Wenn Sie einem Kunden auf die Füsse treten, kann das im Internet-Zeitalter ganz schön teuer werden. Wenn man obendrein noch erwischt wird, dass man eine negative Beurteilung durch das Versprechen einer Teil-Erstattung "ausbügeln" will, bleibt die Sache kleben.
Die Schlagzeile Google search behind most phishing sites erweckt irgendwie den Eindruck. dass es Googles Schuld ist, dass die Menschen auf Phishing hereinfallen, oder dass Google irgendwie daran beteiligt ist. Dabei wissen wir, dass die eigentliche Ursache in der Ahnungslosigkeit und im Desinteresse derer zu suchen ist, die betroffene Server betreiben, die solche besuchen und die als Nebenberufs-Journalisten über das Netz schreiben.
Der Infoworld-Artikel erwähnt aber wenigstens, dass es eine grosse Zahl bekannter und aktiv zu Missbräuchen genutzter Bugs in PHP, der Mutter vieler Shopping Carts und CMS, gibt.
Manchmal scheint Cloaking die einzige Möglichkeit zu sein, wie man Anwender auf die eigene Site lotst, und es sieht ganz so aus, als ob Google entweder darauf reinfällt oder toleriert, wie die Experts Exchange Ergebnisse in Google zu haben scheint, die nicht da sind, wenn man darauf klickt.
Erfahrene Anwender rufen sich flugs die Google Cache-Kopie auf den Bildschirm, um zu sehen, wieso Google Texthappen in den Ergebnissen zeigen kann, die in der im Browser gelieferten Seite durch Schablonen-Text [verdeutscht: "Alle Kommentare und Lösungen können nur von zahlenden Mitgliedern eingesehen werden"] ersetzt wurden.
Wer weiss, dass Google das Austauschen von Informationen nicht tolerieren kann, analysiert die Seiten etwas genauer und findet die Lösung dort, wo sie nicht erwartet wird, nämlich im Anschluss an die in der Browser-gelieferten Seite eingefügten lange Liste der Kauf-Aufforderungen. Die kann man jetzt natürlich ignorieren.
Das amerikanische Patentamt hat Amazons A9 ein Patent erteilt, das ein umständliches Verfahren schützt, wie man Besucher möglicherweise für einen oder zwei Klicks länger an die Kette legt. Es gibt zwar jede Menge Prior Art, und zwar ohne das hier die Differenzierung ermöglichende Plugin auf dem Client, aber das stört wohl nicht.
http://www.heise.de/newsticker/meldung/102795
Wers nicht weiss, kann jetzt detailliert lesen, warum und wie neue Seiten kurzfristig ein besseres Ranking erhalten, und wie die seit Langem geltende Beobachtung von Manchen rückhaltslos ausgenutzt wird.
Der Grazer Informatikprofessor Hermann Maurer warnt in einer Studie [7 Mb PDF] vor der Bedrohung der Menschheit durch Google. Dass Google - als Nachzögler - nur erfolgreich werden konnte, weil man die Fehler der Vorgänger nicht wiederholte, und weil die Zielgruppe, schnell abgelenkt, jeden Tag leichtgläubiger und nachlässiger wird, will ihm nicht kommen. Oder vielleicht doch?
Auch die häufig zu beobachtenden Seiten der Wikipedia in den Ergebnislisten sind ihm ein Dorn im Auge. Er ignoriert, dass Wikipedia, wie das ODP auch, langfristig nicht lebensfähig sind, weil halt der Mensch in die Quere kommt. Trotzdem glaubt der Professor, etwas weltfremd, dass staatliche Kontrolle wohlwollender wäre, als ein durch Versagen potentieller Mitbewerber entstandenes Monopol. George Orwell lässt grüssen.

Beim Lesen über Apple iPhone fiel mir die Phrase "Jesus Phone" auf. Da ich keinen Blassen habe, wo das herkommt oder was es bedeuten soll oder könnte, habe ich Google befragt. Typisch, dass Ebay auch 'was zur Sache zu sagen hat.
Wieder mal eine Klage gegen Google. Ein Zwitter aus Verzeichnis-Strich-Suchmaschine für Kinder, wo man für viele Suchanfragen entweder kein Ergebnis findet, oder gelegentlich und nach einer minutenlangen Wartezeit dann ein paar hundert Fundstellen dubioser Qualität produziert und ergo belegt, dass Kinder offenbar doch Geduld haben müssen [anderfalls hätte Kinderstart ja keine Existenzgrundlage], verklagt Google. Warum? Weil Kinderstart "nicht gefunden" wird. Was es nicht alles gibt...
