Antisoziale Netzwerke

30. November 2007. Permalink

Cory Doctorow drückt in einem Artikel bei Information Week aus, was offensichtlich sein sollte, d.h. warum "soziale Vernetzung" auch nur eine Zeiterscheinung ist. Wer will schon dauernd an Leute erinnert werden, von denen man nichts wissen will?

Übergewichtiges

Hier wird demonstriert, wie etwas Korpulentes zum echten Schwergewicht wird. Manchmal braucht man nur die falschen Leute zusammenzubringen.

Offener Hintereingang

Content Management Systeme sind selten so geschrieben, dass Sicherheit im Vordergrund steht. Meist dienen sie nur der Bequemlichkeit. Manchmal machen "Modifikationen" aber auch Schlagzeilen.


Nachruf

29. November 2007. Permalink

Haben die traditionellen Medien ausgedient? Sieht so aus, auch wenn sie's noch nicht zu wissen scheinen.

DiggRank erraten

Digg, die "Soziale Medien Site", hat, wie alle Mechanismen, die Dinge nach irgendwelchen Kriterien sortieren, einen Algorithmus, schreibt Muhammad Saleem in einem Search Engine Land Artikel. Was als "detaillierter Blick auf den Algorithmus" [a deeper look at what the Digg algorithm is] versprochen wird, sieht aber doch eher aus, wie eine Reihe von Annahmen und Vermutungen.


Dunkelschwarze Magie

28. November 2007. Permalink

Matt Cutts zeigt heute ein zum Schiessen komisch in die Hose gegangenes Beispiel einer "SEO-Firma", die behauptet, Cloaking kann von Suchmaschinen nicht entdeckt werden.

Rohrkrepierer

"Ich glaube, dass es immer weniger wichtig ist, bei Google weit oben zu stehen", meint ein Manfred Leisenberg, Professor für Wirtschaftsinformatik an der Fachhochschule des Mittelstands in Bielefeld. Merke: Glauben ist nicht Wissen. Und als Linkbait bzw Troll-Versuch hat die Chose kümmerlich versagt - kaum jemand reagiert.

Wiederkäuer

Im Dmoz Blog kann man jetzt [wenn er keine HTTP Error 500 produziert] lesen, was an anderer Stelle schon öfters erklärt wurde, was aber offensichtlich nicht offensichtlich ist: "Warum wurde meine Site nicht von DMOZ akzeptiert?"

http://blog.dmoz.org/2007/10/08/why-hasnt-my-site-been-accepted-into-dmoz/


Ausverkauft

26. November 2007. Permalink

Googles Webmaster Seiten sagen jetzt deutlich, dass der Verkauf von Links [wenn man dabei ertappt wird] nicht nur zu einer Reduzierung des Pageranks führt, sondern auch das Ranking der Site negativ beeinträchtigen kann ["negatively impact a site's ranking in search results"].

Grösse ist wichtig

Es sieht ganz so aus, als ob Web Designer nicht glauben, dass sie der einzige sind, der den Browser auf volle Bildschirmgrösse einstellt. Das Smashing magazine elaboriert, warum Inhalt sich flexibel der Fenster- und nicht der Bildschirmgrösse anpassen sollte. An den abgegebenen Kommentaren sieht man, dass viele - irgendetwas - zustimmen. Und dann angeben, für welche Pixelbreite man die eigenen Designs entwirft.


Links ködern

23. November 2007. Permalink

Fantasie und Kreativität sind alles, was man braucht, um verlinkt zu werden. Schon die Startseite von Jan von Hollebens Site spricht dafür, mehr noch aber seine Serie Dreams of Flying.

Google als Passwort-Cracker

Artikel wie die Heise-meldung untermauern die vielerorts unterstellte Fähigkeit Googles, Gedanken, Geheimnisse, Unsichtbares und Passwort-Geschütztes zu finden, das normalen Sterblichen vorenthalten bleibt.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/99422

Das ist Unsinn. Google findet nur, was verlinkt ist und vom Webserver freiwillig bereitgestellt wird. Wenn darunter Dinge sind, die nicht an die Öffentlichkeit gehören, muss entweder jemand geschlafen bzw keine Ahnung haben, oder er hat Absichten, die eine fristlose Kündigung rechtfertigen.


Öffentliche Entblössung

22. November 2007. Permalink

Mark Pilgrim, Google-Beschäftigter wie man hier liesst, schreibt sehr ausfallend über die von Hivelogics Dan Benjamin verfasste Anweisung zur Installierung von MySQL auf einem Apple Server.

