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31. Januar 2005. Permalink

Letztes Jahr registrierte Google klammheimlich die Gbrowser.com-Domain. Im Herbst wurde eher durch Zufall publik, dass Google-Mitarbeiter mehr als einmal bei der Weiterentwicklung der Mozilla-Codebasis [Mozilla, Firefox und Verwandte] halfen, entsprechende Kommentare im Quellcode aber verschwanden. Jetzt wurden zwei der führenden Mozilla-Entwickler zu Google-Gehaltsempfängern.

Wer sich bei der Entwicklung von Web-Sites nicht am hoffnungslos veralteten [und hoffnungslos unsicherern] MSIE orientiert, weiss, dass alle auf Mozilla basierenden Browser die heute beste Rendering-Engine besitzen.

Die Engine muss nicht unbedingt dafür eingesetzt werden, zu entscheiden, was im Browser-Fenster sichtbar dargestellt wird. Sie kann auch dazu zweckentfremdet werden, einem Auswertungsprogramm zu sagen, welche Inhaltsteile sichtbar, und welche durch verschiedene HTML- oder CSS-Tricks versteckt sind.


Suchende sind selbstsicher, zufrieden und ahnungslos

24. Januar 2005. Permalink

Die meisten Suchenden sind nicht nur mit den Suchmaschinen, sondern auch ihrer Fähigkeit, treffsichere Suchanfragen zu formulieren, zufrieden. Das geht aus eine neuen Umfrage unter mehr als 2,000 Amerikanern hervor, wie Searchenginewatch meldet.

http://searchenginewatch.com/searchdayärticle.php/3462911

Ein paar Perlen:

  • 92% betrachten sich als kompetent in der Suche, 52% gar als sehr kompetent.
  • 87% finden meistens, wonach gesucht wird.
  • Mehr als ein Drittel der Befragten nutzen eine Suchmaschine mindestens einmal am Tag.
  • 68% nehmen an, dass Suchmaschinen faire und unbeeinflusste Informationsquellen sind
  • Mehr als zwei Drittel der Anwender können nicht zwischen Suchergebnissen und eingeblendeter Werbung unterscheiden.
  • Mehr als die Hälfte der Anwender behauptet, man würde auf die Nutzung von Suchmaschinen verzichten, wenn Suchmaschinen nicht angeben würden, wenn bezahlte Einträge in die Ergebnisse geschleust werden.

Suchmaschinen Spam-Stop

19. Januar 2005. Permalink

Nachdem sich Betreiber von Foren, Gästebüchern und Blogs, in denen Anwender Kommentare abgeben dürfen, jahrelang über Einträge von Spammern ärgern mussten, veröffentlicht Google [und Yahoo, so wird gemunkelt] heute eine Möglichkeit, dem vorzubeugen.

Anbringung eines neuen Attributs bei der Verlinkung verhindert, dass solche Links von Suchmaschinen verfolgt werden. Eine kleine Anpassung der Scripts oder Programme, die Kommentare verarbeiten, verändert dann jeden Link zu einem ignorierten:

<a href="http://spam.domain" rel="nofollow">

Böse Zungen behaupten natürlich, das Ganze sei ein PR-Stunt, um laut zeternden Bloggern, die sich besonders ausfällig über Kommentar-Spam äussern, den Wind aus den Segeln zu nehmen. Schliesslich gab es schon immer Möglichkeiten, die Indexierung oder auch Verfolgung der Links einer Seite zu verhindern. Gestandene Protokolle wie "robots.txt" oder auch die Meta-Kandidaten wie "no index" oder "no follow" gibt es seit Jahren.


Web-Verfalldatum

18. Januar 2005. Permalink

Am Anfang waren Meta-Tags. Was als sinnvolle Unterstützung der ersten Suchmaschinen gedacht war, wurde schnell zum Meter- und dann zum Kilometer-Tag, in so ellenlangen wie irrelevanten Wortlisten resultierend. Diese werden zwar seit Jahren von Suchmaschinen ignoriert, was "Aufstrebende" aber nicht davon abhält, immer noch zu versuchen, über dieses - und viele andere - Abstellgleise gefunden zu werden.

Nach Foren- und Gästebuch-Einträgen, die oft automatisiert erstellt werden, in der Hoffnung, sie würden Linkpopularität künstlich aufblasen, ist Referer-Spam jetzt so offensichtlich, dass der Referer-Log der eigenen Site wertlos wurde.

Diese Art Spam soll gleich zwei Fliegen mit einem HTTP-Abruf erschlagen: Ein Teil aller Logaufzeichnungen ist, da nicht jeder Lesen kann oder will, immer noch ungeschützt, d.h. typische Logauswertungen geraten immer noch in die Suchmaschinen und werden ggfls - inkl Links auf die angeblichen Verweisstellen - auch gefunden. Und der ahnungslose Site-Betreiber, der seine Logauswertungen prüft und die angeblich verweisenden Seiten aufsucht, findet dort entweder Schmutz oder, falls er einen Windows-Rechner benutzt, eine Ladung "unerwünscht installierter Software". Ganz neu ist die Masche, eine Seite vorzufinden, die behauptet, die Site wäre wegen Missbrauch geschlossen, was wohl Beschwerden verhindern soll. Denn Wochen später leben diese Sites wieder auf.


