Manchmal lässt sich der Zusammenhang von Ursache und Wirkung nicht verleugnen. Drei Millionen Site-Betreiber nörgeln, man solle JavaScript aktivieren. Und der Medienforscher Wolfgang Schulz belegt mangelnde Kompetenz bei Journalisten. Suchergebnisse sind heute offenbar "Meinung".
http://www.heise.de/newsticker/meldung/65485
Wenn Sie mir den Referer-Log mit Einträgen nach dem Schema "dies-oder-das-kaufen.domain.tld" vollkleistern, wäre es ja schon schön, wenn ich wüsste, warum ich tramadol, fioricet, carisoprodol, phentermine oder eine der anderen [vermutlichen] Chemikalien kaufen sollte. Ohne Bedarf, und vor allem ohne glaubhafte Kosten- bzw Nutzen-Analyse läuft erst mal gar nichts.
Mehr als 280 der knapp 5000 Online-Medien, die von Google für die [englischsprachige] News-Auswahl indexiert werden, haben inzwischen zum Thema "Base" spekuliert. Da ist so ziemlich alles vom geplanten Kleinanzeigenmarkt bis zum Ebay-Killer dabei. Manche sinnieren, ob Google sich damit nicht selbst Konkurrenz macht, andere fürchten um "etablierte" Auktionshäuser - Hauptsache man kloppt Seiten, in die man Google AdSense-Werbung einblenden kann.
Der wahre Grund liegt wahrscheinlich eher darin, dass base.google.com entweder ein inkorrekt konfigurierter Host im Google-Netzwerk ist, oder eine Datenbank, in die zukünftig zentral und zwecks zeitgleicher Synchronisation alle Gerüchte vor Veröffentlichung eingespeist werden sollen.
Wie bei der allabendlichen Wettervorhersage und mit den gleichen Einschränkungen und Haftungsausschlüssen versehen verbreitet jetzt nicht nur jemand namens Googleguy Info-Häppchen in amerikanischen Webmaster-Foren, sondern auch der Google-Mitarbeiter Matt Cutts in seinem Blog. Cutts geht dabei so weit, die bei Webmasterworld vergebenen Update-Namen [offenbar besser zu merken als konventionelle Kalender-Daten] zu Identifikationszwecken einzusetzen - und das seit letzter Woche laufende Update in drei Teilphasen zu zerlegen.
Fazit: manche Site-Betreiber müssen damit rechnen, in gar nicht allzu ferner Zukunft gewisse Unterschiede beobachten zu können. Genauer hätte ich das auch nicht sagen können.
Insider wissen längst, dass das Reisegewerbe eine der am heissesten umkämpften Branchen ist. Einen Filter besonderer Art scheint Google bei englischsprachigen Suchen soeben eingeführt zu haben. Eingabe des gewünschten Abflugortes und der Destination genügt. Für Benutzer der Bahn geht das in Deutschland schon länger, wird mir gesagt.
Wer zu oft "Wolf" ruft, darf sich nicht wundern, wenn irgendwann man niemand mehr daran glaubt, dass im nächsten Jahr endlich mal Gewinne gemacht werden sollen. Kann sich jemand daran erinnern, im welchen Jahr die Lycos-Ergebnisse erstmals von einer inhaltlich ähnlichen Meldung begleitet wurden?
Oder ist das ein Fall von "wenn sich die Katze in den Schwanz beisst? Geben Sie mal bei Google
site:google.startpagina.nl
ein und achten Sie mal darauf, wer sich da selbst indexiert. Mahlzeit.
Nur weil etwas aus dem Hause Google kommt, wird es dadurch längst nicht gutmütig, sinnvoll oder korrekt. Der Google Web Accelerator [GWA] in seiner 2. Version treibt Site-Betreiber berechtigterweise auf die Palme. Eine der wichtigsten Änderungen zur 1. Version: der Prefetch-Header, an dem man den GWA erkennen und serverseitig zum Teufel schicken konnte, ist verschwunden.
Wer bedenkt, wie schludrig z.B. RSS-Leser oder Download-Programme entwickelt und eingesetzt werden [HTTP Status-Codes werden selten beachtet und führen noch seltener zu einer Verhaltensänderung], erkennt schnell, dass der GWA in die heutige Zeit passt, wie der 12-Zylinder Allrad-angetriebene 8-Sitzer für den Weg zum nächsten Briefkasten. Auch wenn sich niemand Gedanken darüber macht, wieviel Bandbreite, Hitze und Energie bei jeder Seitenlieferung be- und entsorgt werden muss, heisst es nicht, dass wir uns Ignoranz weiterhin leisten können.
