Nur wenige Monate, nachdem der ehemalige Overture-Chefschrauber Paul Ryan zu MSFT wechselte und dort mit der Knetifizierung [the monetization] des Suchgeschäfts beauftragt wurde, hat er jetzt seinen Hut an den Nagel gehängt.
Nachdem so alle im Firmenverbund übernommenen Spider der Yahoo-Töchter einen neuen User-agent erhalten haben, taucht jetzt ein völlig neuer Spider auf, der ausschliesslich robots.txt-Dateien und RSS Feeds abruft. Der YahooFeedSeeker ist dabei intelligent genug, Feeds nur dann abzurufen, wenn es etwas Neues gibt [If Modified], und bei meinem dynamisch kontrollierbaren Feed nur eine Handvoll von Einträgen zu verlangen. Vorbildlich.
Google erkennt seit ein paar Tagen zusammengesetzte Wörter wie z.B. Autoersatzteile oder auch Acrobatreader, erkennbar an der Hervorhebung der Wortteile in den Beschreibungen der Fundstellen. Die Erkennung überwiegend deutschsprachiger zusammengesetzter Begriffe habe ich nur bei Google in DE, CH oder AT gesehen. Das wiederum führt dazu, dass für solche Anfragen unterschiedliche Ergebnisse bei Google.COM und DE erscheinen.
Alle Pressemitteilungen, die über PressReleaseNetwork.com in Umlauf gebracht werden, fliessen jetzt per XML-Feed direkt in den Google News-Index ein, so meldet das Unternehmen in einer Pressenachricht.
Es sieht so aus, als ob Site-Betreiber, die bisher Seiten per Paid Inclusion an Inktomi fütterten, für die gleiche Behandlung bei Yahoo nochmal bezahlen dürfen. Zumindest, wenn man einer entsprechenden Meldung bei PositionTech, einem der ersten und nicht immer unumstrittenen Anbieter der Leistung für Inktomi, Glauben schenkt. Vor einer Entscheidung sollte man aber zunächst prüfen, ob die Seiten im neuen Yahoo-Index - der in Europa noch nicht sichtbar ist - enthalten sind.
Gestern brachte Yahoo.UK Ergebnisse, die weder dem neuen Inktomi/Yahoo-Index noch einem Google-Datenbestand zugeordnet werden konnten. Heute liefert Yahoo.UK wieder Google-Ergebnisse, die man bis vor ein paar Tagen auch bei Google.DE sah.
Entweder ist der neue Yahoo-Index bei gewissen Suchanfragen einfach besser, oder kommerzielle Site-Betreiber haben es bisher versäumt, der neuen Suchmaschine ihre "Aufmerksamkeit" zu schenken. Für eine Reihe von Suchanfragen, die ich gelegentlich prüfe, nachdem mein beautiful Setter letztes Jahr erkrankte, finde ich bei Yahoo neben den typischen Pillendrehern und Alchemisten auch glaubwürdigere .edu, .ac.uk und .gov.uk Seiten.
Yahoo.com verzichtet seit gestern nachmittag auf Google als Datenlieferant und setzt jetzt eine auf Inktomi-Technologie gebaute Datenquelle ein. Während die Ergebnisse nicht 1:1 mit denen von Hotbot.com oder auch dem reinen Inktomi-Datenbestand übereinstimmen, sieht man bei häufig aktualisierten Seiten, dass alle drei identische Versionen einer Seite liefern.
Während bei Yahoo.de derzeit noch Google-Ergebnisse geliefert werden, sieht man bei Yahoo in England bei Einwort-Suchanfragen Ergebnisse, die weder dem neuen Inktomi-Index noch einem Google-Datenbestand zuzuordnen sind.
In den letzten Tagen mehren sich die Meldungen, man habe ein neues Google-Update beobachtet. Da aber die Zahlen der Links wie auch Pagerank, gemessen mit dem Google Toolbar, statisch blieben, kann auch vermutet werden, die Google-Putzfrau hat mit dem Staubtuch versehentlich die Spamfilter-Einstellungen verdreht. An der Stereoanlage ist soetwas schnell korrigiert. Bei den grossen Zahl der Faktoren, die Google beim Ranking berücksichtigt, kann es eine Weile dauern, bis eine optimale Einstellung gefunden wird. Wer bei Yahoo.de statt Google sucht, sieht, wie die Welt gestern noch aussah.
In einem wie immer gründlich recherchierten Bericht setzt sich der durch umfangreiche Filter- und Zensur-Analysen bekanntgewordene Amerikaner Seth Finkelstein mit den immer häufiger zu beobachtenden Perlen der traditionellen Medien auseinander, wenn diese über Google berichten. Dies führt, so Finkelstein, auch in den USA oft dazu, dass durch Ignoranz zustandekommende falsche Informationen als Tatsache verkauft werden.