Ich könnte mir vorstellen, dass die Geisterfahrer, die sich empört in Foren und Medien über Googles BMW-Behandlung äussern, ganz schön beschissen fühlen würden, wenn sie bei BMW im Autosalon ein gesehenes, besessenes und befummeltes Modell ordern und ein paar Wochen später ein sogenannter Leukoplastbomber geliefert wird.
Tatsache ist, dass Google schon im letzten Jahrzehnt formell feststellte und veröffentlichte, was erlaubt ist. Und was nicht. Und damit nur bestätigte, was Anstand und gesunder Menschenverstand dem Erwachsenen ohnehin auferlegen [und wenn Sie nicht wissen, wo Google das publiziert, gehen Sie nicht mit der Zeit].
Wer die bemängelten Seiten, die BMW verlegen löschte, muss Yahoo bemühen. Vorher ist tunlichst JavaScript im Browser abzustellen, sonst führt Ihr Computer unbesehen Code und Befehle aus, die man Ihnen unterjubelt. Der jeweilige Im Cache-Link zeigt, was im Yahoo-Datenbestand steckt aber nicht mehr bei BMW bereitgehalten wird.
Google beugt sich der chinesischen Hoheit und wird dafür geohrfeigt. Im Westen, von Mitbewerbern bzw deren quasiamtliche Blogger, und jedem, der sich zur Mediensprecher berufen fühlt.
Gut, dass niemand im Glashaus sitzt. Oder auf die Idee käme, dass Google, als börsennotiertes Unternehmen genauso wie jeder Mensch, nicht gegen Gesetze verstossen darf. Im Endeffekt hatte Google nur zwei Möglichkeiten: entweder man beugt sich den chinesischen Zensur-Auflagen. Oder man überlässt den Markt den Mitbewerbern.
Die letztere Möglichkeit wäre sehr viel leichter mit der bisher zur Schau getragenen Standfestigkeit gegenüber den US-Behörden zu vereinbaren. Und zwar genauso, wie die Kritik der Mitbewerber versäumt, darauf einzugehen, dass man selbst den US-Behörden die gewünschten Daten und mehr im Handumdrehen lieferte. Unterschiede sind offenbar nur noch auf Algorithmen begrenzt.
Bevor Sie fluchtartig das Büro verlassen, möchte ich darauf hinweisen, dass es bei diesem "Kommen" um Verseuchung von Referer-Logs und nicht persönliche Besuche oder Angriffe handelt. Wenn Sie in Ihren Log Files hunderte oder tausende von Besucher-Spuren finden, die angeblich zuvor bei dir.home.bir.ru waren, sollten Sie die entsprechende IP ggfls im Firewall abschotten.
Eine mit dem Attribut "boden-brechend" bezeichnete Javascript Synthese Technologie buhlt heuer um Aufmerksamkeit, weil sie eine weitere Möglichkeit bietet, HTML und Javascript zu verquicken. Wird diese Technologie, die nebenbei auch revolutionär sein soll, durch Einsatz dieser Attribute allein möglicherweise nicht populärer, als Millionen anderer Technologien, die sich ebenfalls als solche betrachten?
Wie bei der allabendlichen Wettervorhersage und mit den gleichen Einschränkungen und Haftungsausschlüssen versehen verbreitet jetzt nicht nur jemand namens Googleguy Info-Häppchen in amerikanischen Webmaster-Foren, sondern auch der Google-Mitarbeiter Matt Cutts in seinem Blog. Cutts geht dabei so weit, die bei Webmasterworld vergebenen Update-Namen [offenbar besser zu merken als konventionelle Kalender-Daten] zu Identifikationszwecken einzusetzen - und das seit letzter Woche laufende Update in drei Teilphasen zu zerlegen.
Fazit: manche Site-Betreiber müssen damit rechnen, in gar nicht allzu ferner Zukunft gewisse Unterschiede beobachten zu können. Genauer hätte ich das auch nicht sagen können.
Die Sache mit Pagerank, der nicht "mit rechten Dingen" zustande kommt - zuerst im April 2004 gemeldet, scheint weitere Kreise zu ziehen. Bei Ebay, so der Abakus-Blog, werden "Unmengen" solcher Domains angeboten. Wie man diesen Leuten den entscheidenden Stein in den Weg legt, lesen Sie hier.
In einem Vergleichstest, bei dem ca 2000 Anwender Suchmaschinen mit so komplizierten Dingen wie die Suche nach Shops und Produkten und sogar ernsten Fragen bombardierten, wurden anhand der Bewertung von mehr als 250 Kriterien ermittelt, welche wohl den Anwenderwünschen am ehesten gerecht wird. Während die meisten Anwender ihr Urteil im Alltag wohl kaum in zweihundertfünfzig Einzelpunkte sezieren, lässt sich feststellen, dass Googles Position nicht in Stein gehauen ist.
