Mit der Überschrift Online-Routenplaner und -Telefonbuch verbiegen Browser-Startseite weist Heise auf ein Problem hin, das anscheinend moderne Displays mit einer Krümmung versieht, wenn man bestimmte Webseiten besucht. Ist das, weil der Schreiberling - wie so oft heute - keinen blassen Schimmer von dem hat, das er da beschreibt. Oder will er vermeiden, seine Zielgruppe zu erhellen und vor Schaden zu schützen? Sonst geht ihm ja schliesslich der Schreibstoff aus.
http://www.heise.de/newsticker/meldung/104231
Google Hacking macht wieder die Runde, mit allen möglichen mysteriösen oder gelegentlich auch attraktiven Attributen versehen geistert wieder die Story vom bösen Hacker durchs Interweb, der Dinge über Google findet, die viele lieber nicht ans Tageslicht gebracht haben wollen. Warum sie solche Dinge dann ungeschützt auf einen Webserver legen und auch noch verlinken [bzw so auf dem Server ablegen, dass dieser automatisch verlinkt], ist schleierhaft.
Gestern erwähnte ich, dass Yahoo vorhat, ein API zu bieten, mit dem man die Präsentation [aber nicht die Rangfolge] der Suchergebnisse beeinflussen kann. Wenn Sie sehen wollen, wie das aussehen könnte, wird Sie Matt Cutts Posting, in dem er erklärt wie man neue Features in die Google-Ergebnisse bringt interessieren.
Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht irgendeine neue Google-Leistung, die "kostenlos" benutzt werden kann, bekannt wird. Die meisten setzen aber ein "Google Account" voraus. Ich bin mir nicht sicher, ob es heute noch vertretbar ist, wenn Google einem bei jeder Gelegenheit über die Schulter blickt, und so mehr und mehr und so ziemlich alles über Sie als individuelle und identifizierbare Person lernt.
Yahoo ist immer noch kreativ tätig. Soeben stellt man die Digg-Imitation buzz vor. Und in Kürze folgt das API, das Firmen erlaubt, die Suchergebnisse anzureichern, z.B. durch Grafik oder der Firmenleitung angenehme Formulierungen. Was das API nicht erlauben wird, ist das Entfernen von Information, oder die Beeinflussung der Ergebnis-Rangfolgen. Eigenartigerweise hat Yahoo nie akzeptiert, dass es der Informations-Überfluss auf den Seiten ist, der Anwender dazu verleitet, schlichtere Destinationen zu bevorzugen.
In einem langen aber nicht uninteressanten [englischsprachigen] Artikel, der sich mit den fallenden Preisen für Verarbeitung, Speicherung und Bandbreite befasst, behauptet Chris Anderson, im Hauptberuf Wired-Herausgeber, dass diese drei Faktoren die Wirtschaft auf den Kopf stellen werden, obwohl er eigentlich nichts anderes macht, als eine der ältesten Internet-Regeln aufzuwärmen: bieten Sie der Zielgruppe etwas Attraktives und lassen Sie sich durch Werbung finanzieren. Aber weil der Artikel mit Wörtern wie Freeconomics und Zwischenüberschriften wie Verschwenden und nochmals verschwenden oder Die Ökononie des Überflusses gespickt ist, wird er eine Menge Links anziehen und damit den Appetit für Andersons nächstes Buch, "Free" [kostenlos] wecken.
Seth Schoen warnt, dass Adobe DRM durch Verschlüsselung in die nächste Version der Anwendungen für die Erstellung, Distribution und das Abspielen von Flash Inhalten einbaut, und das jetzt, nachdem Sites wie YouTube dafür gesorgt haben, dass Flash zum de facto Standard für online Video wurde. Pläne der grossen Content-Eigentümer wie die BBC, online Video zu liefern, solange es DRM-Schutz gibt, sind sicherlich ein Teil der Gleichung, da die Kosten der von Adobe gelieferten Serversoftware die verschobenen Datenmengen berücksichtigen. DRM wird Kopieren nicht verhindern, aber es gibt den Rechteinhabern legale Munition.
Es sieht so aus, als ob man sich langsam ernsthafte Gedanken um die Sicherheit von sog. Web 2.0-Sites wie Facebook oder MySpace macht. Das eigentliche Problem ist aber, das "die meisten Firmen kaum adequate Sicherheit für ihre Web 1.0-Präsenzen" haben.
Wer heute bei Yahoo nach pirate bay oder piratebay sucht, findet www.piratebay.org auf dem ersten Platz. Das ist eine Domain, die auf die echte The Pirate Bay Site weiterleitet.
Googles Webmastercentral Blog hat eine Liste von Postings und Hilfen für Webmaster, die, so Google, gelesen werden sollten. Das erste erklärt, wie man die IP des Googlebots verifiziert.