Was das Kerlchen nicht zu verstehen scheint, ist die Tatsache, dass man manchmal nicht auf einen systemgerecht verpackten Hotfix warten kann, oder dass solche nicht immer so erstellt werden, dass sie den eigenen Anforderungen entsprechen. Verstehen beruflich eingesetzter wichtiger Anwendungen ist Bedingung für verantwortungsbewusstes Handeln. Selbst wenn das amerikanische Recht seine eigenen Macken hat, und unverfroren missbraucht wird, kann sich niemand leisten, unnötig wegen Fahrlässigkeit verklagt zu werden. Ethik ist in jeder Gesellschaft wichtig. Sprache auch.


Zufälle gibts

21. November 2007. Permalink

Wie Heise berichtet, hat Yahoo als Eigentümer des Bookmark-Dienstes del.icio.us den Kölner Betreiber des deutschen Dienstes mit dem möglicherweise gleichlautendem Namen icio.de - eine Zeichenfolge, die in keinem mir bekannten deutschen Wort vorkommt - abgemahnt. Merke: man kann nicht einfach das Internet kopieren.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/99299

Einheitliche Grössen

Richard Rutter erklärt in A List Apart wie man font-size und line-height einheitlich in den am Häufigsten verwandten Browsern nutzt, selbst wenn man mehrere Spalten und Schriftgrössen einsetzt.


Webkit Veränderungen

20. November 2007. Permalink

Mit OS X 10.4.11 und 10.5 stellt Apple zehn Webkit-Veränderungen vor, die Designer, die sich für Safari und Konqueror interessieren, kennen sollten.


Linkpopularität für Schwerhörige

19. November 2007. Permalink

Nachdem unverhohlen verkaufte Links formell abgestraft wurden, hat es jetzt Blogger erwischt, die gegen Bezahlung über Firmen bzw deren Produkte schreiben und diese verlinken, wenn man PayPerPosts T. Murphy Glauben schenkt.

Links lassen sich ganz klar in zwei Gruppen aufteilen: echte und unechte. Die Mehrzahl kommerzieller Site-Betreiber versucht, unechte so zu gestalten, dass sie durch die [Software-] Qualitätskontrolle der Suchmaschinen rutschen und die Beziehung von Leistung und Link unentdeckt bleibt. Und genau diese Einstellung ist es, die solche Links so wertlos macht. Es kommt nicht darauf an, wieviele Leute Sie bezahlen können, damit diese sagen, wie grossartig Sie sind. Sondern nur und ausschliesslich, wie grossartig Sie sind.


Vorhang auf ...

16. November 2007. Permalink

In der letzten Zeit scheint sich jeder zum Filmproduzenten berufen zu fühlen, da zu jedem nur denkbaren Thema Videos ungeachtet der Zielgruppe oder des Verwendungszwecks erstellt werden. Unabhängig davon, dass Video-Dateien keine HTML enthalten und sich daher schlecht für die Suchmaschinen-Optimierung eignen, sollte man vorher überlegen, ob ein Thema Video-geeignet ist. Ich glaube nicht, dass das auf technische Abhandlungen zutrifft: Anwender könne schlecht Dinge unterstreichen oder markieren, die sie als besonders wichtig ansehen, und man kann sehr schlecht von Absatz zu Absatz springen, wie dies in einem Fachbuch, einer FAQ oder einem Howto möglich ist.

Was mich dazu veranlasst, auf eine eigene Mini-Produktion zu verweisen, die mir ungewollt mit einer drahtlosen Kamera geglückt ist, die ich bei einem Auktionshaus gekauft habe. Verwendet wurde eine alte Linux Kiste, auf der ich motion installiert habe, um festzuhalten, wo die Katze, die unseren Garten gelegentlich als Toilette missbraucht, herkommt.


Nichts geht über Kontrolle

14. November 2007. Permalink

Nur weil etwas kostenlos und als Open Source Software bereitgestellt wird, kommt das nicht automatisch einem Gütesiegel gleich. Sofern Sie nicht wirklich verstehen, welche Schritte Sie ausführen, dürfen Sie sich nicht wundern, wenn die Realität dann nicht mit den Erwartungen übereinstimmt. Die meisten CMS wurden nämlich nicht unter Sicherheitsgesichtspunkten erstellt. Wenn die Installierungs-Anweisungen die Aufforderung chmod 777 enthalten, erlauben Sie damit jedem [!], Dateien und Verzeichnisse nach Belieben zu verändern. Nicht unbedingt empfehlenswert.

