Spamfest

31. Januar 2008. Permalink

Es sieht so aus, als ob The Times, eine etablierte Zeitung, dabei ist, rigoros soziale Medien Websites zu spammen. Und wieso werde ich das Gefühl nicht los, dass die Sache als übereifrige Handlung eines Juniors entschuldigt werden wird?

http://www.waxy.org/archive/2008/01/30/the_time.shtml


Offener Server durch CMS

30. Januar 2008. Permalink

Wieder mal ein weit verbreitetes CMS, das weit offen ist. Und dann wundern sich die Leute, wenn Erwartungen und Realität nicht übereinstimmen.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/102680

Google Street kennt jetzt auch Ihre Strasse

Passend zum gestrigen Artikel habe ich eine neue Demo gesehen, die zeigt, wie genau Google jetzt aufzeichnet.


Der gläserne Anwender

29. Januar 2008. Permalink

Ich komme nicht darüber hinweg, wieviel Hoppla man um Google [und andere] Online-Anwendungen macht, und wie leichtfertig, unterwürfig gar, die Leute ihre Daten, die Rechte daran, und ihr Vertrauen auf dem silbernen Tablett aushändigen.

Vierter Abschnitt: In order for cyberspace to be policed, internet activity will have to be closely monitored. Ed Giorgio, who is working with McConnell on the plan, said that would mean giving the government the authority to examine the content of any e-mail, file transfer or Web search. "Google has records that could help in a cyber-investigation," he said. Giorgio warned me, "We have a saying in this business: 'Privacy and security are a zero-sum game.'"

Und weiter hier, ebenfalls 4. Absatz: You can see it in comments by government officials: "Privacy no longer can mean anonymity," says Donald Kerr, principal deputy director of national intelligence. "Instead, it should mean that government and businesses properly safeguard people's private communications and financial information." Did you catch that? You're expected to give up control of your privacy to others, who - presumably - get to decide how much of it you deserve.

Ihre Privatfotos auf dem Web

Und dann lese ich beim Spiegel "Eine halbe Million private MySpace-Bilder bei BitTorrent" [zur Mitte der Seite herunterscrollen]. Und nicht nur bei Myspace.

Professor Felten hat zusätzliche Information dazu.

Sicherheitsmassnahme

Vielleicht ist es deshalb Zeit, alles hier einzuschliessen [sicherheitshalber sehen Sie sich aber erst den Affenquellcode an].


Apples Tips für erfolgreiche SEO

28. Januar 2008. Permalink

Eine Menge Leute scheinen zu wissen, dass das neue MacBook Air ein Flop wird. Aber wie Charles Miller sagt: "Where's the differentiation? Where's the innovation in doing exactly what everyone else does...", oder verdeutscht: Wo ist die Differenzierung. Was ist so innovativ daran, genau das zu tun, was alle anderen auch tun.

Was eigentlich offensichtlich sein sollte, egal ob Unternehmer oder Website-Betreiber. Solange Sie so ziemlich genau das gleiche bieten, wie jede andere konkurrierende Site, wird niemand einen Grund erkennen können, ausgerechnet Ihre Site zu bevorzugen, zu verlinken.

Aufatmen für Eltern

Weihnachten wird ab jetzt billiger. Microsoft hat kürzlich ein Patent für die Erstellung vno Wunschlisten erhalten.


Das Grosse Schmutz-Experiment

25. Januar 2008. Permalink

Der Autor von Sebastians Pamphlets fragt sich, wie Suchmaschinen durch Passwort geschützte Seiten behandeln. Da die Seiten nicht ohne Passwort gespidert werden können, ist es vielleicht möglich, dass Suchmaschinen wenigstens die URL indexieren? Genau. Solange eine Seite, die selbst Linkpopularität besitzt, auf Sebastians Schmutz verlinkt, bleibt die Adresse der Schmutzseite im Datenbestand, auch wenn die Seite selbst nie erfolgreich abgerufen werden kann. Die einzige Möglichkeit, die Adresse aus dem Datenbestand zu halten, ist das Entfernen aller Links auf die Seite. Nicht nur auf Sebastians Site, sondern auf dem Web.

Wie man Seiten aus Google entfernt

Ein Überfliegen älterer Artikel auf Sebastians Site zeigt einen sehr ausführlichen Artikel, der beschreibt, wie man Seiten aus Google entfernt. Problem ist, dass das nur geht, solange man die Sache nicht eine Weile später überprüft. Da helfen auch Matt Cutts in einem Kurzfilm aufgezeichnete Anweisungen nichts, und nicht nur, weil er nicht mit Johnny Depp konkurrieren kann. Sondern weil alle Löschungen nur 90 Tage lang beachtet werden.

