlassen zu haben. Lycos DE scheint mit Pop-Under Werbung zu arbeiten. Wer den Browser nach Aufruf der Lycos-Seiten abwürgt, findet dahinter mehrere Fenster, die man nicht geöffnet hat. Ist, was Anwender zur Verzweiflung treibt, Verzweiflungstat?
Google für Optimisten mal ganz anders.
Man kann nicht alles im Kopf haben. Die Domain fireball-netsearch.de "ist noch frei".
Google teilt mit, dass es sich bei der robots.txt-Panne nicht um einen Fehler im Parser sondern um [kurzfristig] volle Platten während des Spiderns handelte und nur wenige Sites betroffen sind.
Wer in der Vergangenheit halbe Ewigkeiten auf die Lieferung abgerufener ODP-Seiten warten musste, kann aufatmen. Das ODP Hardware-Cluster wird, wie seit längerer Zeit geplant, endlich aufgerüstet.
Eine erstaunlich umfangreiche Liste der "User-agents" [Kennungen] vieler Suchmaschinen-Spider, Linkchecker und Download-Programme hat psychedelix.com zusammengestellt:
Aus einem Angebot für Suchmaschinen-Optimierung. Die Pointen setzen leider gute Englisch-Kenntnisse voraus: "Keep in mind that if you do nothing, then your Web site is not likely to be found by anyone on the search engines, so in affect, you are already 'banned' for all intensive purposes."
Applied Semantics, das Unternehmen, das vor drei Jahren eine innovative Schnittstelle zum AltaVista- und ODP-Datenbestand unter dem Namen Oingo vorstellte, wurde soeben von Google gekauft. Ziel: semantische Erkennung von Seiteninhalten zwecks Kategorisierung und Einblendung thematisch relevanter Textwerbung mit verbessertem Bezug zum Seiteninhalt.
Overtures Börsenkurs rutschte gestern um 25%, nachdem man anlässlich zu revidierender Zukunftsprognosen bekannte: "Werbetreibende dazu zu bewegen, gegenseitig die Preise für Price-per-Click Werbung hochzutreiben, ist schwieriger als ursprünglich angenommen".
Letzte Woche fiel mir auf, dass Google offenbar wieder mal Probleme bei der Beachtung des robots.txt Files hat. Da ich mein eigenes robots.txt nach dem letzten Abruf durch Googlebot und der Indizierung gesperrter Seiten durch Google verändert hatte, fehlte mir der unanfechtbare Nachweis. Dieser wurde mir soeben durch einen Site-Betreiber erbracht, dessen robots.txt zuletzt am 19.9.2002 aktualisiert wurde. Offenbar steckt der Teufel im Detail.
Looksmart, das US-Verzeichnis mit recht angeschlagenem Ruf, setzt derzeit auf die ehemalige OS-Software Grub. Der dezentrale Spider, installiert auf Windows-Rechnern, soll das Web spidern und Looksmart mit Daten versorgen. Von Anwendern hört man, dass die Synchronisation nicht klappt, dass Rechner abstürzen, von Looksmart versprochene Sonderbehandlungen auch nach Tagen nicht abgerufen werden können usw. Looksmart hat in der Vergangenheit so viele Gruben gegraben, dass der Heise-Artikel vielleicht zu optimistisch verfasst wurde?
Email und News-Gruppen waren zuerst. Mitte der 90er wurde das Web so bekannt, dass die für eine weitere Nutzung notwendige kritische Masse der Anwender erreicht war. Rücksichtslose Kommerzialisierung führte dazu, dass Mitteilungsbedürftige ein neues - und mangels Vorbild - recht formloses Mittel erfanden, den Blog oder Weblog, die unzensierte Stimme des Selbstverlegers. In einem [englischsprachigen] Interview zeigt Eric Schmidt aber auch, dass er nicht mit allen Interna vertraut ist. Oder dass das Interview zensiert wurde.
Über die Allianz zwischen Overture und Gator konnte man in zahlreichen Online-Medien lesen. Über eine solche zwischen Gator & Espotting erfährt man durch einen entsprechenden Referer im Log File:
"http://xmlsearch.gator.com/espotting/de/search.php?gt_keywords=Suchmaschienen &bannerid=12097&triggerid=1000104700 &style=espot_popunder_rb"
Ein Artikel bei Netscape.com.com erwähnt "Wissenschaftler" und langfristige Pläne Microsofts, die darauf abzielen die bezahlte Web-basierte Suche "vergleichbar mit Overtures" Pay per Click-Werbung ins Leben zu rufen. Dass "Wissenschaft" bei Microsoft hauptsächlich in Sachen Betriebswirtschaft betrieben wird, ist nicht neu. Neu ist aber der von Microsoft betriebene Spider:
131.107.163.47 - - [19/Apr/2003:13:05:26 +0100] "GET / HTTP/1.1" 200 4821 "-" "MicrosoftPrototypeCrawler (please report obnoxious behavior to newbiecrawler@hotmail.com)"
Nur bei bestimmten Suchanfragen sichtbar, dann aber auffällig, sind Textanzeigen bei Yahoo! [.COM], die stark an Googles Adwords erinnern. Hier ein Beispiel.
