Google Maps ohne JavaScript

6. Mai 2008.

Google Maps sind erwachsen geworden. Jetzt geht's auch ohne JavaScript.

Immer noch nicht Bösartig?

8. April 2008.

War es wirklich nur ein Versehen? Wie John Gruber gestern sagte, war eine der ersten Google Apps, HuddleChat, die sofortige Kontroverse auslöste und kurze Zeit später wieder entfernt wurde, ein ziemlich genauer Clone von Campfire, einer Anwendung, die von einem unabhängigen kleinen Softwarehaus konzipiert wurde. Und später fügt er hinzu, [flüchtig übersetzt] Selbst wenn man glaubt, es ist ok, eine Anwendung Eigenschaft für Eigenschaft zu kopieren, stellt sich für den Entwickler doch die Frage, warum er seinen Quellcode Google anvertrauen soll, wenn eine der ersten Anwendungen, die Google Apps vorstellte, eine schamlose Kopie ist?.

Soziale Überwachung

1. Februar 2008.

Googles Marissa Meyer deutet in einem Interview an, dass man daran denkt, über Gmail oder fremde Dienste Ihre "Freunde" zu identifizieren. Sicherlich nicht, um Ihnen das Wiederfinden zu erleichtern.

http://venturebeat.com/2008/01/31/googles-marissa-mayer-social-search-is-the-future/

Google Nachwehen

1. November 2007.

Was im Nachhinein am letztwöchigen Pagerank-Update, bei dem zahlreiche Links verkaufende Sites ordentliche Brocken an Pagerank verloren, ungewöhnlich war, war die absolute Stille von Google.

Was eigentlich genug sagt, weil man in der Vergangenheit anlässlich ähnlich schlagzeilenträchtiger Aktionen immer kurz danach von irgendjemand in irgendeiner Funktion bei Google eine Meinung oder Äusserung hören konnte, auch wenns nicht offizielle Firmenpolitik war. Diesmal absolute Stille.

Tiefgründig

8. Oktober 2007.

Nach einem Mail-Austausch, der mehrere Jahre zurückliegt, betrachtete ich Urs Hölzle als jemand, dessen Umgangsformen grosses Entwicklungspotential zeigen.

AP zeigt jetzt, dass mein erster Eindruck durchaus richtig gewesen sein wird.

Big Brother gegen Google

14. März 2006.

So, Recht wurde gesprochen, und viel Anderes obendrein. Google braucht also nicht, wie von den Moral- und Nationsschützern verlangt, 2 Mio Suchformulierungen an den öffentlichen Dienst aushändigen. Alles, was Onkel Sam jetzt verlangt, und sich durch eine Suche bei www.dmoz.org/Adult anscheinend nicht selbst besorgen kann, sind 50,000 URLs. Das darf es alles nicht geben.

Googles Dicke Berta

1. Februar 2006.

Matt Cutts, quasi-offizielles Google-Sprachrohr in Sachen inoffizielle Bangemache, veröffentlicht in seinem Blog wieder ein paar Informationshappen zum nächsten Update [Spitzname: Big Daddy; meine Wahl "Dicke Berta" scheint mir aus mehr als einem Grund angebrachter]. Wobei zu berücksichtigen gilt, dass Updates heute eher selten erfolgen, da Google ein [berechtigtes] Interesse daran hat, alle, die glauben, im Frack Kaninchen aus dem Hut oder Doorwaypages aus selbstgemachten Scripts ziehen zu müssen, durch lange Wartezeiten von Update zu Update mürbe zu machen.

Die in Cutts Blog gebotenen IP-Adressen sind daher möglicherweise nur eine geschickte Art, die o.g. Zielgruppe davon abzuhalten, tatsächlich erfolgreiche Strategien einzusetzen. Denn solange diese Leute beschäftigt sind, können andere unbehindert dem Tagesgeschehen nachgehen. Wieso ich das ganze als Ablenkungsmanöver betrachte?

Ist schonmal jemand aufgefallen, dass bei jeder Suche auch der Standort des Suchenden, der aufgerufenen Google-Landesdomain und der potentiellen Fundstellen in die Gleichung eingeht. Soll heissen, ich sehe, abhängig davon, ob ich bei Google.COM, Google.CO.UK oder Google.DE suche, sehr unterschiedliche Ergebnisse für identische Anfragen.

