Blutsauger

10. Januar 2006.

Dass Microsoft bzw MSN besonders aktiv ist, wenn es darum geht, ineffizient zu spidern, ist kein Geheimnis. Tom Foremski weist darauf hin, dass MSN 18% seiner Bandbreite verbraucht. Und dafür 0.0007% der Besucher liefert. Yahoo verhält sich ähnlich, aber nicht ganz so extrem. Auch meinen eigenen Logfiles lässt sich entnehmen, dass Yahoo aktiver als Google spidert, dafür aber bestenfalls einen Bruchteil der Google-Besucher liefert. Warum das so ist, ist Vielen klar, wenn man einen einzigen Blick auf die jeweilige Startseite wirft.

Anonyme Meldung

6. Dezember 2005.

Topix.net meldet heute, "Microsoft hat möglicherweise die Oberhand beim AOL Deal". Und weiter: "Time Warners America Online verhandelt immer noch über den Einsatz von Microsofts statt Googles Technik, so die letzten anonymen Tips in den Medien". Was man vielleicht um den Hinweis ergänzen sollte, dass es möglicherweise niemanden juckt, da AOL nicht von Dauer sein kann. Oder dass die Ehe von zwei nicht gerade für Innovation bekannten Parteien erfahrungsgemäss langweilig verläuft.

Breakeven im nächsten Jahr

25. Oktober 2005.

Wer zu oft "Wolf" ruft, darf sich nicht wundern, wenn irgendwann man niemand mehr daran glaubt, dass im nächsten Jahr endlich mal Gewinne gemacht werden sollen. Kann sich jemand daran erinnern, im welchen Jahr die Lycos-Ergebnisse erstmals von einer inhaltlich ähnlichen Meldung begleitet wurden?

Dot-Con Lektion

7. März 2005.

Eine der "heissesten" Newcomer des Jahres 2000 war, so die US-Medien, die Firma Infospace, die Bahnbrechendes versprechen konnte, weil man offenbar nicht genau wusste, wie und wo man eine Meta-Suchmaschine einstuft.

Da Meta-Suchmaschinen bei der Optimierung keine Rolle spielen, werden Sie keine Information zu Infospace auf meinen Seiten finden [obwohl ich sie im Laufe der Jahre ein paar mal in anderer Sache erwähnt habe].

Infospace erwies sich im Nachhinein als einer der grössten Con Jobs [Betrügereien] der Seifenblase, die die Ersparnisse vieler Anleger in Luft auflösten. Aber während selbst so Weltfremde wie Broker - das sind Leute, die Aktien gegen Provision verdrücken - in privaten Emails fragten, ob Infospace ein führendes Unternehmen oder ein führender Märchen-Erzähler sei, wurde das Investment in Infospace - die Kasse muss stimmen - von den gleichen Leuten weiterhin als Empfehlung erster Güte hingestellt.

Merke: Alchemie funktioniert auch heute nicht.

Felten-Ohrfeige für Lycos

1. Dezember 2004.

Prof. Ed Felten befindet in seinem Blog ebenfalls, dass der Lycos-Screensaver, mit dem man Unbedarfte dazu auffordert, von Unbedarften als Spam-Verursacher bezeichnete Web-Sites zu überlasten, ein erstklassiges Eigentor ist, wie ich am 29.11. in Lycos auf dem Glatteis erklärte.

Lycos auf dem Glatteis

18. November 2004.

Lycos, das Internet-Unternehmen bekannt durch TV-Werbung und das von Zeit zu Zeit gemachte Versprechen, demnächst in die Gewinnzone zu kommen, versucht sich erneut. Mit einer Kampagne, bei der die englischsprachige Wortfolge "make love not spam" eingesetzt wird, will man einen Screensaver für Hobby-Computer verteilen. Dieser soll immer dann, wenn er aktiv wird, Webadressen aufrufen, die in Mails enthalten sind, die von Spamcop als Spam klassifiziert werden [ob jeder Absender, der auf der Spamcop-Liste steht, tatsächlich Spammer ist, wird bei Web.de heiss diskutiert].

