Das will ich auch!

27. Mai 2004. Permalink

Nachdem sich die Gerüchte um eine neue Such-Applikation von Google mehren, die die Suche auf dem Home PC mit der Suche bei Google verbinden soll, will die für Offene Systeme bekannte Firma Microsoft schon innerhalb eines Jahres eine vergleichbare Lösung bieten, da man auch die Suche vernachlässigt hat. Wie Intern.de berichtet, wird beschleunigt an einer Lösung gearbeitet, wobei man "massenhaft Ressourcen" bereitstellt.

http://www.intern.de/news/5657.html

Das ist ein lobenswerter Ansatz, der die Hoffnung erlaubt, dass irgend jemand in der Lage ist, zu "finden", dass Exchange Mails verliert - eine Tatsache, die dem Unternehmen vor mehr als sechs Monaten mitgeteilt wurde, oder dass eine häufig benutzte Textbearbeitungs-Software aus dem gleichen Hause einen seit dem Jahr 2000 bekannten Fehler hat, der Dritten erlaubt, zu erfahren, wann Sie ein Ihnen gemailtes Dokument öffnen.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/47423

Punktgenaue Innovation

Die möglicherweise nur langjährigen Netzanwendern bekannte deutsche Suchmaschine Abacho bietet inzwischen ebenfalls eine Erweiterung, die bei passenden Suchanfragen "Verwandte Themen" einblendet. Beispiel.


Besitzer-Wechsel

25. Mai 2004. Permalink

Zwei Seiten auf Servern der Firma Microsoft [bekannter Open Systems Hersteller] haben den Besitzer gewechselt, wie die Momentaufnahmen im jeweiligen Google Cache [Archiv] belegen.

Nasenbär Dressur

Zuerst war's Microsofts Internet Exploder, der Vertipper kassierte und sich literarisch verdient machte. Dann gab's ein paar Wochen lang Verisigns Shitefinder, wo man Innovation auf die Spitze trieb und die Idee eins zu eins kopierte. Jetzt steigt Yahoo mit Plaxo unter eine Decke und gleichzeitig in die Innereien des auf Home Computern standardmässig installierten Outlook Mailers, um Anwender die Möglichkeit zu bieten, durch Anklicken eines Wortes in einer erhaltenen Mail mit einem einzigen Mausklick direkt bei Yahoo danach zu suchen.

"We can scan Words" [wir können Wörter lesen], heisst es aufgeregt in einer entsprechenden Pressemeldung. Kein Wunder, dass Yahoo Plaxo für jeden vermittelten Besucher bezahlt.


Popularität und verdientes Ansehen

24. Mai 2004. Permalink

Sie können spammen, bis sie schwarz werden - sie werden dadurch weder populär noch langfristig bekannt. Zusammenhänge, die gestandene Profis seit Urzeiten akzeptieren, wurden jetzt erstmals wissenschaftlich belegt: Popularität basiert langfristig auf verdienter Leistung.

An der Clarkson Universität wurde jetzt eine Formel präzisiert, die Bekanntheitsgrad im wissenschaftlichen Bereich wie auch im Allgemeinleben [z.B. berühmte Kampfflieger aus dem 1. Weltkrieg] definiert. Hierzu wurde gemessen, wie viele Google-Hits [Zahl der Fundstellen] für namentlich bekannte Kampfflieger produziert wurden, um dann zu vergleichen, wieviele "Hits" [Abschüsse feindlicher Flugzeuge] diese produziert hatten.

Während im wissenschaftlichen Bereich Verzerrungen allein durch das Zitieren anderer wissenschaftlichen Arbeiten zu höherer Akzeptanz und folglich grösserem Bekanntheitsgrad führen kann, zeigt diese Arbeit eine direkte Korrelation, die heute auch im kommerziellen "Showbiz" Folgen zeigt: eine grosse Zahl erfolgreicher Filme oder Musik-Hits führt auch zu einer hohen Zahl der Google-Fundstellen.

Gleichzeitig zeigt die Studie aber auch, wie Newsfactor berichtet, dass nur ein Wissenschaftler [Albert Einstein] etwas mehr als eine Mio Google-Hits produziert, während das "verdiente Ansehen" von Leuten wie Michael Jackson fast 6 Mio Google-Hits misst. Vergleiche sind daher wohl nur innerhalb einer Berufsgruppe relevant. Galileos Leistung war zweifelsfrei wichtiger für die Weltgeschichte als das Entblössen einer Brustwarze. Trotzdem wird Galileo nur in knapp 250,000 Seiten erwähnt, während Janet Jackson 12 mal so bekannt ist.