Kinderkrankheiten

5. Dezember 2005.

Froogle ist zwar nicht gerade neu, leidet aber trotzdem am heute bereits selbstverständlichen Netz-Symptom Nr 1: egal, was man baut, solange es kostenlos genutzt werden kann, wird es vor allem missbraucht. So findet man inzwischen auch bei Froogle für viele Suchanfragen, wie bei Comparison Engines samt Screenshots dokumentiert, oft Schrott. Das ist einerseits grobe Nachlässigkeit Googles, aber auch eben bedauerlicherweise eine Eigenschaft moderner "Unternehmer" [sich dadurch auszeichnend, dass man nicht mehr eigene sondern fremde Mittel riskiert und manchmal auch ruiniert].

Nur nicht so eilig!

2. November 2005.

Am 7. September des Jahres habe ich eine neue, private Site eingerichtet [Domainname wurde am 21.7. registriert]. Durch Beziehungen hatte die Site schnell einen Link von einer älteren Seite. Durch Betteln und schamloses Ausnutzen von Kontakten hat die Site inzwischen [mindestens] 2 zusätzliche gute Links, wenn man Yahoo befragt [Google erzählt allerdings reine Märchen]; die Startseite hat Pagerank 3, alle Unterseiten PR 2.

Seit dem 11. September ist die Site - aufgrund des ersten Links - im Google-Bestand. Am 28. September habe ich Yahoo einen Nachhilfe-Schubs gegeben und die Site dort angemeldet. Im Yahoo-Datenbestand ist sie trotz der dorthin weisenden Links und trotz Anmeldung immer noch nicht. Ist es ein Wunder, dass Google einen grösseren Marktanteil hat als alle Mitbewerber zusammen?

<span visibility:no-longer-hidden>

24. Januar 2005.

Letztes Jahr registrierte Google klammheimlich die Gbrowser.com-Domain. Im Herbst wurde eher durch Zufall publik, dass Google-Mitarbeiter mehr als einmal bei der Weiterentwicklung der Mozilla-Codebasis [Mozilla, Firefox und Verwandte] halfen, entsprechende Kommentare im Quellcode aber verschwanden. Jetzt wurden zwei der führenden Mozilla-Entwickler zu Google-Gehaltsempfängern.

Wer sich bei der Entwicklung von Web-Sites nicht am hoffnungslos veralteten [und hoffnungslos unsicherern] MSIE orientiert, weiss, dass alle auf Mozilla basierenden Browser die heute beste Rendering-Engine besitzen.

Die Engine muss nicht unbedingt dafür eingesetzt werden, zu entscheiden, was im Browser-Fenster sichtbar dargestellt wird. Sie kann auch dazu zweckentfremdet werden, einem Auswertungsprogramm zu sagen, welche Inhaltsteile sichtbar, und welche durch verschiedene HTML- oder CSS-Tricks versteckt sind.

Google als Konjunkturstütze

1. Dezember 2004.

Was es nicht alles gibt. Amerikanische Firmen nutzen jede noch so fadenscheinige Assoziation mit Google, um ihren Börsenkurs zu stützen. Da reicht schon eine kleine Pagerank-Steigerung, die Aufnahme in Googles Produktsuchmaschine Froogle oder auch eine Steigerung der Position in den Suchergebnissen, um eine Pressemeldung zu veröffentlichen. [http://google.weblogsinc.com/entry/1234000803022026/]

Optimierung oder Zufall?

5. Oktober 2004.

Manche beiläufig benutzten Formulierungen führen dazu, dass meine Site jetzt auch von Leuten besucht wird, die einen Ghettoblaster einer bestimmten Marke, Information zum Google Toolbar für Linux oder auch Mephisto Wanderschuhe suchen, aufgerufen wird. Manchmal werde ich das Gefühl nicht los, dass Google - trotz aller Patente, Veröffentlichungen und Beschwörungen - zu hohen Wert auf Aktualität und zu geringen auf Dokument-Eigenschaften legt.

Wenn man Googles Ergebnisse für derartige Suchformulierungen mit denen von AllTheWeb und AltaVista vergleicht, kann man sich andererseits nicht beklagen. ATW und auch AV liefern für den Ghettoblaster auf jeder der ersten Seiten ein Ebay-Ergebnis. Und in Sachen Toolbar, die einzige Formulierung, für die ich eine relevante Seite habe, finden ATW und AV und auch die Vollversion des Datenbestands, verwaltet von Yahoo.com, gar nichts, selbst per Phrasensuche.

Yahoo indexiert offenbar doch weniger als Google, und liefert nur Bruchteile dessen an die gekauften Stiefkinder.

Wie schnell ist Google?