Wie man seit heute früh überall lesen und hören kann, meldet Google, wieder mal, den Grössten zu haben. Das Ganze wird berechtigterweise als Innovation gefeiert, findet man doch wirklich alles, was man irgendwann mal gebrauchen könnte, im neuen Web-Index. Angefangen vom Dialer über bunte Bilder bis hin zu Seiten, die's gar nicht gibt [wobei aus Fairness angemerkt werden muss, dass diese Dokumente sich selbst widersprechen und Konsequenz zu blauäugig konfigurierter Server sind].
Wem die spartanische Google-Präsentation zu dünn ist, wird vielleicht bei der, so heisst es, vom Design her anspruchsvolleren Suchmaschine Mooch geschmackvoller bedient. Geht natürlich nur auf Systemen, die so konfiguriert sind, dass fremde Leute auf Ihrem Rechner freie Bahn haben.
Auch nach der Übernahme durch Yahoo beachtet Inktomis Spider die traditionelle Spider-Kennung "Slurp" in robots.txt-Dateien. Neu ist, dass auch bei komplett gesperrten Sites zumindest die Startseite gelesen wird. Dies, so informiert eine Hilfsseite bei Yahoo, erfolgt aber nur für interne Zwecke. Gesperrte Seiten sollen auf keinen Fall in den Index. Auch darin enthaltene Links werden nicht weiterverfolgt.
Selbst MSN hat jetzt erkannt, dass Anwender über PopUp-, PopUnder- und sonstige sich selbst [bzw durch JavaScript] öffnende Werbefenster nicht gerade erbaut sind. Was liegt näher, als aus der Not eine Tugend zu machen und sich vehement dagegen auszusprechen.
Während Google in den ersten Jahren zunächst eine Art Geheimtip unter Geeks und anderen technisch Anspruchsvollen war, für die schnelle und relevante Informationslieferung wichtiger als Animationen und Bannerwerbung ist, sieht es so aus, als ob man jetzt das letzte Marktsegment "kassieren" will. Die gebotene Vergrösserung der Grafik ["Enlarge Photo"] scheint bereits zielgruppengerecht.
In den letzten Tagen demonstrierte Google, was wichtig ist. Bei Traffick wird Bewunderung darüber ausgedrückt, dass Google anlässlich des Tages, an dem Restaurants und Blumen-Händler die Preise oft verdreifachen und auch die Preise für romantische Wochenenden explodieren, nicht nur ein entsprechendes Logo auf der Startseite veröffentlichte. Jetzt wurde sogar, so heisst es, der Toolbar mit Herzchen und Pfeil anschmiegsam geschmückt.
Der Google Weblog äussert sich umfassend zur letzte Woche bekanntgewordenen Entscheidung Googles, die AdWord-Kampagne einer Umwelt-Organisation einzustampfen. Kritisierte Organisationen dürfen, so der Google Weblog, weiterhin AdWords einsetzen. Kritisierende dürfens nicht.
Dadurch, dass Google nur Promotion, und nie Masshalten, erlaubt, widerspricht Googles Verhalten der eigenen Aussage, man würde prinzipiell das "demokratische Web" unterstützen. Seth Finkelstein erinnert daran, dass es sich hierbei nicht um einen Einzelfall handelt.
Lycos plant, sich durch Einbeziehung des Wortes Community in die Firmenliteratur neu zu positionieren. Nachdem Services wie Frienster und Googles Orkut inzwischen zumindest Schlagzeilen gemacht haben, gilt es, auf einen abfahrenden Zug aufzuspringen, bevor er den Bahnhof verlassen hat. Soziale Vernetzung lautet die neue Strategie der Hyperventilierer: "The whole notion of social networking is the latest thing on the Internet."
Als Zwitter zwischen Suchmaschine und Meta-Suchmaschine stellt sich Queryster allen Anwendern vor, die nicht wissen, wie man JavaScript im Browser deaktiviert, um z.B. PopUps und eindringliche ActiveX-Bomben vom eigenen Rechner fernzuhalten: http://www.queryster.com/
Das W3C verabschiedet jetzt zwei Entwürfe, die das Versprechen des semantischen Webs realisieren helfen. Die Resource Definition Framework [RDF] sowie die Web Ontology Language [OWL]. Die erste sichert den Datenaustausch zwischen Systemen, deren Verständnis über alle Details einer Transaktion übereinstimmt. Die zweite soll Computern "verstehen" helfen. "Das Semantische Web ist damit kein Research Projekt mehr", meint Janet Daly, Sprecher des W3C. Langzeit-Leser verstehen sicherlich genau, wie ich das Wörtchen "Herrlich" in der Überschrift meine.