First things first. Wir leben in einer neuen Realität. Die bisherige Anwältin des Banner-Pushers DoubleClick wird im "Ministerium für Heimatsicherheit" für Fragen des Datenschutzes zuständig, berichtet Intern.de. Über die Datensammelwut amerikanischer Behörden berichtete Bruce Schneier übrigens im [englischsprachigen] Crypto-Gram vom 15.4. Und wenn Sie schonmal dort sind, sollten Sie den Artikel am Seitenanfang [Thema Spam] nicht übersehen.
Die Löcher im neuen Jugendschutz-Filter bei MSN.de sind so gross, dass ein Doppeldeckerbus durchpasst. Gewisse Körperteile werden bei Suchanfragen zwar unterdrückt. Aber sobald man Aktivitäten hinzufügt, gehts zur Sache.
In nur 12 Tagen und schneller als versprochen wurde die Google-Suche jetzt bei Amazon.com implementiert. Wie bei Go [früher mal Infoseek.com] stimmen die Suchergebnisse aber nicht völlig mit denen von Google überein.
http://www.go.com/
ATW hat wieder gewürfelt, soll heissen, eine Art Update durchgeführt, obwohl die Veränderungen nicht dramatisch ausfielen.
Der Umsatz, so schreibt die International Herald Tribune, soll dieses Jahr von $US Mio 300 auf $US Mio 750 steigen bei einer erwarteten Brutto-Marge von 30%. Google hat derzeit 800 Beschäftigte, 54.000 Rechner und beantwortet durchschnittlich 200 Mio Suchanfragen pro Tag.
Wenn man befürchten muss, in Vergessenheit zu geraten, beauftragt man flugs einen Schreiberling, der Pläne und Wunschvorstellungen des eigenen Unternehmens in den Himmel lobt und Google kritisiert. Ein gewisser Paul Andrews berichtet, dass Google vermehrt die Konkurrenz fürchten muss.
http://seattletimes.nwsource.com/html/businesstechnology/134674953_paul14.html
Andrews ist u.a. Co-Autor von "Gates" und arbeitet für die Seattle Times. Zufälle gibts.
Google hat offenbar Schwierigkeiten, bei der Bearbeitung von HTML-Dokumenten für die News-Suche zwischen eigentlichen Nachrichten und Presse-Mitteilungen der Wirtschaft zu unterscheiden, wie The Register am 10.4. herausstellte.
Was lange währt wird hoffentlich gut, so Site-Betreiber, die auf das aktuelle Google-Update länger als üblich gewartet haben.
Filtersoftware wird allgemein vorgeworfen, mehr schlecht als recht zu arbeiten. Googles seit geraumer Zeit gebotene Möglichkeit der Ergebnis-Säuberung wurde jetzt von Benjamin Edelman [Harvard Law School] unter die Lupe genommen. Nicht wenige werden Edelmans Analyse erleichtert entnehmen, dass bei aktiviertem Filter Präsenzen des US Congress, Israels Premier, der republikanischen und auch demokratischen Parteien, Artikel der NY Times und der BBC und mehr als 10,000 andere unterdrückt werden:
http://cyber.law.harvard.edu/people/edelman/google-safesearch/
Yahoo.com lieferte bis gestern Suchergebnisse, die nahezu 100% mit denen von Google übereinstimmten. Seit heute sieht man bei englischsprachigen Suchanfragen nur selten Übereinstimmung mit Google. Wie immer, wird es eine Weile dauern, bis die Neuerung in die alte Welt exportiert wird.
Kritik setzte es, als Google letzte Woche Nachrichten und Presseveröffentlichungen der US-Wirtschaft in einen Topf warf. Wie The Register berichtet, ist die Sache möglicherweise nicht auf einen Bug sondern eine offene Stelle be Google zurückzuführen?
