Niemand weiss, wieviele Leute irgendwann die sozialen Netze verfluchen werden. Oder wenigstens das, was manche Leute dort so freiwillig hinterlassen.
Wer im Glashaus sitzt, sollte mit Steinen sorgfältig umgehen, weil es sonst passieren kann, dass man dabei erwischt wird, dass man nicht besser ist, als die Leute, denen man Unrechtes unterstellt. Zumindest, wenn die französische Quelle, auf die sich Intern.de beruft, korrekt ist.
Google experimentiert jetzt mit Video-Werbung in den Ergebnisseiten zwischen den rechts plazierten Adwords. Angenehme Überraschung: die Videos werden erst sichtbar, wenn man einen entsprechenden Link ["Watch testimonial" z.B.] anklickt. Und der ist nur da, wenn man JavaScript im Browser toleriert.
http://googlesystem.blogspot.com/2008/03/google-tests-video-ads-alongside-search.html
Google weiss offenbar immer noch, dass schnelle Seitenlieferung genauso lebenswichtig ist, wie gute Ergebnisse.
Nicht wenige Marketing-Experten sind sauer auf Google wegen der Neuerung, bei der ein zweiter Suchschlitz direkt unter dem ersten Suchergebnis erscheint, wenn dieses zu einer grossen bzw weitbekannten Marken- oder Firmensite führt. Die Leute reagieren wahrscheinlich deshalb sauer, weil plötzlich Realität und Erwartungen oder Weltbilder erkennbar nicht übereinstimmen, obwohl die jetzt bemängelte Suchmöglichkeit natürlich seit Jahren existiert. Zugegeben, zwischen Anklicken eines Formularknopfes und Hinzufügung des site:domainname Parameters ist schon ein Unterschied. Die erste Möglichkeit kann von jedem, inkl. Marketing-Experten benutzt werden. Während die zweite voraussetzt, dass man Googles Syntax-Beschreibung lesen kann. D.h. wenn man weiss, wo man sie duch einen Klick abruft.
Das passiert, wenn man im rohen Datenbestand mit boolscher Logik sucht, ohne einzugrenzen:
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Firefox und SeaMonkey wurden soeben repariert.
http://www.mozilla.com/
Wieder ein Beispiel, warum man manche Sachen absolut nicht delegieren kann. Vor allem nicht, wenn es sich um kostenlose vertrags- und rechtslose Nutzung von Offerten Dritter handelt, die jederzeit entzogen werden können. Und wurden.
In den letzten Tagen wurden per "Fernsteuerung", die durch Fehler in der Forumsoftware phpBB ermöglicht werden, ungefähr 200,000 Seiten auf dem Web von aussen "modifiziert". Wenn Sie phpBB einsetzen, sollten Sie vielleicht mal nach dem Rechten schauen.
Yahoo hat offenbar noch Probleme mit der Semantik. So wie manche Anwender Probleme mit dem Gesunden Menschenverstand haben. Beziehungsweise des Mangels daran.
Im Gepäck von Doubleclick übernahm Google u.a. auch die Firma Performics, die sich mit SEO befasst. Dadurch entsteht natürlich bei Google ein Interessenkonflikt, den man längst erkannt und noch schneller verhindert haben sollte. Die offizielle Stellungnahme zeigt, dass bei Google noch nicht jeder erwachsen ist. Und dann gibt es eine sehr lange Ausführung zum Thema von Danny Sullivan, der fast schon verärgert scheint.

Und hier sehen wir wieder einmal, dass der Handel mit Links nicht erwünscht ist.
Yahoo beschreibt ein neues "Search Open Ecosystem" mit einer ungewöhnlichen Wortfolge, sowie die jetzt mögliche Unterstützung des Systems für diverse semantische Standards und die Hoffnung, dass mehr Sites dazu übergehen, semantische Information in RDF oder Microformat-Dateien verpacken. Was Yahoo nicht erklärt, und was ich nicht verstehe, ist warum derart verpackte Informationen eines Site-Betreibers glaubwürdiger sein sollen, als das, was bisher in META-Tags hineingelogen wird.
http://www.heise.de/newsticker/meldung/105059
Die Sache entwickelt sich zu einer Farce, die mindestens so peinlich ist, wie das Live-TV Interview eines Taxi-Fahrers, der als "internet Experte" herhalten musste. Die BBC nennt Anwender, die ihre Versuche der Vernebelung durchschauen, jetzt "Hacker". Hintergrund:
Mit einem sogenannten Iplayer ['i' vor dem Namen ist immer cool] kann man als Windows-Anwender verschiedene TV-Sendungen empfangen, aufgrund von DRM-Schutz aber, so heisst es, nicht speichern oder weitergeben. Da das Apple Iphone Schlagzeilen macht, will man bei der BBC natürlich dabei sein. Mangels geeigneter proprietärer Technologien entschied man sich dazu, Daten ans Iphone ohne DRM-Einschränkung zu liefern, die Tatsache aber zu verheimlichen. Um sicherzustellen, dass es sich beim Anforderer eines Datenstroms "tatsächlich" um einen Iphone-Anwender handelt, wurde die User-agent Kennzeichnung gelesen - die man in Opera und anderen Browsern in der Konfiguration beliebig einstellen kann.
