Google stellt Referer ab

9. Februar 2009.

Mehrere Blogs bemängeln, dass Google derzeit mit der Schreibweise von Suchergebnis-URLs zu experimentieren scheint. Anstatt, wie gewohnt, die name & value Paare mit Fragezeichen und Ampersand zu versehen, benutzt man derzeit teilweise ein Hash-Zeichen [#]. Das Problem daran ist, dass dieses Zeichen traditionell eine lokale Sprungmarke ist, so dass Webserver die Zeichenfolge beginnend mit der Hash-Marke bei der Protokoll-Aufzeichnung ignorieren.

Warum das wichtig ist? Weil es immer noch Leute gibt, die ihre Seiten um die Suchbegriffe und Formulierungen anreichern, die sie in den Referer-Logs finden. Die Folge ist hier oft, dass Linkpopularität darunter leidet. Denn wenn sich Leser aufgrund der Ausdrucksweise eines Dokuments wiederholt an die Stirn tippen, bleiben die Links aus.

Besser ist es, wenn Suchbegriffe und Formulierungen durch Verlinkung "entstehen", als wenn man das Vokabular durch Aufnahme aller potentiell interessanten Formulierungen erweitert, dabei aber die eigentliche Aussage verwässert. Nach einiger Zeit "enthält" das Dokument genauso alle von anderen genutzten Formulierungen, aber ohne dass die Lesbarkeit leidet. Linktexte funktionieren nach wie vor, wenn man von besonders bekanntgewordenen Beispielen, bei denen Google eingreift, absieht.

Bugs oder Spam?

5. November 2008.

Wenn man bei Google nach "ibm thinkpad t43 cmos battery" sucht und dabei "Seiten aus UK" wählt, sieht man mehrere Domains [Mehrzahl], die entweder Macken auf dem betroffenen Server zeigen, oder die unglaublich idiotischen Spam aufdecken, da die Seiten mit 2008 im Domainnamen [2008latest5.net/, 2008flashin5.net/ etc] gut positioniert sind, aber im Browserfenster nichts hergeben.

Es ist möglich, dass die Seiten von einem Server ausgeliefert werden, der letzte Woche umgekippt ist und nicht mehr als einen Titel-Tag und einen nicht abgeschlossenen Titel schafft. Aber ein Titel, der sich über mehr als 1000 Zeilen hinzieht ist etwas zu ausführlich, vor allem, wenn man bedenkt, dass der durch den fehlenden Endtag nicht abgeschlossene Titel möglicherweise noch länger sein könnte.

Was ich nicht verstehe, ist was man mit dem Müll erzielen will, vor allem, wenn man bedenkt, dass mehrere Domains eingesetzt werden, und damit zahlreiche Themen von der Wunderheilung bis hin zum Pauschalurlaub abgedeckt werden.

Noch interessanter ist es allerdings, dass Google den Mist nicht nur in den Datenbestand aufnimmt, sondern auch noch an prominenter Stelle zeigt. Haben die Leute denn keine Müllentsorgung?

Google & Semantik

11. September 2008.

So. Jemand hat sich also die Mühe gemacht und gezählt, wieviele Google Services als Beta ausgezeichnet werden. Knapp die Hälfte anscheinend. Für Leute, die annehmen, "Beta" würde "Noch nicht ganz fertig für die Öffentlichkeit" meinen, ist der Prozentanteil ganz schön hoch. Aber wie das im Leben so ist, sollte man nie leichtfertig schlussfolgern.

Wie ein Google-Sprecher - das sind Leute, die für andere sprechen, weil sie die mancherorts geschätzte Fähigkeit besitzen, sich meist unverbindlich und gehaltslos auszudrücken - feststellte:

... We believe beta has a different meaning when applied to applications on the Web...

Was auf andere Wörter auch zutrifft. Während "Google" für Leute, die bei Google arbeiten, wahrscheinlich ein Name ist, verstehen Millionen von Menschen unter googeln etwas ganz anderes.

Google für den Rest

26. August 2008.

Was zum Teufel denken sich diese Leute, wenn sie von weichen 404ern und harten 404ern faseln? Warum kan man das Kind nicht beim Namen nennen. Fehler. Probleme. Faulheit. Ignoranz. Schliesslich gibt es für die meisten Situationen entsprechende HTTP Status Codes.

Knol-Demo für schnelles Ranking

28. Juli 2008.

Danny Sullivan hat einen interessanten Artikel über Knol einen Tag nachdem der Service offiziell an den Start ging. Es sieht so aus, als ob Knol-Seiten einen "unerklärten" Ranking Vorteil[1] haben, auch wenn diese nicht von der Startseite der Site [die einzige, die Pagerank weitergibt] verlinkt sind. Uns bleibt wohl nichts anderes übrig, als zu akzeptieren, dass Google die unzähligen gut positionierten aber werbefreien Seiten der Wikipedia durch etwas ersetzten möchte, was in der Kasse klingelt. Aber muss das Ganze so offensichtlich sein?

[1] http://searchengineland.com/080724-140223.php

Gmail Privatsphäre

10. Juli 2008.

Google bietet Anwendern jetzt die Möglichkeit, zu prüfen, wer Zugriff auf Ihre Gmail-Konto hat.

Wieviel sind Ihre Freunde wert?

1. Juli 2008.

In einer kürzlich veröffentlichten Patent-Anmeldung kann man Google bei Plänen über die Schulter schauen, Ihre Freunde in Bares zu verwandeln. Die alte Weisheit, dass man Freunde nicht kaufen kann, stimmt auch heute noch. Aber bald kann man sie offenbar verkaufen.

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