Weihnachtsgeschäft fällt ins Wasser

13. Dezember 2004. Permalink

Wie man in der Zeitschrift c't lesen können soll, findet Google nur 61% aller deutschen Domains, so der Heise-Verlag in einem Artikel. Leider wird dort nicht gesagt, wer sich die Mühe gemacht hat, alle deutschen Domains daraufhin zu prüfen, ob Sie im Google-Datenbestand sind. Und mehr noch, woher man eine aktuelle und vollständige Liste der DE Domains hat - denn von der DENIC kann - darf - sie nicht stammen.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/54151

Die bei Heise empfohlenen Alternativen zeichnen sich dadurch aus, dass sie zwar auch nicht mehr indexieren, als Google - im Gegenteil - sondern sich den Luxus leisten, kleine handverlesene Verzeichnisse zu erstellen.

Google-Vorschlag

Unter dem Titel Google Suggest bietet Google eine Art type ahead search, der allerdings nur funktioniert, wenn man den Browser auf "fernbedienbar" einstellt. Google Suggest.


Kunstfehler

8. Dezember 2004. Permalink

Die Bezeichnung "Künstliche Intelligenz" eignet sich immer noch dazu, in den Medien ein "Aaaaah" gepaart mit einem "Oooooh" zu produzieren. Wer bei der Suchmaschine Accoona.com Wellington eintippt, oder zum Spass auch Napoleon, sieht, dass Darwin Recht hatte.

Werbung stinkt

Usability-Experte Nielsen hat sich meines Wissens erstmals mit der Usability von Werbung befasst und kommt - basierend auf umfangreichen Erhebungen - zum Schluss, dass die Geschäfte leiden, wenn man potentiellen Kunden auf die Nerven geht.

Genau das hat Google vor längerer Zeit angekündigt und jetzt auch einigen wenigen Werbe-Kunden versuchsweise ermöglicht, ohne zu bedenken, dass Proxies wie z.B. Privoxy alle Belästigungen unterbinden.

Jemand, der offenbar eine Weile verschwunden war, meldete sich vorhin freudestrahlend per email: Hallo Klaus, ich bin wieder da...", nur um auf Rückfrage, wer er sei und wo er dann war, zu versuchen, mein Know How auf Provisionsbasis anzuzapfen. Es mag schon sein, dass die "anderen SEO", die für den Kasino-Vertreter zocken, "nicht weniger als 6 stellen jedes monat" verdienen. Aber für Geld kann ich die wichtigsten Dinge im Leben leider nicht kaufen. Dafür kann ich andererseits Mail-Eingang für alle Adressen einer Domain für immer und alle Zeiten blacklisten.


Google Unlaut-Domains

6. Dezember 2004. Permalink

Schau mal einer Guck. Google erkennt jetzt Unlaut-Domains und zeigt die "umgelautete" Übersetzung statt des IDN-Domainnamens unter den Suchergebnissen.

Beispiel:

darmstädter haftpflicht bringt [momentan] auf Platz 4 eine Seite der Domain xn--darmstdter_haftpflicht-54b.dieausstellung.de. In den Suchergebnissen bei Google wird der TITLE der Seite mit darmstädter+haftpflicht angezeigt - im Quellcode steht allerdings xn--darmstdter+haftpflicht-54b. Soll heissen, auch dort erfolgt eine xn--unlaut-bersetzung-82b.

Ob's sinnvoll ist, sei dahingestellt. Wer kein entsprechendes Einsteck-Modul im Browser hat, kann solche Domains nur über den tatsächlichen Domainnamen beginnend mit xn-- erreichen. Wer die in grün unter dem Suchergebnis gezeigte Pseudo-Domain in den Browser oder den Quellcode einer HTML-Seite als Link eintippt, generiert eine nicht als Domain geltende Zeichenkette [die nur dann erreichbar ist, wenn ein Browser-Plugin den Ascii-Salat vor Aufruf in einen Domainnamen verwandelt].


Felten-Ohrfeige für Lycos

1. Dezember 2004. Permalink

Prof. Ed Felten befindet in seinem Blog ebenfalls, dass der Lycos-Screensaver, mit dem man Unbedarfte dazu auffordert, von Unbedarften als Spam-Verursacher bezeichnete Web-Sites zu überlasten, ein erstklassiges Eigentor ist, wie ich am 29.11. in Lycos auf dem Glatteis erklärte.

Google als Konjunkturstütze

Was es nicht alles gibt. Amerikanische Firmen nutzen jede noch so fadenscheinige Assoziation mit Google, um ihren Börsenkurs zu stützen. Da reicht schon eine kleine Pagerank-Steigerung, die Aufnahme in Googles Produktsuchmaschine Froogle oder auch eine Steigerung der Position in den Suchergebnissen, um eine Pressemeldung zu veröffentlichen. [http://google.weblogsinc.com/entry/1234000803022026/]

Google Movie-Suche

Neu aus der Gerüchte-Küche stammt die Vermutung, dass Google [und ein paar andere] daran arbeiten, Filme zu "finden". Dabei gibt es weniger technische als finanzielle Probleme zu überwinden, da die Copyright-Inhaber Rechte an TV-Shows und Filmen wohl kaum gratis zur Verfügung stellen. Da Filme umfangreicher als HTML-Seiten sind, wird natürlich potente Server-Kapazität benötigt, was darauf schliessen lässt, dass nur das Establishment liefern kann und wird. Was wiederum vermuten lässt, dass geliefert nur das wird, was schon von TV und Kino her bekannt ist. Will das wirklich jemand sehen? Meine Fernseh-Nutzung kommt selten auf mehr als eine oder max. zwei Stunden pro Woche.

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