Endverbraucher-Werbung für verschreibungspflichtige Produkte ist in den meisten europäischen Ländern nicht zulässig. Entsprechende Suchanfragen zeigen, dass eBay "Angebote zum Thema v*agra!" hat [Fireball], und dass man bei eBay [UK] die Chose gar kaufen und verkaufen kann [MSN UK]. Bei Google.de ist man sich der Problematik offenbar nicht bewusst.
Statt auf das Google-Update zu warten, sollten Site-Betreiber, die von Apache 1.3.* auf 2.0 gewechselt haben, auf die hier vorgestellte Version 2.0.45 aufrüsten, da sie ein paar wichtige Reparaturen enthält. Von den soeben behobenen Mängeln sind Versionen von Apache 1.3.* nicht betroffen.
Bei Fireball werden jeden Tag die "100 meistgefragten Suchworte die am gestern bei FIREBALL eingegeben wurden", veröffentlicht. "Am gestern", heute veröffentlicht, findet man an 52. Stelle das Wort oppertunity. Und die 92-häufigste Suchanfrage war ein Komma.
Yahoo.com verändert [wieder mal] die Suche. Ein Artikel bei Yahoo [biz.yahoo.com/rc/030407/media_yahoo_search_1.html] schwärmt von neuen Möglichkeiten, eine entsprechende Suchanfrage zeigt in roter Farbe, was Sache ist und eine Hilfs-Seite gibts auch.
AltaVistas Spider Scooter erschreckt Webmaster wieder mal durch auf den ersten Eindruck fehlerhafte Suchanfragen. In der Praxis will man, wie schon bei einem ähnlichen Lauf im letzten Jahr, die Spreu vom Weizen trennen, da viele Server auch bei nicht gefundenen Seiten einen HTTP Status-Code 200 statt 404 retournieren. Falsch konfigurierte Server sind leider keine Seltenheit.
Adwords-Textanzeigen von mehr als 100.000 Werbekunden Googles werden bei entsprechender Relevanz jetzt gemäss Infoworld [www.infoworld.com/article/03/04/03/HNamazon_1.html] auch bei Amazon eingeblendet. In den nächsten Monaten soll obendrein auch die Suche bei Google direkt von der Amazon-Site möglich werden, was wohl umständliche Umwege abkürzen soll.
Google weiss jetzt auch, welche Suchmaschine die schlechteste ist.
Wie barrierefrei Ihre Präsenz ist, d.h. wie universell sie von allen nur möglichen [und aus Sicht vieler Site-Betreiber unmöglichen] Browsern und Anwendern mit angesichts einer alternden Bevölkerung gar nicht so unüblichen Behinderungen ist, können Sie mit dem Barrierefinder testen. Geht am besten mit Microsofts Internet Exploder, wenn JavaScript aktiviert ist.
CNET News.com behauptet, dass Microsoft auf der MSN-Plattform [;-)] Overture durch eine selbstgestrickte Lösung ersetzen könnte. InternetNews meldet erwartungsgemäss, dass Microsoft dementiert.
http://news.com.com/2100-1032-995086.html
In den vergangenen Jahren zeigte Google zum 1. April stets eine Portion Humor. Dieses Jahr wartete man vergeblich auf einen Scherz auf der Site der Suchmaschine - so wie Site-Betreiber auf die jüngste Aktualisierung warten. Oder ist das Ausbleiben vielleicht der wirkliche April-Scherz?
Die Branche ist schockiert und Börsianer reiben sich die Hände. Soeben erfahren wir, dass die Abacho AG die amerikanische Suchmaschine Google kaufen will. Da Google jeden Tag mindestens 150 Mio Suchanfragen beantwortet, könne man dort hervorragend verkaufte Positionen und versteckte Werbung für die Tourismusbranche und eBay unterbringen, so Experten. Finanziert soll die Transaktion durch Aktien-Recycling werden. Offizielle Stellungnahmen waren angesichts der Terminierung des Deals zu dünn für eine Veröffentlichung.
In meinem Mai 2002 Newsletter erwähnte ich eine Kooperation von Espotting und Messagizer. Soeben fand ich Folgendes in meinem Maillog:
Apr 1 10:06:17 red sendmail[11515]: h3193ZY11515: ruleset=check_mail,
arg1=<klaus.1469.28958.lycos_b2b.dbounce@news.messagizer.de>,
relay=sf3.mail.uk.psi.net [154.32.109.102], reject=451 4.1.8
Domain of sender address klaus.1469.28958.lycos_b2b.dbounce@news.messagizer.de
does not resolveEntweder "Opt-in" geschieht dort automatisch, oder die betroffenen Rechner werden missbraucht. Professionell.
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