Sog. '@'-Domains, die nur in der Phantasie des Käufers existieren, eigneten sich hervorragend zur Abzocke. Offenbar war es cool, den Buchstaben 'a' durch ein '@'-Zeichen - ausgesprochen "at" - im Domainnamen zu ersetzen. Erklärte man sich dadurch den noch Ahnungsloseren als Pionier der neuen E-Con-Omy. Solange niemand auf den Trichter kam, dass mit der [technischen] Wahrheit recht ökonömisch umgegangen wurde, und solange ein Browser-Bug im MSIE [weit verbreitetes Produkt des Open Systems Softwarehauses MSFT] nicht gefixt wurde, klappte das Ganze auch halbwegs. Kaum ein Anwender der überwiegend im Endverbraucher-Bereich angesiedelten Domains verstand, dass der Aufruf einer '@'-Domain, z.B. "bumer@ang.de" in Wirklichkeit zu "ang.de" führte. Und weil Warzen wichtiger sind, als technische Spitzfindigkeiten, fragt natürlich niemand, ob sowas funktionieren kann.
Oder zum Schuss in den Ofen werden könnte, weil MSFT, statt den Browser-Bug zu reparieren, jetzt einfach einen ganzen Brocken Funktionalität daraus entfernte. Und damit auch selbst von Fachverlagen ob ihrer offensichtlichen Kompetenz mehrfach ausgezeichnete Domains kaltstellte, die selbst über ein umfangreiches Affiliate-Programm plötzlich nicht mehr erreichbar sind.
Merke: wer den Sch@den hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Auch wenn dieser erst noch ansteht.
Wenn die gerüchteweise in Planung befindliche Hypersuchmaschine von MSFT tatsächlich nicht nur die webweite Suche - wie alle Vorreiter auch - bietet, sondern auch Dokumente auf den Festplatten der Anwender durchforstet, kann es sein, dass Gesetze wie z.B. der Freedom of Information Act im Land der eingegrenzten Möglichkeiten endlich in die Praxis umgesetzt werden. Zumindest, weil man davon ausgehen kann, dass Administratoren solcher Systeme anderes zu tun haben, als eigene Systeme zu sichern.
Dass die Hoffnung auf achtlose Bereitstellung von Informationen, die offiziell nicht verfügbar ist, immer noch an der Tagesordnung ist, wärmte soeben die Straits Times auf:
Die meisten Bilder-Suchmaschinen finden, was auf dem Web oft eher zufällig zur Auflockerung oder Illustration nicht unbedingt themenverwandter Webinhalte eingebettet wird. Dateinamen und ggfls IMG ALT= Texte entscheiden, für welche Suchbegriffe eine Grafik gefunden wird, auch wenn sie aus der Konserve stammt. Digimania ist eine neue Foto-Suchmaschine, die zusätzlichen Mehrwert bietet. Die hier gefundenen Fotos dienen nicht zur Illustration von Webinhalten, sondern werden, wie schnell erkennbar, als eigenständige Objekte vorgestellt, weil sie bestechen.
DoubleClick meldete am Freitag, dass die Klickrate für Online-Werbung auf 0.4%, sprich Nullkommavier Prozent, gefallen ist und damit einen neuen Tiefstand erreicht hat. Gleichzeitig meldet man, dass die "Durchblick-Quote" [view through rate] auf 0.75% anstieg. Dieser Faktor ist mitnichten der Anteil der transparenten Banner, sondern die Zahl der Anwender, die nach dem Laden eines Banners in einer Webseite innerhalb von 30 Tagen irgendeine Handlung [some action] durchführten. Über einen 20-Jahreszeitraum hat man diesen Faktor bisher nicht gemessen.
MSIE-fähige URL zum Eintippen:
http://www.dmnews.com/cgi-bin/artprevbot.cgi?article_id=26422
Wogegen die geplante Supersuchmaschine von MSN antritt, wurde jetzt bei den 4. Annual Search Engine Watch Awards herausgestellt. Hierbei befragt die bekannteste englischsprachige sich mit dem Thema Suchmaschinen befassende Site Searchenginewatch ihre Besucher, welche Suchmaschine sie bevorzugen.
Der Preis für die beste Metasuchmaschine ging an Dogpile. Die beste Shopping-Suchmaschine ist nach Anwendermeinung Yahoo-Shopping. In allen anderen Gruppen landete Google auf dem ersten Platz.
Wenn Sie schon immer mal wissen wollten, wonach die meisten Internet-Anwender suchen, finden Sie eine Bestätigung dafür, was Experten schon immer wussten, hier:
http://cooltech.iafrica.com/technews/300462.htm
Ist möglicherweise nicht neu, aber ich sehe heute erstmals den META Description Tags entsprechende Beschreibungen, die zusätzlich zur kontextbezogenen Textbrocken-Suppe in Google-Suchergebnissen auftauchen. In Verbindung mit am rechten Rand eingeblendeten AdWords werden daraus manchmal recht zerknitterte Seiten.