Selbst Hand anlegen

19. Mai 2004. Permalink

Wer eine Alternative zu Google sucht, kann seit einiger Zeit selbst "Hand anlegen" - bzw auf der Basis der Open Source Suchmaschine Nutch.org ein eigenes System betreiben. Eine interessante Arbeit der ACM diskutiert die dabei auftretenden Probleme.

MSFT Vapour Ware

Ein hauptsächlich der Home Computer-Branche geneigtes US-Magazin [http://www.cnn.com/2004/TECH/biztech/05/17/microsoft.search.ap/index.html] diskutiert verschiedene Ideen der möglicherweise von einigen Mitarbeitern diskutierten potentiellen Werbemaschine MSFTs. Fazit: Abwarten.


Manuelle Pagerank-Korrektur

18. Mai 2004. Permalink

Spätestens seit den Rechtsstreitigkeiten zwischen Searchking und Google weiss man, dass Pagerank nicht nur allein durch maschinelle Berechnungen ermittelt wird. Jetzt kam ans Tageslicht, dass bei Google ein Ethik-Komitee ggfls Pagerank-Einstellungen vornimmt.

Boolesches Fehlurteil

Boolesche Logik in Verbindung mit "regular expressions" [ich muss gestehen, dass ich deutsche Bezeichnung nicht kenne] eignen sich - wenn man, wie ich, eine besondere Schnittstelle zu einer Datenbank der Suchbegriffe hat, hervorragend dazu, alle nur denkbaren Formulierungen basierend auf Stammwort-Kombinationen zu ziehen. Und manchmal auch ein paar unmögliche. Gestern habe ich mit einer ellenlangen Kette nach Formulierungen rund um Meditation, Windspiele, Tensoren usw gesucht. Auszugsweise:

windspiele
transzendentale meditation
meditationskissen
biotensor
tensor
detensor
tensoren
biotensor qigong
ökotensor
tomatensorten
...

Google-Bug gefixt

17. Mai 2004. Permalink

Letzte Woche konnte man aufgeregte Diskussionen in mehreren Foren lesen, die vermuten lassen, dass Googles Seitenlösch-Funktion jedem das Löschen beliebiger Seiten erlaubte. Verifizierbar war die Behauptung nicht, da die als Beispiel genannten Präsenzen wie Microsoft und Adobe im Google-Datenbestand sichtbar waren.

Wie Danny Sullivan meldet, hat Google aber inzwischen den Bug [und den Fix] bestätigt.

http://searchenginewatch.com/searchdayärticle.php/3354441

Bevor die Tretmühle abstumpft

Manchmal werden Dinge so formuliert, dass sie nicht verbessert werden können. Ein [englischsprachiges] Posting bei Slashdot geht alle an, die mitdenken.


Google im Zeugenstand

14. Mai 2004. Permalink

Bei Google gefunden zu werden ist fuer KMU, die nicht wie die grossen Marken Millionen-Beträge in Branding streuen können, eine existenzielle Frage. "Existenziell" wird, wie man bei Intern.de lesen kann, gelegentlich auch im engeren Sinne interpretiert. Dabei stellt sich die Frage, ob Würfeln in solchen Fällen nicht effizienter wäre.


Hyperventilierer rippen Pagerank

12. Mai 2004. Permalink

Anwender typischer Blogger-Software, die sich fast immer dadurch auszeichnet, dass Leser Kommentare anbringen und Spammer Links auf den eigenen Mist setzen können, dürfen aufatmen. Mehrere Software-Pakete, u.a. Movable Type, kommen jetzt mit Redirect Scripts, die verhindern sollen, dass Pagerank weitergegeben wird. Blogger lässt das Redirect gar über Google laufen, wo man sicherstellt, dass PR nicht weitergegeben wird.

Wer's ohne Google-Zwischenschaltung machen will, darf natürlich nicht auf die Idee kommen, die endgültige Zielurl als Parameter an den Redirector zu geben, so wie's von Blogger selbst praktiziert wird. Google interpretiert solche URLs seit geraumer Zeit nämlich korrekt, wie man u.a. daran sehen kann, dass Einträge in Yahoo wieder als Backlink erkannt werden.

