Googles "Zusätzliche Ergebnisse" werden jetzt, nach mehreren signifikanten technischen Innovationen, in den primären Datenbestand übernommen, damit man immer genug Ergebnisse hat, solange Leute Anzeigen aufgeben und solange andere suchen. JavaScript ist immer noch gefährlich. Und jetzt, wo die sog. "social bookmarking sites" eine Menge an Traffik auf sich vereinen, sind diese gezwungen, die Chose aufzuteilen, um weiter expandieren zu können. Frohe Weihnachten usw.
Als ich vor ein paar Tage meinte, die ältere Generation musste sich mit dem Internet zufriedengeben, um Information zu verbreiten, dachte ich, es sei selbstverständlich, dass Googles "Knol" etwas sein wird, das man nicht leichtherzig unterstützt, weil Vereinbarungen und auch Zielsetzungen Veränderungen unterworfen sind.
Graywolf hat einen langen [englischsprachigen] Aufsatz verfasst, der aufs deutlichste erklärt, was eigentlich offensichtlich sein sollte; aber vielleicht denkt tatsächlich nicht jeder, der Inhalte erstellt, weit genug.
Feeds, die oft in den Suchergebnissen anstatt [oder zusätzlich, und besser positioniert als] die entsprechenden HTML-Seiten erscheinen, werden jetzt, so Googles Webmasterzentrale, aus den Ergebnissen entfernt.
Entfernt wird obendrein eine Missbrauchsmöglichkeit des Google Toolbars, die vielleicht etwas naiv bereitgestellt wurde. Gerade Google sollte wissen, dass jede Möglichkeit, bei der man Fremden erlaubt, Daten bereitzustellen, missbraucht wird.
In einem Interview mit Technologie Review erklärt Peter Norvig, Autor des Klassikers "AI: A Modern Approach" und seit Jahren bei Google verantwortlich für Such-Qualität, warum man Fragestellungen in natürlicher Sprache nicht einmal in Erwägung zieht. Es gibt immer noch Leute, die das überraschen dürfte.
http://www.technologyreview.com/Infotech/19868/
Eine weitere Art, verwertbare Inhalte zu erzeugen. Obwohl im Moment noch unklar zu sein scheint, wie diese zur Entstehung kommen.
Wer heute Online Computing als die nächste grosse Welle verspricht, übersieht die berühmte Gretchenfrage: wem kann man heute noch vertrauen. Wird die Menschheit wirklich daran interessiert sein, alle Daten auf Server an einem unbekannten Standort mit unbekannten Sicherheitsvorkehrungen zu verlagern? Ich glaube nicht, dass es sich um eine rein technische, sondern eben eine Vertrauensfrage handelt. Und die kommt nicht auf, weil die Leute etwas zu verheimlichen haben. Sondern weil es irgendwann genug Vertrauensbrüche gegeben haben wird.
Googles Toolbar hat ein paar neue Hilfen, wenn er auf Seiten stösst, die sich in Luft aufgelöst haben. Selbst gegen die letzte in der langen Liste kann niemand etwas einwenden.
Kaum erwähnt man das Thema Weisswäsche, schliesst sich Google an und verkündet ein neues kooperatives System, andere arbeiten zu lassen. Die Herausforderung, so die Ankündigung, war "eine Möglichkeit zu schaffen, die Leute an vorhandenem Wissen teilhaben lässt". Die ältere Generation wird sich erinnern, dass wir damals nicht mehr als das Internet dafür hatten.
Datenübernahme ohne Sanitätsfunktion ist genauso gefährlich, wie Code-Ausführung aus unbekannter Quelle. Schön wirds, wenn die richtige Kombination von Daten, Code und Server-Eigentümer zeigen, dass gegen Inkompetenz kein Kraut gewachsen ist. Wirklich kein einziges.
http://www.heise.de/newsticker/meldung/100630
Ganz besondere Schadenfreude ist angesagt, wenn Besserwisser betroffen sind.
http://www.heise.de/newsticker/meldung/100604
Obwohl Wikipedia heute wahrscheinlich populärer ist, als je zuvor, mehren sich die Stimmen, die einen Abstieg erwarten. Und es handelt sich keineswegs um Einzelstimmen.
Vielleicht ist es an der Zeit, ein neues System zu bauen, das wie die berühmtesten Vorbilder Dmoz und Wikipedia andere Leute dazu bringt, sich anzustellen, um nach Huck Finns Rezept Zäune weiss zu pinseln.