Die Suchanfragen pirate bay und piratebay liefern kein Ergebnis mehr mit einem direkten Link auf die Site bei Yahoo. Die Seiten sind aber derzeit noch im Yahoo-Datenbestand, wie der Screenshot zeigt. Frage ist, wird die Suche bei Yahoo gefiltert, und wen will man damit beeindrucken?
Durch Arbeiten an einer sehr einfach gehaltenen HTML & CSS Site, die in allen Browsers ausser den von Microsoft gelieferten identisch aussieht, bin ich zum Schluss gekommen, dass nicht immer, wenn Microsoft-Produkte von etablierten und formell verabschiedeten Standards abweichen, Bösartigkeit oder das Streben nach Marktdominanz im Spiel sein muss.
Denn selbst Microsoft mit all seinen Ressourcen ist nicht in der Lage, Inhalt und Rangfolge von list items vorherzusagen oder zu wissen, wie Textlänge den Zeilenumbruch beim Seitenerstellen beeinflusst. Wenn es nicht Bösartigkeit ist, dann kan es andererseits nur unvorstellbare Inkompetenz sein.
Google liefert soeben einen Zwischenbereicht über Online-Sicherheit, wobei man erklärt, dass eine Menge an Schädlingen durch einfache drive-by downloads installiert werden. Während erfahrene Anwender nicht verstehen können, dass die anderen nicht einmal wissen, dass man Browser-Einstellungen verändern und damit die Gefahren des Surfens vermeiden kann, haben Slashdot-Leser zwei Aspekte hervorheben können:
The WWW and HTML was never meant to be something that runs active code on the client. Period. Most of us realise there is no way this problem can ever be solved without revising exactly what a browser is supposed to be, as long as browsers will run code instead of interpreting data there will always be malicious sites set up to exploit this.
Und dann weist jemand darauf hin, dass Googles Ausführungen auch einen Seitenhieb enthalten:
The underlying problem is that advertising space is often syndicated to other parties who are not known to the web site owner.
Weil viele Content Management Systeme sich an das "Management" richten, sieht man in vielen Problem-Diskussionen die Empfehlung, durch Ausführung des Befehls chmod 777 die Handhabung beider zu vereinfachen. Die Vereinfachung betrifft dummerweise auch Leute, von denen man noch nie gehört hat, da ein Zugriffsrecht, bei dem "jeder alles" darf, Grund dafür ist, dass man immer wieder von missbrauchten CMS lesen kann. Auch wenn man ein entsprechendes Beispiel bei Wikipedia finden kann, hilft das nicht darüber hinweg, dass diese Rechte-Einstellung grob fahrlässig ist.
Manchmal ist die Lösung echter Probleme überraschend einfach. Man braucht nur die Veröffentlichung unerwünschten Verhaltens ganz einfach verbieten.
Die nächste Version des Google Toolbar wird, wie Microsofts IE, Server-Meldungen mit Status 404 abfangen, wenn diese weniger als 512 Bytes lang sind. Dabei werden dann hoffentlich sinnvolle Alternativ-Links geboten. Das Ganze kann in der Toolbar-Konfiguration eingestellt werden, ähnlich wie IE-Anwender, die schonmal die Browser-Einstellungen gesehen haben, diese dem eigenen Geschmack und Sicherheitsbedürfnis anpassen können.
Manchmal würde mich ja schon interessieren, was Amazon verleitet, bestimmte Empfehlungen auszusprechen. Ist es das schleppende Tempo, der Ballast, die Würmer - auch als Weevil bekannt, die Überraschungsnatur der Elemente, oder was sonst? Und ja, ich habe Hornblower in the West Indies im Regal. Habe ich online gekauft, bei einem Laden namens Amazon. Sollte man dort eigentlich wissen.

Um genau so sein, geht es um die eier-legende Wolfmilchsau, da man jetzt weiss, dass gerade mal 6% aller Online-Nutzer für 50% aller Klicks verantwortlich sind. Da Klicken und Markenbewusstsein gemäss der Erhebung ebenfalls in keinem Zusammenhang stehen, gehe ich mal davon aus, dass es zukünftig reicht, wenn Online-Werbung im Filter landet, um als rentable Massnahme verkauft werden zu können.
Philip Greenspun belegt in Zahlen, warum Microsoft dringend auf Yahoo angewiesen ist. "The interesting question is why a company that claims to know how to program would pay anything for Yahoo, much less a P/E ratio of more than 60.". Eben.
Diese Abbildung zeigt wahrscheinlich deutlicher als jede andere die Funktionsweise des Windows Firewalls.
Was man auf dem Web zum Thema Suchmaschinen lesen kann, ist entweder gesunder Menschenverstand, gestandene IR-Theorie, oder - was auf den Löwenanteil zutrifft - Spekulation und Verschwörungstheorie. Hier haben Sie 8 Theorien mit einem Klick.