Die Erkenntnis ist nicht unbedingt wissenschaftlich, sollte deshalb allein aber nicht unbedingt ignoriert werden. Anlässlich der Web 2.0 Konferenz bombardierte Safa Rashtchy ein Bündel Teenager mit Fragen. Anscheinend sind Teens nicht bereit, für Download-Musik zu zahlen, wohl aber für Klingeltöne [früher war der Klingelton fester Bestandteil des Telefons, daher habe ich nie für einen Ton gezahlt]. Teens beziehen ihre News aus mehr als einer Quelle [offenbar ist niemand über 24 vertrauenswürdig].
Beim Online-Shopping entscheidet der Preis nicht über das Produkt sondern über den Lieferanten. Und Froogle wird auch genutzt. Manche haben eine Abneigung gegenüber eBay - wer lässt sich schon gerne das Fell über die Ohren ziehen. Und keiner der Teens nutzt Yahoo. Zu überladen, zu langsam, zu unübersichtlich.
Werfen Sie mal spasseshalber einen Blick auf die Yahoo-Startseite. Irgendwas scheint da zu fehlen...
Die Kontroverse um Google Print, das Vorhaben, jedes irgendwann mal geschriebene Buch online durchsuchbar zu machen, geht am Thema vorbei. Eric Schmidt, Kravatten-Person bei Google, nennt das Beispiel des Historikers, der am heimischen Computer jedes Buch, das die Schlacht um Algiers behandelt, auf Anhieb finden kann.
Wie wärs - angesichts der 200 Jahre, die seit Trafalgar gerade vergangen sind - mit der Suche nach Nelson-Biografien. Mehr als 2,000 sollen im Laufe der letzten zwei Jahrhunderte verfasst sein. Ich habe sie nicht gezählt. Google zählt i.d.R. nicht nicht einmal bis tausend. Und alle darüber liegenden Zahlen sind oft sehr weit vom Schuss liegende Schätzungen.
Auch ohne Verifizierung der Zahlen zeigt das Beispiel vor allem, dass man bei einer solchen Suche sicherlich zahlreiche Google Adwords [oder dann vielleicht PrintWords] einblenden kann, aber übersichtlicher wird die Suche durch die grosse Ergebnis-Zahl nicht.
Während das Ranking online verfügbarer Texte u.a. Inhalt, Aufbereitung und Verlinkung berücksichtigt, müssen offline verfügbare, gescannte Texte entweder nur nach Inhalt und "Aufbereitung" bewertet werden. Oder Google muss zusätzlich massiven manuellen Aufwand [sprich Hand- und mehr noch Kopfarbeit] betreiben, der sicherstellt, dass die Wichtigkeit eines jeden Scans in das Ranking so eingeht, dass mit der Materie Vertraute die Sortierung der Fundstellen als angemessen akzeptiert. Ist Google Print vielleicht nicht mehr, als eine weitere sehr grosse Datensammlung, in die man Werbung einblenden kann?
Die Auftragslage war nicht der einzige Grund dafür, dass mein Notizblog von März bis jetzt nicht gerade häufig gepflegt wurde.
Ich habe natürlich öfters ein Auge auf dem Tages-, Wochen- oder auch Monatsgeschehen gehabt. Viel [Wesentliches] ist nicht passiert. Manches wurde einfacher. Den Durchblick nicht zu verlieren, wurde für andere schwieriger.
Gravierende Macken sind immer noch nicht gefixt, wie das eigentlich schon blamable Ignorieren von Redirects. Egal was die "Experten" schreiben, ganz gleich, welche Ausrede, Entschuldigung, Pseudo-Rechtfertigung man nennt. Es ist falsch. Wer an die eigene PR glaubt, begibt sich leicht auf den Holzweg.
Site-Betreiber-Perzeptionen sind auch noch nicht gefixt. Flash ist immer noch "cool", d.h. bei Auftraggebern und Nehmern. Alle anderen schlagen die Hände überm Kopf zusammen. Und wer Jakob Nielsen immer noch nicht kennt, und verstehend zustimmen kann, sollte keine Seiten basteln. Schon gar nicht für andere.
Und dass Suchmaschinen-Optimierung keine Endlos-Fummelei an irgendwelchen HTML-Tags ist, glaubt eh keiner. Deshalb wird weiter Text versteckt, oder ausserhalb des Fensters plaziert. Als ob da jemand hinsieht! Ausnahme: Suchmaschinen-Filter. Eh? Anscheinend hat niemand begriffen, warum die führenden Mozilla-Entwickler längst Gehaltsempfänger bei Google sind.
Im Verlauf der letzten Monate wurde ich von Kollegen und auch Langzeit-Lesern gefragt, ob ich noch lebe. Jetzt habe ich eine solche Anfrage in meinem Referer-Log [!] entdeckt. OK. Ich lebe noch. Ich habe seit längerer Zeit vor, meinen Notizblog wieder zu füllen. No time like the present sagt man hier.
Natürlich gibt es auch Gutes zu berichten. Seit dem 25.6. dieses Jahres bin ich Nichtraucher. War ganz einfach. Man braucht nur den richtigen Grund.
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