Gespaltene Persönlichkeit

The Register weist darauf hin, dass Ebay schonmal Sachen verlegt. Dazu zählen u.a. auch Accounts oder Zahlungen. Wer den HTTP-header abruft, sieht, dass Ebay noch nicht einmal sicher ist, welche Webserver-Software dort eingesetzt wird:

HTTP/1.1 200 OK
Server: Microsoft-IIS/5.0
Date: Tue, 13 Nov 2007 11:14:32 GMT
Server: Apache-Coyote/1.1
Set-Cookie: dp1=bu1p/QEBfX0BAX19AQA**491aba99^; [snip ...]
Set-Cookie: nonsession=BAQAAARY2TiKZAAaAAMsAAUc5j [snip ...]
Set-Cookie: s=CgAD4ACBHOtiZMzhiN2JiNjMxMTYwYTBi [snip ...]
Cache-Control: private
Pragma: no-cache
Content-Type: text/html;charset=ISO-8859-1
Content-Length: 36434

Lass andere arbeiten

13. November 2007. Permalink

Seth Finkelstein erwähnt in seinem Infothought blog, dass Jimmy Wales' mit vor allem Vorschusslorbeeren ausgestattete Wikia Search, die wie das Wikipedia-Vorbild Arbeitsleistung der Öffentlichkeit bedingt, den von Looksmart abgestossenen Grub-Crawler und die entsprechenden Rechte für $50,000 gekauft hat. Looksmart selbst hat die für Grub $1.3 Millionen bezahlt. Das macht die Sache zu einem weiteren nicht so smart aussehenden Verlust für Looksmart.

Weihnachtsgeschäft nicht vergessen!

Wenn Sie auf die Schnelle eine Shopping-Site auf die Beine stellen müssen, reicht die Standardinstallation allein nicht.


Nach oben schmieren

12. November 2007. Permalink

Einen Lieferanten mit $400,000 zu überschütten, damit dieser seinen Einfluss bei einer Behörde nutzt, um diese zur Installation von Windows statt Linux bei 17,000 neuen PCs zu überzeugen, ist auch dann Schmiergeld, wenn man das Ganze als Marketing-Hilfe deklariert. Interessanterweise ist die Sache, auch wenn sie in Nigeria stattfand, in den USA verboten.

Nach unten schmieren

Market Watch meldet soeben neue Bemühungen des Redmonter Konzerns, seine Suche attraktiver zu gestalten.

Nur nicht aufgeben

Ich interessiere mich normalerweise nicht für Werbung, aber jemand war so freundlich, mich auf diesen [englischen] Kurzfilm hinzuweisen. Sehenswert.


Was es nicht alles nicht gibt

8. November 2007. Permalink

Wann eine Site fertig ist, hängt heute offenbar davon ab, wie "cool" das Machwerk aussieht. Funktionalität oder Zuverlässigkeit sind anscheinend Extra-Pakete die später und nur auf Wunsch hinzugefügt werden. Das ist wahrscheinlich der Grund, warum ich mehr und mehr Seiten finde, die mir nichts anderes sagen, als dass ein Produkt nicht mehr lieferbar ist.

Die Auslieferung solcher Seiten mit einem Status Code 404 kostet keinen Pfennig mehr, würde aber vielen Leuten eine Menge Zeit ersparen, da Suchmaschinen Seiten, die im Grunde genommen nichts anderes sagen, als dass sie leer sind, gar nicht erst indexieren würden.

Das gleiche Prinzip gilt auch für ajaxifizierte oder Web Zwei-Komma-Null Sites - für Leute wie Sie und ich also Seiten, die JavaScript im Browser voraussetzen, um zu funktionieren. Google hat aus dem Grunde einen längeren Artikel mit eher Selbstverständlichem für die Leute veröffentlicht, die sich nie die Mühe gemacht haben, einen Blick auf die HTTP-Spezifikation zu werden. Mit dem Begriff "Ajax" im Text wird die Sache aber jetzt fast zum Insiderwissen.


Kleinviehs Mist

6. November 2007. Permalink

Wie überflüsig Meta Tags längst sind wird offensichtlich, wenn Sie bei Google den Vertipper produltproben suchen und die ca 50 Ergebnisse, die Google ausspuckt, prüfen. Sie werden die bekannte und gut verlinkte Seite, der ich das Wort entnahm, nicht finden, obwohl Sie Wortketten finden, die aussehen, wie eine grosszügig übernommene Kopie der Geizkragen.de Meta Tags.