Im Vergleich zu einem früheren unter ähnlichen Bedingungen durchgeführten Test hat sich die Distanz zwischen Google und den Suchmaschinen, die entweder Daten von Yahoo liefern oder die eigene Bestände verwalten, etwas reduziert. Während Google zwar immer noch bei Genauigkeit, Geschwindigkeit und Präsentation führt, gibt es deutliche Probleme bei der lokalen Suche [die man auch oft bei der landesspezifischen Suche sieht]. Deutlich macht die Studie aber auch, dass Datenbankgrösse und Aktualität kaum den Stellenwert haben, den Google diesen Dingen zumisst, sonst wäre die gemessen Distanz wesentlich grösser.
Ob andere Innovationen ihren Wert haben, sei dahingestellt. Der MSN Routenplaner hat auf jeden Fall Unterhaltungswert, wenn man nach der besten Verbindung zwischen Haugesund und Trondheim [beide Norwegen] fragt, wie Blogoscoped zu berichten weiss:
http://blog.outer-court.com/archive/2005_01_13_index.html
Was es nicht alles gibt. Amerikanische Firmen nutzen jede noch so fadenscheinige Assoziation mit Google, um ihren Börsenkurs zu stützen. Da reicht schon eine kleine Pagerank-Steigerung, die Aufnahme in Googles Produktsuchmaschine Froogle oder auch eine Steigerung der Position in den Suchergebnissen, um eine Pressemeldung zu veröffentlichen. [http://google.weblogsinc.com/entry/1234000803022026/]
Unter der Überschrift "Liebe schwachsinnige Kollegen" beschreibt Jeremy Zawodny aus dem Hause Yahoo in seinem Blog, wie - nach einem Blick auf den Kalender - unvorstellbar unprofessionell Yahoo-Mitarbeiter reagierten, nachdem ihre Email-Adressen auf eine interne Mailing-Liste gesetzt wurden. Dass die Verhältnisse bei Microsoft noch katastrophaler sind, überrascht wohl niemand mehr.
Die sich bis Ende letzter Woche auf Meldungen exitorientierter Unternehmen spezialisierende Site Dotcomtod hat's selbst erwischt. Wer sie aufruft, sieht nur eine kleine Grafik mit dem ALT Text "das wars wohl".
In einem so irreführenden wie schreierischen Artikel auf einer Site, die sich überwiegend mit Endverbraucher-Technologie befasst und zumindest ein Minimum an Verständnis der Zusammenhänge aufbringen sollte, wird u.a. behauptet:
Oder sind da wieder zwei Schreiberlinge
aufgeflogen, die nach der Gleichung besorgniserregendes Gezeter + Google =
Sensation produzieren, da ihnen offenbar nichts besseres einfällt?
Dass es in jedem einzigen Fall der angeblich über Google möglichen Sicherheitsverstösse stets an der Ignoranz, der fahrlässigen Leichtfertigkeit liegt, mit der binäre Information von Kravatten-Trägern mangels Sachverstand gehandhabt werden, dokumentiert Heise qualifiziert und sachlich an einem kürzlich in Deutschland aktuell gewordenen Fall.
http://www.heise.de/newsticker/meldung/49730
Nachdem die Site der Firma, deren Software man auf PCs ahnungsloser Anwender mit nicht deaktivierter globaler Fernbedienung vorfindet, wieder im Google-Datenbestand gefunden wird, hat Ben Edelmann detailliert untersucht, wer die Chose denn überhaupt finanziert. Fazit: Von J. P. Morgan bis hin zum Anbieter maskuliner Organ-Manipulationsprodukte kein seriöses Unternehmen weit und breit.
In einem Report, der von der für Offene Systeme mit globaler Fernbedienung bekannten Firma Microsoft veröffentlicht wurde, beklagt man, dass 8% aller Web-Seiten reiner Spam sind. Und, so empört man sich, man habe bei einer Analyse von 1 Milliarde von Seiten gar eine Site in Deutschland entdeckt, die dabei besonders erstaunliche Techniken anwendet, nämlich die dynamische Verwendung von Texten, die anderen Seiten entnommen werden.
Während man bei Rotten lesen kann, dass ein gewisser Herr Bush ausser Stande ist, ein seine jeweilige Einstellung widerspiegelndes verächtliches Grinsen zu verhindern, kann ich mir gut vorstellen, dass Suchmaschinen-Entwickler und Spider-Erfahrene in aller Welt beim Lesen der obigen Aussage genau dieses Grinsen aufsetzen.
googlemaul.com, googlelerner.com, googlewebmail.com, mail-google.com, toolbar-google.com, googlepoints.com, advancedgoogle.com und thisisgooglemail.com sind, wie viele andere, schon weg. Warum überrascht das kaum jemand?
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