Jetzt ist es quasi-amtlich. Web 2.0 ist - war - nicht mehr als Hype, eine rhetorische Blase, ohne technische Spezifikation, ohne Basis, und vertreten ausschliesslich durch Leute, die sich immer wieder als Hyperventilierer erweisen.
Google bietet jetzt die Möglichkeit, über evtl. Versäuchungen, Infizierungen und sonstige Ungeziefer-Probleme einer Site eine Zusammenfassung abzurufen. Syntax: http://www.google.com/safebrowsing/diagnostic?site=domainname wie hier gezeigt.
Die Welt hat Angst vor Identitätsdiebstahl. Und Verantwortliche und Betroffene sind so nachlässig, wie noch nie. Allein heute haben wir:
Manche Firmen haben Schwierigkeiten, Sicherheit überhaupt zu verstehen. Wer das bemängelt, ist flugs seinen Job los.

Matt Cutts zeigt anhand eines Beispiels wie man mit Google Subscribed Links innerhalb weniger Minuten die eigenen Suchergebnisse so modifiziert, dass ein Link, der für eine vorgegebene Liste von Suchbegriffen erscheinen soll, immer dann erscheint, wenn man einen der vorgegebenen Begriffe in den Suchschlitz fügt. Das ist schon fast so, als ob man direkt zu der Site geht, die in den eigenen Ergebnissen erscheinen soll, nur nicht ganz so einfach.
Glaubt man Alexa, dann ist Facebook die siebtpopulärste Site auf dem Web. Xssed zeigt eine neue Cross Site Scripting-Lücke [XSS], die 70 Millionen Facebook-Anwender gefährdete. Aber wofür hat man Freunde?
Microsoft hätte wirklich gerne, wenn die Suche bei Live.com von jemand benutzt würde. Man ist sogar bereit, wieder mal dafür zu bezahlen.
Wenn Relevanz wichtig wäre, würde es manche Suchmaschinen nicht geben. Was zählt, sind Zahlen. Harte Zahlen. Hier sind ein paar, die ich soeben entdeckt habe:
| Suchbegriff | Yahoo | Microsoft Live | |
| Error 404 | 2,360,000 | 45,100,000 | 15,300,000 |
| Linux | 517,000,000 | 1,120,000,000 | 306,000,000 |
In einem längeren [englischsprachigen] Artikel schreibt Udi Manber recht interessant über die Technologie des Google-Ranking. Natürlich werden keine Geheimnisse gelüftet. Aber es hilft vielleicht, zu verstehen, dass Ranking nicht eine Ansammlung von HTML-Tags oder gekauften Links ist.
Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet Googles Gründer sich für besseren Datenschutz einsetzen.
Jeder weiss, dass es schneller ist, bei Google Images zu suchen, als darauf zu warten, dass Apple ein Produkt-Foto schickt. Aber es ist vorteilhaft, wenn man weiss, was man sucht.
Mark Cuban, jemand der offenbar mehr Geld als Verstand hat, schlägt allen Ernstes vor, die 100,000 wichtigsten Sites des Web dafür zu bezahlen, dass sie Google per robots.txt sperren und die Inhalte so nachrangigen Suchmaschinen quasi-exklusiv überlassen.
Wird natürlich nicht passieren. Wie jeder weiss, wird Microsoft als "evil" angesehen. Aus dem Grund schlug Maciej Ceglowski 2003 in seinem damaligen Idlewords Blog vor, Microsoft im robots.txt zu sperren, um Microsoft gute Inhalte vorzuenthalten.
Die Aktion generierte sofortige publizistische Unterstützung, Lob, Bestätigung, aber nur wenige geänderte robots.txt Files. Site-Betreiber können sich mit der Idee, auch nur auf einen Besucher zu verzichten, nicht anfreunden - auch wenn viele wissen, dass Besucher von MSN selten wirklich qualifizierte Besucher sind und etwas völlig themenfremdes gesucht haben.
Die von Cuban vorgeschlagenen $1,000 interessieren niemand. Nur wenn da eine ganze Reihe Nullen vor dem Komma hinzukommen, könnte die Sache anders aussehen.