Entfernung von URLs aus dem Google-Bestand widerspricht nämlich klar den Firmenzielen, da man nur AdWords einblenden kann, wenn man für jede nur denkbare und undenkbare Suchanfrage Ergebnisse präsentieren kann. Man ist schliesslich besser als die Konkurrenz, die auch dann Werbung einblendet, wenn eine Suchanfrage kein einziges Ergebnis bietet. Darauf, ob eine Seite letztendlich zum Zeitpunkt der Suche oder des Anklickens noch existiert, hat Google keinen Einfluss. Auch wenn die Seite bereits vor sieben Jahren entfernt wurde, und jeder Abruf durch einen entsprechenden HTTP- Status Code beantwortet wurde - solange jemand darauf linkt, bleibt die Sache im Bestand. Und leider folgt Yahoo Google auch in dieser Beziehung.

MacÖffner Office 2008

Wer Office auf einem Mac installiert, braucht eine Menge Geduld, Nerven, Mitleid, und möglicherweise Valium, wenn das, was Joel Bruner beschreibt, so mies ist, wie er sagt. Nachdem ich ähnliche Probleme nach der Installierung von Photoshop und anderen Programmen gesehen habe, wundert mich nichts mehr. Manche Entwickler scheinen dauerhaft zu glauben, alles zu dürfen. Zur Not durch Gewaltanwendung.


Das wäre doch Gelacht

24. Januar 2008. Permalink

Microsoft hat, wie üblich, mit der Ankündigung einer neuen Möglichkeit, Webdesigner zur Entscheidung zwischen Standards und Kompatibilität mit der nächsten IE-Version zu zwingen, eine Menge Leute irritiert. Die WebKit Leute haben eloquent formuliert, warum es, wie üblich, keine gute Idee ist, sich damit zu beschäftigen oder die Sache gar zu unterstützen. Und der Autor der Acid Tests ist recht verärgert.

Falls das nicht bekannt ist: "Standards zu implementieren bringt Microsoft kein Geld. Nur das Binden an Microsoft-Produkte bringt denen Geld in die Kasse".


Kneifzange

23. Januar 2008. Permalink

Microsoft versucht mit allen Mitteln, Entwickler weiter an die Kette zu legen. Jetzt kündigt man an, mit der nächsten Version des bisher kaum Standards beachtenden Browsers ein neues META-Element einzuführen. Wofür? Um den Browser darüber zu informieren, welchem Standard eine Seite entspricht.


Del.icio.us endlich in Yahoo

22. Januar 2008. Permalink

Nachdem Del.icio.us 2005 durch Yahoo übernommen wurde, sieht man endlich entsprechende Ergebnisse bei der Yahoo-Suche, schreibt David Dalka, gleichzeitig demonstrierend, wie man Leserbindung verhindert, indem man Unmengen an Links wie Vogelfutter über einen Text streut, der der Eindruck erweckt, er wurde nur zur Unterbringung der Links gestreckt.


Yahoops!

21. Januar 2008. Permalink

Sieht ganz so aus, als ob Yahoo 1,500 bis 2,000 Leute in den nächsten 2 Wochen entlassen wird. Obwohl Jerry Yang erst kürzlich ankündigte, Yahoo - wieder mal - zur Startseite der meisten Internet-Nutzer zu machen, verriet er nicht, wie der vorhatte, das zu bewerkstelligen.

XSS mal ganz anders

Wenn es eine Möglichkeit gibt, etwas zu missbrauchen, wird sie auch entdeckt.

Was eine Ironie!

Es benötigt jemand vom Schlage eines Stephen Fry, zu präzisieren: "Was sind die hochgelobten sozialen Netze denn mehr als eine Flucht zurück in die abgeschottete Welt der Onlinedienste vor 15 oder 20 Jahren?


Seifenblase 3.0?

18. Januar 2008. Permalink

Erst hört man, dass "soziale" Netze wie Myspace, Facebook und andere nur von hormongestörten Teenagern genutzt werden, die ihre Profile mit Abbildungen schmücken, die an Abziehbildchen früherer Generationen erinnern - jetzt lese ich auch noch, dass Twitter Zeitverschwendung ist. Wobei man gleich Abhilfe vorschlägt, die zu mehr "Traffik" führen soll: Man brauche mehr Freunde, muss alles, was man im Blog veröffentlicht, auch auf Twitter erwähnen, und sein Twitter-Profil mit der Website verknüpfen. So können alle Freunde vergleichen, ob auf der Website das gleiche gezwitschert wird, wie auf Twitter. Wenn doch nur alles im Leben so einfach wäre.