Kann Google abgesetzt werden?

14. Januar 2005. Permalink

In einem Vergleichstest, bei dem ca 2000 Anwender Suchmaschinen mit so komplizierten Dingen wie die Suche nach Shops und Produkten und sogar ernsten Fragen bombardierten, wurden anhand der Bewertung von mehr als 250 Kriterien ermittelt, welche wohl den Anwenderwünschen am ehesten gerecht wird. Während die meisten Anwender ihr Urteil im Alltag wohl kaum in zweihundertfünfzig Einzelpunkte sezieren, lässt sich feststellen, dass Googles Position nicht in Stein gehauen ist.

Im Vergleich zu einem früheren unter ähnlichen Bedingungen durchgeführten Test hat sich die Distanz zwischen Google und den Suchmaschinen, die entweder Daten von Yahoo liefern oder die eigene Bestände verwalten, etwas reduziert. Während Google zwar immer noch bei Genauigkeit, Geschwindigkeit und Präsentation führt, gibt es deutliche Probleme bei der lokalen Suche [die man auch oft bei der landesspezifischen Suche sieht]. Deutlich macht die Studie aber auch, dass Datenbankgrösse und Aktualität kaum den Stellenwert haben, den Google diesen Dingen zumisst, sonst wäre die gemessen Distanz wesentlich grösser.

Ob andere Innovationen ihren Wert haben, sei dahingestellt. Der MSN Routenplaner hat auf jeden Fall Unterhaltungswert, wenn man nach der besten Verbindung zwischen Haugesund und Trondheim [beide Norwegen] fragt, wie Blogoscoped zu berichten weiss:

http://blog.outer-court.com/archive/2005_01_13_index.html


IE-Fix blockiert Google

12. Januar 2005. Permalink

Wer stets den neuesten Sicherheits-Empfehlungen für den Internet-Exploder folgt - die jüngsten bekannt gewordenen Risiken der Nutzung des seit Jahren nicht mehr überarbeiteten Browsers werden hier beschrieben - stellt auf einmal fest, dass Google AdSense Werbung unterdrückt wird, wie der JenSense Blog meldet.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/55013


Winterschlaf

11. Januar 2005. Permalink

Über die Feiertage musste Google mehrmals eingreifen, um Betreiber von Hobbycomputern wie auch Websites vor Angriffen zu schützen. Hobby-Computer waren Ziel eines Pornoadlers, der über Google-Adwords, die bei so unverfänglichen Suchformulierungen wie "Preisvergleich" zum Besuch entsprechender Sites aufrief. Dort angelangt führte jeder Click zur Installation von Schmutz auf dem Rechner, Anwender dadurch zum [unfreiwilligen und] wiederholten Besuch einer Rotlicht-Sammlung zwingend. Nachdem Google darauf hingewiesen wurde, sperrte man Adwords und eine grosse Zahl von Domains, die in die natürlichen Suchergebnisse gerutscht waren.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/54714

Auch Site-Betreiber, die nicht wissen, wie man Sicherheit buchstabiert, wurden Opfer automatisierter Angriffe. Wer auf dem Server ältere Versionen eines Bulletin Boards namens phpBBB nutzt, findet dort mögicherweise inhaltliche Veränderungen vor, die den Idealen der Selbstdarstellung widersprechen. Gefunden wurden solche Sites ebenfalls durch Suchanfragen an Google, die zunächst gesperrt wurden - inzwischen aber wieder Ergebnisse liefern.

Die neueste Masche der Inhaltsmodifizierer zielt auf nicht geschützte Webcams und MP3-Server ab, die mangels Schutz ebenfalls von "aussen" kontrolliert werden können.

Und die Firma McAfee, die Software verkauft, die durch Fremde auf dem Hobbyrechner installierte Software aufspüren soll, bietet jetzt eine automatisierte Möglichkeit zur Entdeckung ungeschützter Webserver.

http://news.com.com/2100-7355_3-5519726.html

Yahoo hat die Zeit genutzt, zu zählen, wer im letzten Jahr was suchte und das Ganze kategorisiert, Schlüsse auf der Anwenderschaft erlaubend. Da sucht man z.B. Filme, Olympiade-Meldungen, Musik, eine gewisse Frau Spears, Autos, "MLB" [wissen Sie, was das ist - ich nicht], Diäten, Bewegliche [Top Movers], News, und doch tatsächlich sog. Reality Shows. Gehen die Leute so selten vor die Tür, dass sie sich über die Realität über TV und Web informieren müssen?

Auch bei Google gibt's Neues: wer dort nach Yahoo sucht, erfährt nach Ausgabe der ersten 40 [bei Google.COM] bzw 67 [bei Google.DE] Suchergebnisse, dass die anderen 273 Mio den bisher gezeigten sehr ähnlich sind. Und Yahoo ist nicht der einzige Suchbegriff, der zu vielen Dubletten führt.

Gestern habe ich angefangen, einen neuen Backup-Server in Betrieb zu nehmen. In der von Dell gekauften Maschine stecken nicht wenige Komponenten, die einen Hinweis "Made in China" tragen. Der US-Ursprung der Maschine lässt sich aber nicht leugnen. Auf der Rückseite der Maus-Matte klebt ein Aufkleber mit dem Hinweis "Made in USA".

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