5. August 2004.

Der DNS-Eintrag wurde gestern abend gegen 22:00h BST auf die neue IP gesetzt. Google spidert heute früh fleissig den alten Server, der noch online ist und eine Weile bleiben wird. Kurz vor Acht hat Herr Googlebot aber zumindest das robots.txt-File meiner Site vom neuen Server abgerufen. Da Googles Spider distribuiert d.h. von einer Vielzahl von Maschinen & IPs aus arbeiten, bin ich gespannt, wann der letzte Seitenabruf vom alten Server erfolgen wird.

Es ist möglich, dass eine DNS-Änderung vor ca 14 Tagen, die die TTL des Eintrags für den alten Server auf 1 Std reduzierte, geholfen haben kann. Nachdem man oft genug hört, dass Google Server-Umzüge auch noch nach 4 Wochen nicht bemerkt [weil IPs zwischengespeichert werden], werde ich ein Auge darauf bemühen.

Pagerank-Diebstahl verhindern

15. Juni 2004.

Unüberlegter Journalismus hat dazu geführt, dass ein nur Wenigen bekanntes Google-"Feature", das ungerechtfertigte Vererbung von Pagerank ermöglicht, an die Öffentlichkeit kam. Während die Veröffentlichungen zwar nicht in allen Details korrekt sind und auch nicht die komplette Kette der von Schmarotzern zu erfüllenden Voraussetzungen nennen, sehe ich mich gezwungen, einen im Kundenbereich am 22.4. veröffentlichen Hinweis [damals begleitet durch einen Eintrag in meinem Blog vom gleichen Tag] nachfolgend zu wiederholen:

Pagerank-Klau verhindern

Einzelne Indizien habe ich im Laufe der letzten beiden Jahre mehrfach beobachtet. Über manche haben sich Besucher von Foren wie z.B. Suchmaschinentricks mehrfach negativ geäussert, ohne die Folgen vollends zu erkennen. Nachdem ich auf eine Site stiess, die angeblich mehr als 300 mal von meiner verlinkt wurde, ergab längere Korrespondenz mit einem Google-Techniker, dass auf diese Art Pagerank transferiert wird.

Dagegen schützen können Sie sich momentan nur, wenn Sie sog. voll qualifizierte Links in Ihren Seiten verwenden, oder wenn Sie allen Seiten ausdrücklicher einer Basis zuweisen.

Zur Erklärung:

Link-TypBeispielErklärung
relativ:<a href="file.html">Datei im gleichen Verzeichnis
absolut:<a href="/pfad/file.html">Datei auf dem gleichen Host
voll qualifiziert:<a href="http://domain.de/pfad/file.html">vollständige URL

Da es zu übergrossen Dateien führt, eigentlich unnötig und vor allem lästig ist, in jedem Fall voll qualifizierte URLs zu verwenden, bietet sich als Alternative die Möglichkeit, alle internen Links ausdrücklich und um jeden Zweifel zu vermeiden, einer einheitlichen Basis zuzuweisen. Dies geschieht durch Anbringung des BASE Elements im HEAD einer Seite:

<base href="http://ihre.domain.de/">

Damit wird jeder Link Ihrer Seiten, der nicht ausdrücklich auf einen externen Host führt, zweifelsfrei Ihrer Site zugeordnet und der unberechtigte Transfer von Pagerank an Trittbrettfahrer verhindert.

Bitte beachten Sie, dass in diesem Fall nach dem Domainnamen ein Schrägstrich [Ihr Stammverzeichnis verkörpernd] angegeben werden muss, da manche Spider [vor allem Yahoo/Inktomi] durch einen Bug im URL-Parser ohne den Schrägstrich im Kreis laufen. Anbringung des obigen Beispiels setzt ebenfalls voraus, dass Sie für interne Links stets absolute URLs verwenden. Bei Verwendung relativer URLs muss das BASE Element für diese Seiten dann auf das entsprechende Verzeichnis verweisen. Beispiele für beide Formen finden Sie, wenn Sie den Quellcode z.B. dieser Seite mit einer Seite aus meinem Suchmaschinen-Tutorial vergleichen.

Schloodrige Filter?

5. Mai 2004.

Verfechter gekünstelter Intelligenz und des "semantischen Webs" werden wieder um eine Illusion ärmer. Selbst Google schafft es nicht, algorithmisch zu bestimmen, was in den Rotlichtbezirk gehört [und was nicht dazu zählt], und welche AdWords unterdrückt werden sollten. Oder was ein Vertipper sein könnte und welche Alternativvorschläge in die Hose gehen. Dafür hat man andererseits Seiten einer Site im Datenbestand, die - bevor es gestopft wurde - ein Loch bei Orkut ausnutzte, um Daten der "vernetzten Klicke" zu ziehen.

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