Yahoo betrachtet Meta Keywords nebenbeibemerkt immer noch als sinnvolle Information.

Kleine Aufmerksamkeiten

Als ich mich vorhin in meinen Laptop einloggen wollte, muss ich wohl die Grossschreib-Umschalttaste berührt haben, da ein entsprechendes Symbol im Passwort-Fenster auftauchte. Es sind die vielen kleinen Aufmerksamkeiten - die aber nie im Weg sind - die Apples OS X so angenehm bei der Arbeit machen.


Yahoo Linkzahlen korrigiert

5. November 2007. Permalink

Wenn Sie sich zu Yahoos Site Explorer bemühen, um Ihre Links zu prüfen, werden Sie erfreut feststellen, dass man das Versprechen der Reparatur gehalten hat.

Gewusst Wie Weit

Es ist schon ein Unterschied ob ein Teenager irgendwo eine MP3-Datei herunterlädt oder ein grosser Musikverlag Downloads bereitstellt, an denen man keine Rechte hat.


Zeitmaschine für Schwarze Löcher

2. November 2007. Permalink

Pyile meldet, dass die mit Apple's OS X 10.5 vorgestellte Time Machine unbekümmert Anwendungen startet, die der Anwender zuvor gelöscht aber per automatischem Backup trotzdem verewigt hat. Man kann das verhindern, indem man die entsprechende Anwendung auch von allen Backups löscht, was von Anwendern, die Applikationen durch einen Doppelklick auf ein Dokument starten, leicht vergessen wird.

http://pyile.com/2007/11/mac-os-x-runs-deleted-applications/

Ich habe mir diese Arbeitsweise als jemand, der mit Unix-Systemen gross geworden ist, lange bevor grafische Oberflächen praktikabel wurden, nie angewöhnen können, da ich bevorzuge, Dokumente mit der Anwendung zu öffnen, die die zu erledigende Aufgabe bestmöglich erbringt. Das ist nicht unbedingt die Anwendung, die standardmässig mit einem Dokumenttyp assoziiert wird. Daher ist es für mich normal, eine Anwendung zu öffnen, um dann in der Anwendung das zu bearbeitende Dokument zu öffnen.


Google Nachwehen

1. November 2007. Permalink

Was im Nachhinein am letztwöchigen Pagerank-Update, bei dem zahlreiche Links verkaufende Sites ordentliche Brocken an Pagerank verloren, ungewöhnlich war, war die absolute Stille von Google.

Was eigentlich genug sagt, weil man in der Vergangenheit anlässlich ähnlich schlagzeilenträchtiger Aktionen immer kurz danach von irgendjemand in irgendeiner Funktion bei Google eine Meinung oder Äusserung hören konnte, auch wenns nicht offizielle Firmenpolitik war. Diesmal absolute Stille.

Phonetik

Beim Lesen über Apple iPhone fiel mir die Phrase "Jesus Phone" auf. Da ich keinen Blassen habe, wo das herkommt oder was es bedeuten soll oder könnte, habe ich Google befragt. Typisch, dass Ebay auch 'was zur Sache zu sagen hat.

Mobilität

Das mag bombig auf einem iPhone ausgesehen haben, in meinem Browser litt die Lesbarkeit. Wurde inzwischen aber gefixt.

Öffentlichkeits-Pflege

Die meisten PR-Ventilierer vergessen im Hype-gestressten Alltag, dass die Empfänger ihrer, ehm, Schöpfungen, Leute wie Sie und ich sind. Leute, die sauer reagieren, wenn man ihnen ihre Zeit sinnlos stiehlt.

Chris Anderson, Editor-in-Chief beim Wired Magazine, schlägt jetzt zurück, indem er zunächst einmal alle PR-Schreiber, die ihn im letzten Monat durch unüberlegtes Zusenden von PR-Meldungen, die nicht in seinen Fachbereich fallen, permanent durch seinen Spamfilter sperrt. Ausserdem, und das macht die Sache so genugtuend, veröffentlicht er die Liste, so dass seine Leser die Leute ebenfalls sperren können. Er schliesst mit der Bemerkung, dass es nur recht ist, wenn dadurch die Adressen der PR-Schreiber von Spammern erfasst werden. "Wie du mir so ich dir".

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