Sicher wäre nur das Redirect über ein Script oder Programm, das eine ID und nicht die Ziel-URL als Parameter erhält. Gleichzeitig muss Zugriff auf dieses Programm bzw Script per robots.txt untersagt werden.

Man kann diese "Technologie" als Redirect bezeichnen. Man kann sie aber auch als Pagerank Stripper oder ähnlich verglorifizieren, so dass auch technisch nicht Versierte zumindest ahnen können, dass irgendetwas - möglicherweise Positives - dabei rauskommt.

http://simon.incutio.comärchive/2004/05/11äpproved


Google wirbt weiter

11. Mai 2004. Permalink

Glaubt man einer Veröffentlichung bei ZDNet, arbeitet Google an einer Erweiterung der Werbe-Software, die dazu führen soll, dass grosse Präsenzen via AdWords-Anzeigen öfters neben den Suchergebnissen gesehen werden.

Gemunkelt wird über die automatische Erkennung von Phrasen und Wortkombinationen in den Seiten des Werbetreibenden zur Belegung entsprechender Werbe-Formulierungen, wobei der Kunde für die Auswertung der Seiten und die Erkennung geeigneter Phrasen und Kombinationen zahlt - ein Vorgang, der, so der Artikel bei ZDNet, bei Overture durch ein Heer von Account-Managern manuell bewältigt wird.


Google-Fleiss

10. Mai 2004. Permalink

Wie man sehen kann, hat Google bei der Übersetzung des User Interface in alle nur möglichen Sprachen inzwischen enorme Fortschritte gemacht.

Google-Bremse

Bis vor ein paar Wochen kannte ich den generischen Begriff "Self Storage" nicht. Jetzt wird Google aufgefordert, eine Seite eben wegen dieser Formulierung aus dem Datenbestand zu löschen, da die betroffene Datei einen Urheberrechtsverstoss nach dem DMCA darstellt, obwohl Google 50% der beanstandeten Formulierung als Stop Words behandelt.


Mal 'was ganz anderes

7. Mai 2004. Permalink

Kaum zu glauben, aber es gibt ausser Google tatsächlich noch andere Suchmaschinen, auch wenn diese im alten Europa recht unbekannt sind. Eine derer hat jetzt auch PDF-Dateien im Datenbestand.

Schloodrige Filter?

Verfechter gekünstelter Intelligenz und des "semantischen Webs" werden wieder um eine Illusion ärmer. Selbst Google schafft es nicht, algorithmisch zu bestimmen, was in den Rotlichtbezirk gehört [und was nicht dazu zählt], und welche AdWords unterdrückt werden sollten. Oder was ein Vertipper sein könnte und welche Alternativvorschläge in die Hose gehen. Dafür hat man andererseits Seiten einer Site im Datenbestand, die - bevor es gestopft wurde - ein Loch bei Orkut ausnutzte, um Daten der "vernetzten Klicke" zu ziehen.


iProspect für Offensichtliches

5. Mai 2004. Permalink

Die, wenn man ihr glaubt, "originelle Suchmaschinen-Marketing Firma", [die wortwörtliche Übersetzung konnte ich mir nicht verkneifen] bestätigt jetzt, was erfahrene Anwender unterschwellig schon immer wussten.

So heisst es in einer Pressemeldung u.a., dass 72.3.% der Google-Anwender Suchergebnisse den Anzeigen vorziehen. Bei Yahoo-Anwendern sinkt der Anteil auf 60.8%. Bei AOL-Anwendern liegts bei halbe-halbe. Nur MSN-Anwender klicken lieber auf Werbung [71.2%] statt auf Echtes.

Nicht ganz so präzise hatte ich das mangels Zahlen vor gut drei Jahren in meinem Tutorial unter den Stichpunkten die wichtigsten Suchmaschinen und dann noch in Sachen GROSS- und kleinschreibung geschildert.


Hochkonjunktur bei Trittbrettfahrern

4. Mai 2004. Permalink

googlemaul.com, googlelerner.com, googlewebmail.com, mail-google.com, toolbar-google.com, googlepoints.com, advancedgoogle.com und thisisgooglemail.com sind, wie viele andere, schon weg. Warum überrascht das kaum jemand?

AllTheWeb in neuer Aufmache

AllTheWeb wird offenbar einem Tapetenwechsel unterzogen. Angefangen hat man bei ATW in den Niederlanden.

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