Weil Yahoo nur in den ersten Jahren eine wirklich starke Position hatte und längst zum ziellosen, schwerpunktfreien Aktionärs-Spielball wurde, sieht es jetzt so aus, als ob das Ausschlachten beginnt. Vielleicht verfolgt Microsoft gar mehrere Strategien, da man mit Werbung, wie der Screenshot zeigt, offenbar alles an den Mann kriegen kann.

Wie Heise berichtet, scheint es bei Paypal eine Cross Site Scripting-Lücke zu geben. Der Artikel ist etwas unbeholfen formuliert:
"Eine Cross-Site-Scripting-Lücke in Paypals Internetseite zeigt laut Medienberichten jedoch, dass auch EV-SSL nicht vor untergeschobenen Inhalten in einer Webseite schützt."
Offenbar ist der Autor nicht mit der Tatsache vertraut, dass Extended Validation SSL-Zertifikate die Identität des Site-Eigentümers genauer prüft, nicht aber was dieser auf der Site anstellt.
Matt Cutts zeigt das amüsante Beispiel eines Verlinkungs-Willigen, der hofft, sich durch Einsatz einer Grafik, die "nicht genehmen Text" enthält, nicht entdeckt zu werden. Da hat jemand nicht mit seinen Mitbewerbern gerechnet.
Phorm ist eine Werbekrücke, die die Informationsbeschaffung der Anwender durch Schnüffeln der Datenströme beim Provider [der mitverdient] analysiert und angeblich passende Werbung in Seiten einbettet. Wers merkt und damit nicht einverstanden ist, kann
Accesslog-Auswertungen werden dadurch noch wertloser.
Als ich anfing - Mitte der 80er, um genau zu sein - Netzwerke zu nutzen, brauchte man oft recht störrische Kabel, Transceiver und andere Verbindungsmechanismen. Heute braucht man nur die Fähigkeit, Wörter aneinanderreihen zu können.
Ich habe diese Redewendung noch nie gehört. Trifft den Nagel auf den Kopf.
Mit Pauken und Trompeten veröffentlicht Google Google Doctype, eine Javascript Informations- und Codesammlung mit offener Lizenz, die ich nicht gelesen habe, weil, wie Erfahrene wissen, Javascript nie sicher sein kann und ich es daher ablehne [eines von unzähligen Beispielen]. Die Sammlung ist kein statisches Werk sondern soll durch freiwillige Helfer erweitert werden - unbezahlt natürlich. Auf dem Web wird fürs Hand anlegen nicht bezahlt].
Wenn man nichts zu sagen hat, kann man sich das Auftakeln sparen.
PHP wird überholt: ein paar neue Dinge, paar Reparaturen, und Manches wird entfernt. Andere Probleme werden aber nicht adressiert.
Krumme Links kommen überall vor, wo Sicherheit nicht von allen Beteiligten verstanden wird.

Powerset ist eine neue Suchmaschine, die ihre ersten Schritte unternimmt, grosse Pläne und einen nicht so grossen Datenbestand hat. Mir gefällt die in mehreren Pressemeldungen gelesene Redewendung "man indexiert noch nicht das ganze Web".

Was nicht ist, kann noch werden, denn der Datenbestand besteht schon aus zwei Sites: Wikipedia und Freebase. Ergebnisse sind nicht uninteressant, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sehr dadurch beeinflusst, dass man sich auf einen von Menschen gesichteten Korpus an Dokumenten beschränkt. Die entsprechende Google Syntax wäre für die meisten Anwender zu kompliziert. Aber schneller. Sehr viel schneller.