Aufatmen

17. Januar 2008. Permalink

Seitdem ich vor gut zwei Jahren ein Apple Powerbook gekauft habe, halte ich ein Auge auf Apple-Entwicklungen, weil mir die Hardware und die Software, für die ich die Hardware gekauft habe, gefällt [Final Cut und, nach und nach, eine Reihe verwandter Dinge].

Jetzt lese ich, dass amerikanische Schreiberlinge streiken [ich wusste bisher nicht, dass Schreiber organisiert sein können], und dass das Itunes-Anwender kosten kann. Wieso? Weil es Leute gibt, die Seifen-Opern saisonweise zum Festpreis für ihren Ipod abonnieren [Ich wusste nicht, dass Leute sowas auf einem Ipod oder woanders ansehen], durch den Streik aber weniger Folgen produziert werden.

Und als Apple jetzt ankündigte, dass man jetzt auch Filme auf Apple-Hardware mieten kann, setzt es die ersten Beschwerden, weil das 24-Std-Fenster für einen Film nicht lang genug ist; man fordert eine Leihdauer von 27 Stunden.

Wissen die Leute nicht, dass man mit etwas Glück heute noch Bücher kaufen kann, die nicht mehr kosten, als ein geliehener Film? Und Bücher verfallen nicht.

Sitemaps aufgewärmt

Susan Moskwa und Trevor Foucher, beide zum Google Webmaster Tools Team gehörend, haben sich hingesetzt und eine Sitemap FAQ erstellt.

Mehr zum Teilen

Mac Anwender können demnächst, so ein Techcrunch Posting, Fotos mit anderen Teilen, weil Picasa demnächst auch auf dem Mac verfügbar sein soll.


Linkbait Demo

16. Januar 2008. Permalink

Weil ich mich gelegentlich für Fotografie interessiere, habe ich wieder mal ein nützliches und ungewöhnliches Beispiel gefunden, wie man Linkbait produziert, d.h. etwas hinstellt, was von der Zielgruppe geschätzt wird. Ich verstehe nicht, dass Fotografie-Studios und gestandene Profis nicht in der Lage sind, sowas auf die Beine zu stellen und statt dessen Links kaufen wollen. Dabei ist es so viel einfacher, etwas Herz und Seele zu geben.


Spacebook für die !Elite

15. Januar 2008. Permalink

Warum "soziale" Netzwerke so beliebt sind? Wer bei Google oder Yahoo gefunden werden will, muss entweder ungewöhnliche Vor- und Nachnamen haben, oder wichtig sein. Bei Myspace, Facebook und wie sie alle heissen hilft eine nur auf Namenskombinationen ausgelegte Suche, dass [fast] jeder dort Angemeldete auf Anhieb gefunden wird.

Sensationismus über Alles

Erstaunlich, wie gar selbsternannte Pro's grobe moralische Schnitzer begehen können, nur um ein Schlagzeilen zu machen.


Wikia Search Qualität

14. Januar 2008. Permalink

Wie immer kann Seth Finkelstein die Wikia Search Probleme auf einen Satz reduzieren: "Wenn eine Suchmaschine für irgendetwas nützlich sein soll, muss jedes Detail wenigstens eine gewisse Mindestqualität aufweisen."

Wie Gross is Gross?

Wie Gross Gross wirklich ist, sehen Sie, wenn Sie sich die hier genannten Zahlen vergegenwärtigen.

An sich selbst glauben

Manchmal ist es besser, wenn man nicht an die eigene PR glaubt: Anscheinend "macht Beacon Facebook weniger kommerziell." Tatsächlich?


Wie die Zeit vergeht

11. Januar 2008. Permalink

Donald Knuth wurde gestern 70. Alles gute an den Mann, der Typografie mit Kästen und Klebstoff erfand, damit seine Computer Science Bücher vernünftig gesetzt werden konnten.


Web Zwo Null-Bastelhilfe

10. Januar 2008. Permalink

Ein Werkzeug für Webseiten-Konstrukteure, das nichts mit JavaScript, Ruby, Rails, Sozial, Pastellfarben oder Runden Ecken zu tun hat. Statt dessen wird hier Fundamentales behandelt.


Sichere Delegation

9. Januar 2008. Permalink

Auf vielen Sites kann man heute lesen, diese seien, wie eine offenbar alleswissende Autorität bescheinigt, "Hacker Safe". Abgesehen von der Tatsache, dass eine solche Behauptung Unsinn ist - diese müsste den gesamten Code, der auf dem Server läuft, ständig prüfen - ist erkennbar, dass die Sache auf die abzielt, die's nicht besser wissen oder denen es egal ist. Solange Sie nicht wissen, dass der laufende Code korrekt ist und der Server selbst abgeschottet ist, behaupten nur Naive, eine Site wäre sicher.