Wenn man den von MSFT lancierten Stories Glauben schenkt, wird die bisher nur in der Phantasie der für "Open Systems" bekannten Software-Designer existierende Suchmaschine den gleichen Effekt auf Google haben, wie der MS Internet Exploder auf Netscape hatte. Die Hoffnung ist nicht unberechtigt, wenn man berücksichtigt, wie viele Home-PC Anwender überhaupt wissen, dass man einen Browser konfigurieren oder durch einen funktionsfähigen und allen Spezifikationen gerecht werdenden ersetzen kann. Integration der lokalen und der netzweiten Suche in das Betriebsprogramm wird Anwender dazu verleiten, diese Suchfunktion für alle Einsatzzwecke zu nutzen.
Diese Entwicklung hat aber auch ihre Vorteile. Denn wenn die Site-Betreiber, die auf den niedrigsten gemeinsamen Nenner abzielen, sich auf die MS-Suchfunktion stürzen, können sich Googles Software-Ingenieure wieder mehr auf die Verbesserung der eigentlichen Suchmaschine konzentrieren, ohne ständig auf die neuesten Maschen von Pornographen, Haushaltsgeräteverkäufern und Pillen-Pusher reagieren zu müssen.
Die Masche mit den Rechnungen für nicht in Auftrag gegebene Verzeichniseinträge bei Verzeichnissen, die niemand kennt, findet immer noch Ahnungslose, so meldet heute DotComTod.
Auch Microsoft, das für "Open Systems" bekannte Softwarehaus, mischt beim Geschäft mit der "Suchmaschinenanmeldung" über die Site Bcentral.com mit. Auf der Produktübersicht-Seite heisst es, dass man nur die "besten, wirklichen Internet Suchmaschinen" unterstützt. Wer sich die Namen der "unterstützten" Suchmaschinen, z.B. in Germany, ansieht, muss sich fragen, wie das funktionieren soll. Nur eine einzige der dort aufgeführten Suchmaschinen hat einen eigenen Datenbestand. Der Rest? Ist entweder seit Jahren abgeschaltet, zieht Werbung von Overture, Daten von Abacho, AllTheWeb oder Google.
Wenn Sie per PPC bei Suchmaschinen werben und wenn Sie eine grosse Zahl von Klicks aber keine Kunden über einen bestimmten Referer erhalten, kann es sinnvoll sein, sich den Whois-Eintrag der Referer-Domain anzusehen. Der letzte I-Search Newsletter [Archiv-Kopie nicht online] enthält ein spezifisches Beispiel. Aber auch bei Google lassen sich Hinweise und Diskussionen finden.
Man könnte glatt den Eindruck gewinnen, Google wäre bemüht, Inktomi unter die Arme zu greifen. Inktomi wurde vor längerer Zeit von Yahoo gekauft und soll noch im Laufe dieses Quartals Suchergebnisse an Yahoo liefern [die bisher von Google stammen]. Während es schwierig sein dürfte, Suchergebnisse zu liefern, die von allen Anwendern und Sitebetreibern als völlig relevant akzeptiert werden, scheinen Googles Bemühungen der Spam-Bekämpfung zum ständigen Eigentor zu werden.
Irgendjemand scheint bemerkt zu haben, dass die Zahl der im Googlebestand gehaltenen Seiten zu fallen scheint - nicht schlagartig, sondern nach und nach. Gleichzeitig ist die Dublettenerkennung bei Google derzeit mehr als rudimentär, wie die aus dem Cache [Archiv] geladenen Seiten zeigen. Auch die Aufnahme neuer Seiten scheint oft sehr schwerfällig - obwohl mein "Betten-Witz" vom 29. Januar längst gefunden wird.
Darüberhinaus enthält der Datenbestand Unmengen an URLs, die Google nicht spidern sollte oder kann. Weil sie entweder nicht existieren oder per robots.txt gesperrt oder durch Passwort geschützt sind. Man könnte hier argumentieren, dass es sich um einen Bug handelt, denn was nicht existiert oder gelesen werden darf oder kann, gehört nicht in den Datenbestand.
Ist es möglich, dass Google das Ziel aus den Augen verloren hat? Gary Price macht Google weitere berechtigte Vorwürfe in einem Artikel bei Pandia.
Aufs Web gestellte Screenshots eines möglicherweise neuen Google-Designs enthalten, so der ODP-Blog, keinen Link zum ODP mehr.
Obwohl das Geschäft mit der Keyword-Werbung, so hört man von Google- und Overture-Insidern, glänzend läuft, hat sich jetzt jemand die Mühe gemacht, PPC für Dummies zu erklären.
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