So. Jemand hat sich also die Mühe gemacht und gezählt, wieviele Google Services als Beta ausgezeichnet werden. Knapp die Hälfte anscheinend. Für Leute, die annehmen, "Beta" würde "Noch nicht ganz fertig für die Öffentlichkeit" meinen, ist der Prozentanteil ganz schön hoch. Aber wie das im Leben so ist, sollte man nie leichtfertig schlussfolgern.
Wie ein Google-Sprecher - das sind Leute, die für andere sprechen, weil sie die mancherorts geschätzte Fähigkeit besitzen, sich meist unverbindlich und gehaltslos auszudrücken - feststellte:
... We believe beta has a different meaning when applied to applications on the Web...
Was auf andere Wörter auch zutrifft. Während "Google" für Leute, die bei Google arbeiten, wahrscheinlich ein Name ist, verstehen Millionen von Menschen unter googeln etwas ganz anderes.
Der United Airlines Aktienpreis wurde soeben radikal gestutzt, weil Google News eine Wiederveröffentlichung einer Meldung aus dem Jahre 2002 spiderte, in der man lesen konnte, dass United Airlines kurz vor der Pleite stand [die Firma hat sich inzwischen erholt]. Nachdem Google die Veröffentlichung als neue Nachricht verlinkte, wurde sie natürlich unbesehen von allen News-Aggregatoren erfasst und wiedergekäut, um letztendlich von Bloomberg, einem wichtigen US Wirtschaftsdienst, zum News-Flash befördert zu werden. Automatisierte Handelssysteme reagierten und verkauften United Airlines gnadenlos, so dass der Kurs innerhalb eines Tages von $12 auf nur drei zusammensackte [einen Tag später hat sich der Kurs aber wieder auf immerhin $10 erholt].
Für manche Leute ist das Web nicht mehr als ein endloses Spamfest.
Dauert nicht lange, und das Ganze ist so uninteressant wie email ohne Spamschutz. Der oben verlinkte Spam-Tip funktioniert übrigens nicht mehr.
Ich verstehe, warum Microsoft für Vista werben muss. Ich bin dabei, ein Design fertigzustellen und habe wieder einen nicht zu glaubenden Fehler entdeckt. Führt dazu, dass kumulative Fehler ein Dropdown-Menü im IE versagen lassen, je nachdem, welchen Hintergrund ich für die Links setze. Kein Scherz!
Googles Browser ist, so die entsprechenden Veröffentlichungen, eine Open Source Anwendung. Das Folgende steht in der Browser-EULA:
"You may not (and you may not permit anyone else to) copy, modify, create a derivative work of, reverse engineer, decompile or otherwise attempt to extract the source code of the Software or any part thereof, unless this is expressly permitted or required by law, or unless you have been specifically told that you may do so by Google, in writing".
Es gibt aber auch andere Definitionen für Open Source.
Es würde mich nicht überraschen, wenn Sie zum Thema schonmal etwas gelesen haben.
Man fragt sich natürlich, warum alles, was mit dem Browser irgendwohin hochgeladen wird, durch diese Handlung von Googles unwiderruflich, weltweit, für immer und alle Zeiten usw für alle denkbaren und undenkbaren Zwecke genutzt werden darf.
Oder warum es den Browser nur für Windows gibt, obwohl es die dabei eingesetzten Open Source-Komponenten natürlich auch für andere Systeme gibt.
Es gibt aber auch Leute, die den Browser begrüssen. Wie ein Poster gestern bei Slashdot bemerkte:
I am personally very excited that science has progressed to the point where we can now have tabs above the address bar.
In einem Posting mit dem Titel Is Cuil Killing Websites berichtet Techcrunch über eine Menge Lärm in diversen Foren über Cuil, die "grösste Suchmaschine des Planeten", die aber immer noch unpassende Ergebnisse für Mehrwort-Suchanfragen liefert.
Site-Betreiber beschweren sich darüber, dass der Cuil-Spider, der auf den Namen Twiceler hört, Bandbreite verschlingt, und zwar en masse. Cuils Spider-Seite nennt die fürs Spidern genutzten IP-Adressen der Suchmaschine, falls Sie diese brauchen.
Ein interessantes englischsprachiges Posting über Ursache und Wirkung, bei dem sich die Kommentatoren allerdings nicht einig werden können, was was ist. Die Konsequenz wird aber nicht bestritten.
Ich habe jetzt zweimal Dokumente mit Textmaker erstellt und mehrere - meinen typischen Arbeitsfluss störende - Mängel entdeckt, die mich davon überzeugen, dass Office-Software nichts für mich ist [wobei OpenOffice für die Erstellung von Schriftstücken geeigneter ist, als Textmaker].
Ich benutze fürs "komfortable" Editieren daher weiter Nedit und greife nur dann zu OpenOffice, wenn der fertige Text geschminkt werden muss.
© Copyright 1998 - 2009 Klaus Schallhorn.