Davon abgesehen: die meisten Zeitgenossen können immer noch nicht zwischen Hacker und Cracker unterscheiden, was der Grund ist, dass so alberne Quasidienstleistungen ihre Abnehmer finden. Erinnert mich sehr an Hände waschen.

Soziale Redefinierung

Inhalte schaffen, statt zu konsumieren, und mit Menschen engagieren statt sie zu bestaunen, das ist alles, was man heute für die "soziale Akzeptanz" benötigt. Sprache lebt offenbar.

Fiktion

Vieles, was auf dem Web veröffentlicht wird, ist nicht mehr als Fiktion, auch wenn die Ehrlichkeits-Prüfung oft dagegen spricht. Protagonize widmet sich einer [für mich] neuen Art von Fiktion.


Dell gegen Domain-Verbrenner

8. Januar 2008. Permalink

Ursächlich geht es um Trademarks, unfaire Geschäftspraktiken usw. Eigentlich hätte man aber erwartet, dass I-CANN oder Verisign den Angeklagten auf die Finger klopfen oder zumindest dafür sorgen, dass diese nicht übertreiben. 1.8 Millionen Domain-Namen sind schliesslich kein Pappenstiel, auch wenn die korrupte Praxis des Domain-Probierens [Tasting] zum Missbrauch geradezu auffordert.

Identitätmissbrauchshilfe

Verglichen mit Facebook, Myspace und anderen, eher auf den niedrigsten gemeinen Nenner abzielenden "sozialen" Netzwerke macht Bigsight einen regelrecht professionellen Eindruck - möglicherweise, weil man hier weniger Wert auf gewisse Kreise legt, die Vertrauliches dort ablegen sollen.


Neu Gebooted

7. Januar 2008. Permalink

Netscape wurde sich selbst überlassen, d.h. wird vom jetzigen Eigentümer nicht mehr unterstützt, konnte man über die Feiertage lesen. Nostalgie verleitete mich, eine sehr alte Version Linux unter Qemu zu starten, um zu sehen, wie Netscape damals aussah.

Was mich wiederum neugierig machte, wie Mosaic noch früher, zur Zeit der Version 2.7, aussah.

Leider versagt Mosaic kläglich bei den meisten modernen Seiten, da u.a. die HTTP Header-Angabe Content-Type: text/html; charset=ISO-8859-1. nicht verstanden wird. Ich fand aber eine Seite, die Mosaic laden konnte, wenn auch gerade so:

Mobiles Web

Eine Möglichkeit, den Aufwand des Designs für mobile webfähige Geräte zu vermeiden, ist das iPhone und andere webfähige Gadgets völlig zu ignorieren und Google das Problem zu überlassen. Google greift Ihnen - jetzt schon und ungefragt - unter die Arme, wenn Ihre Seiten nicht speziellen Code für Handhelds enthalten und jemand mit einem solchen Gerät sucht.

Es gibt aber bessere Möglichkeiten, wenn man eine der eigenen Seiten durch Google modifiziert und eine der Alternativen gesehen hat.

Kein Kommentar

Steven Heller erklärt, warum Blog Kommentare, Forum-Einträge und viele andere Stimmen auf dem Web nicht mehr als Lärm sind, der in einer Welt, in der jeder für seine Handlungen verantwortlich war, nie und von niemandem toleriert wurde:

http://www.designobserver.comärchives/030925.html

Spam-Wellen

Wers nicht weiss, kann jetzt detailliert lesen, warum und wie neue Seiten kurzfristig ein besseres Ranking erhalten, und wie die seit Langem geltende Beobachtung von Manchen rückhaltslos ausgenutzt wird.

Google-Zahlen

Vor vielen, vielen Jahren erwähnte ich mal, dass Google-Anwender nicht dem typischen Shopping-Klischee entsprechen. Im Dez. veröffentlichte Zahlen zeigen, dass Googles Froogle Produkte Shopping-Suche im letzten Jahr 73% weniger Besucher hatte, als im Vorjahr.

Wie Mutig

Wikia Search ist online. Im Moment jedenfalls. Wenn Sie zehn Jahre zurückdenken, als AltaVista den Suchmarkt beherrschte, hätte sich keine der zweit- und drittrangigen, untergegangenen und längst vergessenen Suchmaschinen gewagt, mit einem Datenbestand wie Wikia heute an die Öffentlichkeit zu gehen. Glaubt Jimbo tatsächlich, dass es genug wohlwollende Freiwillige gibt, die den Kampf gegen die Spammer aufnehmen und austragen?

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