Es hat natürlich nicht lange gedauert, bis sich die Naivität herumsprach. Gestern verkündete die BBC daher die nächste Eskalation, d.h. einen angeblichen "Fix für den Iplayer-Hack" [wobei das Wort "Hacker" mehrmals im Artikel erscheint], anstatt einfach zu sagen, "wir sind hier dummerweise ahnungslos".
Boing Boing berichtet heute früh, dass der Fix nicht mehr als die Beachtung der Reihenfolge der HTTP Request-Elemente ist, um sicherzustellen, dass Requests nur von echten Iphones kommen, oder von Leuten, die Ihre Request-Header anpassen.
Fast alle der 17 Tips, wie man Blogger dazu kriegt, über einen zu schreiben, sind Grundvoraussetzung. Die meisten sind für die, die das Web leben, natürlich offensichtlich. Trotzdem habe ich einen Grund mehr gefunden, von Flash abzuraten.
Fremdgesteuerte FTP-Kommandos durch Lücke im Internet Explorer, sowas nenne ich kreativ.
http://www.heise.de/newsticker/meldung/104918
Links ist das ganze Wasser. Recht die ganze Luft. Und das ist alles, was wir haben.
Das hier ist wohl die am weitesten um den Brei herumgeschriebene Seite zum Thema "User-Eingabe muss vor Anwendung gesäubert werden", ohne irgendetwas Spezifisches zu sagen. Und weil die Sache offenbar eilt, wird alles so berichtet, dass dem Leser die Luft ausgehen muss.
Sie wissen, dass Google vor einiger Zeit Postini gekauft hat. Jetzt wird die Sache als ein weiteres Pflaster für's Abschieben der Verantwortung positioniert: "Companies can lower the cost of deploying anti-spam and anti-malware software to offload the burden and cost of keeping the defenses updated, Swidler said. He also wrote that all applications launched from a Web browser must be updated to current patch levels."
Ich glaube, dass es heutzutage sicherer ist, wenn keine Anwendung im Browser gestartet wird. Was auf Ihrem Desktop passiert, sollten Sie nicht Wildfremden überlassen.
Leute in den Medien stehen offenbar unter Zeitdruck. Deshalb sieht man schon mal Leute mit zu vielen Händen oder Fingern, ohne Bauchnabel, oder ohne Ritze zwischen den Backen. Photoshop Disasters hat eine schöne Sammlung.
Obwohl der "Ton" auf dem Web eine gewisse Tendenz zum Vulgären entwickelt hat, stösst man manchmal auf handerlesene Perlen, wie diese: "That's the difference bewteen SMTP actually working and a sock puppet raising venture capital." rs79 in einer ./ Discussion, warum das Web selbst verursachtes Abschalten riskiert, wenn es in den Händen derer verbleibt, die es derzeit beeinflussen.
Das grösste Ärgernis beim Entwickeln eines Designs, das mit Geckos Rendering Engine [wie in Seamonkey, Firefox, Camino und anderen eingesetzt] geprüft wird, ist das ständige Entdecken immer wieder neuer Dinge, die von anderen Browsern einfach nicht beherrscht werden. Es ist wohl allseits bekannt, dass Microsofts IE mit generated content überhaupt nichts anfangen kann. Dass aber auch Safari und Konqueror das nicht immer richtig hinkriegen, ist schon irritierend.
Wieder ein Grund, warum ich glaube, dass Online-Anwendungen nicht die Zukunft sind, wenn man seine Daten schätzt.