Das Web produziert momentan eine Menge Hitze, weil ein kanadischer ISP auf die dumme Idee gekommen ist, den HTTP-Datenstrom seiner Kunden zu modifizieren. Wenn im Datensalat die Google-Startseite erscheint und der Kunde sein Bandbreitenlimit bald erreicht, wird eine entsprechende Mitteilung am Anfang der Google-Startseite eingeblendet.
Die Handlungsweise ist aber ein alter Hut, weiss Seth Finkelstein zu berichten.
In div. Foren kann man heute lesen, dass Google jetzt einen Fix für alle die hat, die gerne in Werbung blättern. Dummerweise müssen Anwender, die JavaScript im Browser abgestellt haben, wieder mal verzichten.

Derzeit macht ein Beispiel einer Site die Runde, das bei Eingabe des Domainnamens dazu führt, dass Googles Titel, Beschreibung und Domainname, gefolgt von ein paar wichtigen Unterseiten, auf Platz eins in den Ergebnissen erscheint. Daten der gesuchten Site folgen erst auf Platz 2.
Während man davon ausgeht, dass es sich um einen "eigenartigen" Bug bei Google handelt, lässt die Zeile
<!--# include file="checkIP1_new.asp"-->
den Verdacht aufkommen, dass da nicht alles so ist, wie es sein sollte.
In der Vergangenheit nannte man sowas Kurzgeschichten. Ich habe mich nie für Kurzgeschichten begeistern können, auch nicht, wenn sie von einem meiner Lieblingsautoren stammten. Und dann stolperte ich über Flash Fiction, d.h. Kurzgeschichten mit der Betonung auf Kurz, mit der Zielsetzung, maximalen Inhalt mit brutaler Ökonomie der Wortzahl zu vermitteln. Extrem kurz, gerade lang genug für ein paar aufregende Minuten, und - wenn man die richtigen Fähigkeiten besitzt - einfach produziert und verlinkt.
http://darrylsloan.wordpress.com/fiction/mind-out-of-time/
Für die auserlesene Pause gibt es natürlich nichts Besseres als den Urtyp des englischen Gentlemans. Selbstverständlich gibt es auch konträre Bedürfnisse, erkennbar an Leuten, die die kürzesten der kurzen lesen und wiederlesen.
Nachdem man verkauften Links öffentlich den Kampf angesagt hat, sind jetzt Subdomains an der Reihe. Subdomains, d.h. verschiedene Hostnamen innerhalb einer Domain, konnten gelegentlich dazu führen, dass von einer Domain mehr als die maximal zwei Seiten in den Suchergebnissen auftauchen konnten.
Matt Cutts meint soeben, dass die entsprechende Änderung bereits seit ca zwei Wochen aktiv ist, ohne dass jemand wirkliche Nachteile bemerkt hat.
Die Erstellung von Teilen einer Website kann man jetzt an Google "outsourcen". Google präsentiert soeben das API für die Chart-Erstellung durch einen einfachen URL-Aufruf, eine durchaus elegante Verfahrensweise. Wers nutzt, muss berücksichtigen, dass es ein Tageslimit von 50,000 Aufrufen gibt. Und dass Google dann wieder etwas mehr über Ihre Site in Erfahrung bringt.
Ask.com veröffentlicht einen "Realitäts-Schnappschuss", der zeigt, was die Leute wirklich suchen. Als ob wir das nicht wüssten.
Vor ein paar Jahren wurde Google durch ihre Marketing-Sprösslinge gelobt, weil man eine Antwort auf eine Frage produzieren konnte, die nahelegte, dass eine befürchtete Notlage tatsächlich ernsthaft war: "Ich dachte, 'mir bleiben nur noch ein paar Minuten'. Dann fand ich eine Site, die die Symptome aufführte. Ich erlebte tatsächlich einen Herzinfarkt."
Mit sowas spasst man nicht. Wer's nicht glaubt, kann Anns Meldung selbst lesen.
Aber keine Bange. Jetzt wurde Google als medizinisches Nachschlagewerk abgelöst.
Wenn Sie jemals wissen müssen, ob etwas wirklich der Wahrheit entspricht, finden Sie die Antwort in diesem Flussdiagramm.
Googles Webmaster Central Blog klärt über Meta Tags auf und zeigt, welche wenigen heute noch sinnvoll sind. Ob unavailable_after:[date]: beachtet wird, kann ich nicht sagen. Ich nehme an, dass die Anweisung genau wie 404 Status-Codes behandelt wird, d.h. solange Google einen Link auf eine Seite findet, ist sie ein Kandidat für Suchergebnisse, ganz gleich, ob sie existiert oder nicht.