Die meisten normalen Sites gehen hoffnungslos in die Knie, wenn sie von der News-Site Slashdot verlinkt werden, weil die Zugriffszahlen zuviel für gewöhnliche Server sind, solange der Link auf der "/."-Startseite ist.
Das W3C hat jeden Tag 600 mal soviel an unnötigen Abrufen, nur weil Leute nicht lesen können oder wollen. Völlig sinnlose Zugriffe, fast immer ausgelöst durch Robots oder Spider, die von Leuten programmiert oder eingesetzt werden, die man eigentlich nicht in die Nähe einer Tastatur lassen dürfte.
Selbst heute, zweieinhalb Jahre nachdem ich meinen RSS Feed wegen unnötig häufigen Zugriffen eingestellt habe, gibt es immer noch sogenannte Newsreader, inkl. Googles Feedfetcher, die alle paar Minuten versuchen, eine nicht mehr existierende Ressource zu benutzen. Status- und Fehlermeldungen werden offenbar nur von der wirklichen Elite verstanden.

Eine Menge Spekulation gibt es um Yahoo bzw Microsofts Absicht, das leicht ziellose Urgestein des Webs zu übernehmen. Jetzt sagt Ballmer, dass bei einer Übernahme durch Microsoft die Marke Yahoo erhalten bleiben wird und MSN wahrscheinlich geopfert werden wird. Ballmer sagt auch, dass Linux-Anwender Diebe sind. Oder dass Microsoft Patente auf Dinge hat, die von Open Source Anwendungen widerrechtlich genutzt werden. Im Grunde genommen sagt der Mann viel, wenn der Tag lang genug ist.
Beängstigend, was es abseits der grossen Verkehrsströme alles gibt.
Amazons Suchfunktion war nie besonders intelligent. Sie produziert akzeptable Ergebnisse, wenn eine Suchanfrage aus dem Bestand lieferbarer Titel mit absoluter Sicherheit befriedigt werden kann und es viele treffende Ergebnisse gibt. Aber wer sich geringfügig vertippt, den Namen eines Autors nicht genau kennt, oder wenn ein Autor nur sehr wenige Titel veröffentlicht hat, wirds schwieriger, weil Amazons Suche Wortfolgen ignoriert und Wortabstände nicht kennt.
Jetzt wurde die Suche offenbar verändert. Am Ende der Liste der Titel, die Amazon als Treffer betrachtet, präsentiert man jetzt bei der Suche nach den Werken eines Autors Bücher von Verfassern "ähnlicher" Titel. Keine schlechte Idee, wenn der Anfang der Liste das Gewünschte enthält. Aber nicht ganz überzeugend, wenn kein einziger richtiger Treffer geboten werden kann.
Microsofts Plan zur Yahoo-Übernahme werden nicht überall begrüsst. Flickr-Anwender - Flickr gehört zu Yahoo - machen sich durch Veröffentlichung recht kreativer Abbildungen Luft.
Wie schwierig es für die meisten Menschen ist, über YouTube "virales Marketing" zu betreiben, steht bei Googlified. Dort finden Sie auch einen Link zu einer Schritt-für-Schritt Anleitung für Hartnäckige.
Es ist kaum zu übersehen. Microsoft will Yahoo haben - um jeden Preis - weil Microsoft nicht hinnehmen will, dass man Google nicht so behandeln kann, wie Microsoft normalerweise interessante Firmen behandelt. Wenn der Deal durchgeht, ist das wohl für alle Beteiligten das Beste. Microsoft wird geschwächt, Yahoo kann Microsoft die Schuld zukünftiger Probleme anlasten, und bei Google bleibt alles wie bisher. Um die Notwendigkeit der Übernahme zu untermauern, hat jemand sich sogar die Mühe gemacht, eine Liste der [nicht eingehaltenen] Versprechen der letzten paar Jahre zu erstellen.
Das amerikanische Patentamt hat Amazons A9 ein Patent erteilt, das ein umständliches Verfahren schützt, wie man Besucher möglicherweise für einen oder zwei Klicks länger an die Kette legt. Es gibt zwar jede Menge Prior Art, und zwar ohne das hier die Differenzierung ermöglichende Plugin auf dem Client, aber das stört wohl nicht.
http://www.heise.de/newsticker/meldung/102795
Googles Marissa Meyer deutet in einem Interview an, dass man daran denkt, über Gmail oder fremde Dienste Ihre "Freunde" zu identifizieren. Sicherlich nicht, um Ihnen das Wiederfinden zu erleichtern.
http://venturebeat.com/2008/01/31/googles-marissa-mayer-social-search-is-the-future/
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