Powerbase hat vor, erfolgreich zu werden. Man schreibt das Wort facts nämlich mit 'z' am Ende, was heute cool ist. Nobody is perfect. Wenn man nach factz sucht, fragt Powerbase, ob man die veraltete Schreibweise meinte.
Eine Kampagne rund um den neuen Kleinwagen aus Italien, ins Leben gerufen von carat in Wiesbaden und Magic Touch in Hamburg, nennt in der Pressemeldung eine URL, die anscheinend einem Domain-Squatter gehört: http://www.500wantsyou.com/.
Zwei Nächte lang haben zwei Geeks angeblich gebraucht, um das zu produzieren. Möglicherweise etwas länger dauerte die Entwicklung des [ersten?] Online Font-Editors. Seit jetzt 25 Jahren produziert Steve Roberts mobile Computing-Systeme, und für Interessierte damit auch Wochenende-Lektüre.
Ich kann mich noch daran erinnern, in 7 Bit ASCII getippt zu haben, bevor irgendwann der Wechsel zu ISO 8859-1 erfolgte. Jetzt meldet Google, wo man seit einiger Zeit intern alles in Unicode verarbeitet, dass man auf Unicode 5.1 umgestellt hat. Nebenbei erwähnt die Meldung auch, dass die Zahl der Seiten mit Unicode seit Dezember die mit ASCII und auch die mit Western European [ISO] Zeichensätzen übertrifft.
Jeder hat irgendwann mal angefangen.

Ich glaube, eine Überschrift von 10680 Zeichen Länge ist übertrieben. Und sieht beschissen aus, wenn's nicht versteckt wird, weil im Browser Javascript ausgeknipst ist.
Nachdem Google Maps verbessert wurden, sieht Google Street View jetzt auch anders.
Google Maps sind erwachsen geworden. Jetzt geht's auch ohne JavaScript.
Selbst wenn Sie Microsofts Internet Exploder nicht als Gebrauchs-Browser nutzen, können Sie nicht darauf verzichten, jedes neue Design - gründlich - damit zu testen. Ich stelle soeben fest, dass MSIE auch <base href=...> anders behandelt als jeder andere Browser, den ich hier habe. Falls die deklarierte Base-Adresse korrekt ist, gibt's keine Probleme. Wenn nicht, dann doch. Aber während die Mehrzahl aller Browser eine nicht korrekt gesetzte Base-Adresse ignoriert, verhält sich der Browser, der von der Mehrzahl der Anwender genutzt wird, anders.
Wenn Sie einem Kunden auf die Füsse treten, kann das im Internet-Zeitalter ganz schön teuer werden. Wenn man obendrein noch erwischt wird, dass man eine negative Beurteilung durch das Versprechen einer Teil-Erstattung "ausbügeln" will, bleibt die Sache kleben.
Peter Gabriels Server wurde am Wochenende beim Provider gestohlen. Netcraft nennt Rednet, eine nicht aktive Marke von Opal Telecoms, Teil der Carphone Warehouse-Gruppe, als Provider.
Erstaunlich, wieviele Menschen immer noch glauben, dass vom Menschen bewertete Suchergebnisse besser sein sollen, als von Maschinen algorithmisch sortierte. Wikia ist bei weitem nicht die erste Suchmaschine, die die Öffentlichkeit zur Bewertung des Datenbestands einspannen möchte. Aber vielleicht wird es der letzte Versuch, weil, wie Seth Finkelstein erklärt, dieser so viel Vorschusslorbeeren erhält, dass etwas Realismus hängenbleibt?
Ein Business Week Artikel begeistert sich für Googles Fähigkeit, starke Ergebnisse trotz der wirtschaftlichen Lage hinzulegen, und dies nur, so der Schreiber, weil Google eine einzige Ideenfabrik ist. Was er übersieht ist die Tatsache, dass nur ein Google-Produkt Geld macht. Alle andere fördern nur den Eindruck, dass Google so cool wie kein zweites Unternehmen ist.
Letzte Woche feierte Camborne Trevithick-Tag. Hier sind noch ein paar Photos, oben links das erste natürlich ein restaurierter "Trevithick", unten rechts ein alter McLaren [wobei ich nicht weiss, ob es der McLaren ist]:








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