Aus gegebenem Anlass musste ich gestern nach einem Programm suchen, das ich zuletzt vor der Jahrtausendwende benutzt und nicht mehr auf dem aktuellen Rechner hatte. Wie - und wo - findet man die Chose wieder, wenn man nur den Autor [ich] und den Namen [mehr dazu demnächst] kennt, und keine Lust hat, eine kaum zu überblickende Zahl von Backup-Tapes zu sichten?
In Suchmaschinen natürlich, da ich die Software auch mal auf meiner Site betrieben hatte. AltaVista und AllTheWeb lieferten 2 [irrelevante] Hits, Fireball einen relevanten, Google 4 relevante und einen Fehltreffer, Lycos.de zwei Zutreffende, MSN.de beim ersten Versuch Fehlanzeige [Server offenbar überlastet - kaum zu glauben] und beim zweiten erstaunliche 2 Richtige, MSN.com 2 Miese und Yahoo 3 Zutreffende.
Obwohl Yahoo, ATW, AV und MSN alle aus dem gleichen Topf gefüttert werden und sich nur durch Einstellungen unterscheiden, war ich überrascht, dass ATW und AV keine Hits produzierten.
Fazit: alle relevanten Seiten wurden 1998 verfasst, was mir auf Anhieb die Wahl des richtigen [und einzigen so weit zurückliegenden] Backup-Tapes erlaubte. Glück gehabt.
Wall Street spielte erst den Beleidigten. Jetzt macht man auf "Haben wir doch gesagt!" Eine US-Zeitung mit der Bezeichnung Wall Street Journal lässt, so berichtet John Batelle, diverse Provisionsverkäufer zu Worte kommen, die Meinung zum Google Börsengang haben. Gekürztes Zitat: "...When Google executives, including Messrs. Brin and Page and CEO Eric Schmidt, met with mutual-fund and hedge-fund investors at New York's Waldorf-Astoria Hotel ... Some investors sitting in the ballroom began speculating with each other whether the executives had spent any time practicing the presentation..."
Nein, ich glaube nicht, dass Brin, Page & Schmidt die Präsentation "geübt" haben. Zumindest von den erstgenannten beiden ist bekannt, dass sie überwiegend schöpferisch tätig sind, Dinge produzieren. Routinemässiges bullshitten, die einzige von Parasiten verstandene Kunst, praktiziert auch jeder Zweijährige, der gefragt wird, ob er sich die Hände gewaschen hat, wenn er auf dem Topf war.
Kleiner Qualitätsvergleichstest: Am Wochenende habe ich auf meinem Experimentier-Laptop Fedora Core 2 installiert, da ich mir die neue Version Gimp und ein paar andere mich interessierende Dinge ansehen wollte. Wireless Networking, was unter Redhat 9 und auch Fedora Core 1 sozusagen "aus der Box heraus" funktionierte, versagt. Da ich möglicherweise nicht der erste bin, der das Problem hat, habe ich nach einer Lösung gesucht. Die Eingabe:
fedora core pcmcia problem
bringt bei allen Suchmaschinen zahlreiche Mitleidende zum Vorschein, oft auf den oberen Rängen. Den Fix für das Problem findet man nur bei Google - auf Platz 1 - und auch, wenn man das Wort "Problem" weglässt. Und einen Link auf eine Diskussion verschiedener Lösungen findet man auf dem 1. Platz, wenn man bei Google.com nur "fedora pcmcia" eingibt.
Bei Google gefunden zu werden ist fuer KMU, die nicht wie die grossen Marken Millionen-Beträge in Branding streuen können, eine existenzielle Frage. "Existenziell" wird, wie man bei Intern.de lesen kann, gelegentlich auch im engeren Sinne interpretiert. Dabei stellt sich die Frage, ob Würfeln in solchen Fällen nicht effizienter wäre.
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