Wieder eine Möglichkeit, Anweisungen an Suchmaschinen-Spider unterzubringen, kommt von Yahoo, wo man heute sog. X-Headers vorstellt, die im HTTP Header untergebracht werden können. Eine begrenzt sinnvolle Möglichkeit für Site-Verantwortliche, die ihre Dateien nach dem Streuselkuchen-Prinzip statt nach Einsatz und Zielsetzung verteilen, sehe ich in der Verhinderung des Spiderns für spezifische Datei-Typen wie PDFs.
Adobe stellt Flash 9 als .tar.gz, .rpm und mittels .yum repository Dateien vor. Gibts natürlich auch für OS X und Windows Home Computer.
Ein Artikel im Wall Street Journal BlogJ weist darauf hin, dass das IPhone letzten Monat der am häufigsten benutzte mobile Browser war mit einem Marktanteil, der grösser ist, als alle anderen mobilen Geräte zusammen.
So langsam blicken die Leute durch:
Microsoft doesn't want to produce a standards-compliant browser. It doesn't want to produce a standards-compliant anything. It is only interested in furthering its monopoly by lock-in. I'm sure the IE7 team is under strict orders never ever ever to produce anything that comes close to being able to run nontrivial CSS, Javascript or anything else "out of the box". It wants developers to abandon competing browsers and push their customers to use IE. That was the strategy behind the mutiliation of Java, the pushing of possibly the most ludicrously insecure plugin system every known in the computing world (better known as ActiveX), and that's its purpose in making sure that IE, no matter the iteration, doesn't play well with CSS.
Und:
Personally, I put whoever's in charge of Microsoft's IE product development team on the same moral level as spammers. Much in the same way spammers end up wasting your time and gumming a fantastic common resource, Microsoft's product wastes the time of thousands of web devs and holds the web back.
Zeit, daran zu erinnern, dass es auch für Windows völlig normale Open Source und kommerzielle Browser gibt, so dass man längst nicht mehr auf veraltete, einschränkende und riskante Technologien angewiesen ist.
Der Grazer Informatikprofessor Hermann Maurer warnt in einer Studie [7 Mb PDF] vor der Bedrohung der Menschheit durch Google. Dass Google - als Nachzögler - nur erfolgreich werden konnte, weil man die Fehler der Vorgänger nicht wiederholte, und weil die Zielgruppe, schnell abgelenkt, jeden Tag leichtgläubiger und nachlässiger wird, will ihm nicht kommen. Oder vielleicht doch?
Auch die häufig zu beobachtenden Seiten der Wikipedia in den Ergebnislisten sind ihm ein Dorn im Auge. Er ignoriert, dass Wikipedia, wie das ODP auch, langfristig nicht lebensfähig sind, weil halt der Mensch in die Quere kommt. Trotzdem glaubt der Professor, etwas weltfremd, dass staatliche Kontrolle wohlwollender wäre, als ein durch Versagen potentieller Mitbewerber entstandenes Monopol. George Orwell lässt grüssen.
Fast schon als Blösse kann man die ständigen Hinweise Googles sehen, die betonen, dass der Kauf und Verkauf von Links unerwünscht ist. Vor allem, wenn man sieht, wieviele offenbar nicht erkannt [oder geduldet?] werden. Wenn das so weitergeht, riskiert man, dass das Ganze noch als Schaumschlägerei betrachtet wird.
Google's Online Security Blog sucht Hilfe beim Entdecken von "Malware". Google könnte sich selbst [besser] helfen, wenn man Redirects anders behandeln würde. Und wenn man Seiteninhalte gründlicher analysieren würde.
Wenn Sie sich eine der letzte Woche wegen des Potentials der Infizierung mit "Üblem" entfernten Seiten angesehen haben, ist offensichtlich, dass diese nur absoluten Müll enthielten. Niemand redet oder schreibt so. Und wenn doch, sind solche Leute eingesperrt. Ich bin sicher, dass Google mehr als alle anderen in der Lage ist, zu entscheiden, was ausgedrückte Meinung ist, und was nur Wort- und Phrasenlisten aus unterschiedlichen und keineswegs verwandten Themenbereichen sind.
Manchmal bin ich doch erstaunt, wie vertrauensselig und völlig blind Teile des Webs operieren. Aber es hat wahrscheinlich damit zu tun, dass Disziplin nicht "cool" ist, was zu Ereignissen führt, die Anwender völlig vor den Kopf stossen, weil sie selbige oder ähnliche nicht für möglich halten:
http://www.regdeveloper.co.uk/2007/11/30/zoho_bug/
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