Ask, die in Europa kaum noch bekannte Suchmaschine, früher auf den Namen Ask Jeeves hörend, hat beschlossen, nicht mehr zu versuchen, Google aufzuholen. Statt dessen will man sich jetzt ganz auf das genau definierte Zielgruppen-Segment verheiratete Frauen konzentrieren. Forrester Research Analytikerin Charlene Li nennt die Entscheidung "raffiniert". Dann wird das schon in Ordnung gehen.
http://news.yahoo.com/s/ap/20080305/ap_on_hi_te/ask_makeover
Nachdem Microsoft drohte, dass der irgendwann auszuliefernde IE 8.0 wieder einen neuen Mechanismus erfordern würde, um Seiten standardgemäss darzustellen, heisst es jetzt, dass man sich die Sache überlegt hat und. Man will, wie normale Browser auch, ohne auskommen. Zeldman spricht dafür Lob aus. Ich bin mir nicht sicher, ob die's nicht nur nochmal versuchen wollten.

Ich mag Apple Kit. Ich benutze normalerweise nur Linux. Nur für statische und bewegte Pixel, d.h. Grafik und Video, habe ich einen Apple Laptop, auf dem Foto gerade sichtbar. Ich nutze dabei längst nicht alle Möglichkeiten, wie z.B. Iphoto, da ich prinzipiell keine proprietären Dateiformate einsetze. Alles, was hier passiert, ist in offenen und dokumentierten Dateiformaten gespeichert. Die Daten gehören nämlich mir.
http://earthlingsoft.net/ssp/blog/2008/03/x5_time_machine
Am 11. Februar erwähnte ich, dass zweieinhalb Jahre, nachdem ich meinen RSS-Feed eingestellt hatte, dieser immer noch alle paar Minuten abgefragt wird, weil sehr viel Software heute sehr schludrig zusammengeschustert wird statt Fehlermeldungen zu beachten. Googles Feedfetcher stellte die Abfragen ein paar Stunden später ein. Soweit so gut.
Vielleicht kann, wer immer hier mitliesst, ein anderes Google-Problem angehen. Gestern fiel mir auf, dass die filetype: Funktion launisch ist, wenn sie das tun soll, was ich vermute und durch einen Blick auf die Google-Hilfe verifizierte [wenn sie eigentlich etwas anderes tun soll, hätte ich sie nicht filetype: getauft].
Also. Google sagt ausdrücklich, "Wollen Sie nach Dokumenten eines bestimmten Formats suchen, können Sie einfach das Dateiformat mit "filetype:[Erweiterung]" zu Ihren Suchbegriffen im Suchfeld hinzufügen."
Das versagt allerdings, wenn eine URL nicht mit dem gesuchten filetype: endet, weil zum Beispiel sog. name=value Parameter darangehängt wurden, wie zum Beispiel: site.tld/file.pdf?sessioncode=string.
Die Chose versagt auch, wenn ich die Anfrage invertiere. Die Suche aller Dateitypen, die ausdrücklich nicht HTML sind, sollte keine Fundstellen nennen, die als HTML geliefert werden, auch wenn eine URL nicht ausdrücklich in .html endet. Was u.a. auf viele Startseiten zutrifft.
Wenn andererseits der Dateityp aufgrund einer URL unterstellt statt aufgrund des Dateiinhalts ermittelt wird, hätte man das Ding URL-Endung und nicht filetype nennen sollen.
Bei Slashdot kann man heute lesen, dass Professoren am Hunter College die Ethik eines durch einen Interessenverband finanzierten Kurs diskutieren. Dieser soll eine Klasse beauftragen, einen Studenten zu fälschen [erfinden], der in einem Blog andere [echte] Studenten davor warnt, gefälschte Produkte zu kaufen.
Oder, wie ein Poster feststellt: "Cooperate sponsored fraud in order to deter legal purchases of questionable knock-off products."
Manchmal scheint Cloaking die einzige Möglichkeit zu sein, wie man Anwender auf die eigene Site lotst, und es sieht ganz so aus, als ob Google entweder darauf reinfällt oder toleriert, wie die Experts Exchange Ergebnisse in Google zu haben scheint, die nicht da sind, wenn man darauf klickt.
Erfahrene Anwender rufen sich flugs die Google Cache-Kopie auf den Bildschirm, um zu sehen, wieso Google Texthappen in den Ergebnissen zeigen kann, die in der im Browser gelieferten Seite durch Schablonen-Text [verdeutscht: "Alle Kommentare und Lösungen können nur von zahlenden Mitgliedern eingesehen werden"] ersetzt wurden.
Wer weiss, dass Google das Austauschen von Informationen nicht tolerieren kann, analysiert die Seiten etwas genauer und findet die Lösung dort, wo sie nicht erwartet wird, nämlich im Anschluss an die in der Browser-gelieferten Seite eingefügten lange Liste der Kauf-Aufforderungen. Die kann man jetzt natürlich ignorieren.
Manche Leute achten aufs Detail. Auf jedes einzelne. Wie zum Beispiel das Apostroph. Oder das klein geschriebene l.
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