Mit der Massnahme will man den Nutzniessern von Spam zusätzliche Kosten für Bandbreite [Netz-Traffic] aufzwingen und sich als Robin Hood des Webs positionieren. Die Hood [Kapuze] muss wohl das Blickfeld eingeschränkt haben. Abgesehen von der Tatsache, dass die Handlung oder die Aufforderung dazu sehr wahrscheinlich strafbar ist, sollte bei Lycos bekannt sein, dass der Versand von Spammails wie auch die Nutzniessung oft über kompromittierte Rechner erfolgt, auf denen Spammer Dinge verstecken, von denen der Site-Betreiber mangels sicherer Konfiguration und Sorgfalt nicht die geringste Ahnung hat. Getroffen werden damit naive Unschuldige, die auch geneigt sind, der Lycos-PR auf den Leim zu gehen.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/53689

Ausserdem dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis findige Elemente die Methode ausnützen, Rechner der Mitbewerber so einem DOS-Angriff [Denial of Service] aussetzen "lassen".

Fastbot fast fertig

8. Oktober 2004.

Unter der vielversprechenden Adresse fastbot.de oder auch fastbot.com stellt sich eine Suchmaschine vor, die durch mehrere Eigenarten auffällt.

Unter jedem Link wird die Möglichkeit geboten, ein Ergebnis anonym, d.h. über eine ebenfalls bei Fastbot betriebene Proxy zu laden. Gleichzeitig kann man jedes Ergebnis als Spam ["Someone positioned above me"] bewerten. URLs sind teilweise falsch. Wird die Default-Datei in einem Verzeichnis als Suchergebnis ausgegeben, wie z.B. die erste Seite meines Tutorials, schneidet Fastbot den letzten Schrägstrich ab und führt dadurch zunächst zu einem vermeidbaren Redirect.

Als bestenfalls fast fertig betrachte ich die fehlende Phrasensuche, sowie die mangelnde Geschwindigkeit wie auch Aktualität. Der letzte Zugriff des Fastbot Crawlers stammt vom 18. August.

Kleiner Suchmaschinenvergleich

22. September 2004.

Aus gegebenem Anlass musste ich gestern nach einem Programm suchen, das ich zuletzt vor der Jahrtausendwende benutzt und nicht mehr auf dem aktuellen Rechner hatte. Wie - und wo - findet man die Chose wieder, wenn man nur den Autor [ich] und den Namen [mehr dazu demnächst] kennt, und keine Lust hat, eine kaum zu überblickende Zahl von Backup-Tapes zu sichten?

In Suchmaschinen natürlich, da ich die Software auch mal auf meiner Site betrieben hatte. AltaVista und AllTheWeb lieferten 2 [irrelevante] Hits, Fireball einen relevanten, Google 4 relevante und einen Fehltreffer, Lycos.de zwei Zutreffende, MSN.de beim ersten Versuch Fehlanzeige [Server offenbar überlastet - kaum zu glauben] und beim zweiten erstaunliche 2 Richtige, MSN.com 2 Miese und Yahoo 3 Zutreffende.

Obwohl Yahoo, ATW, AV und MSN alle aus dem gleichen Topf gefüttert werden und sich nur durch Einstellungen unterscheiden, war ich überrascht, dass ATW und AV keine Hits produzierten.

Fazit: alle relevanten Seiten wurden 1998 verfasst, was mir auf Anhieb die Wahl des richtigen [und einzigen so weit zurückliegenden] Backup-Tapes erlaubte. Glück gehabt.

Mal 'was ganz anderes

7. Mai 2004.

Kaum zu glauben, aber es gibt ausser Google tatsächlich noch andere Suchmaschinen, auch wenn diese im alten Europa recht unbekannt sind. Eine derer hat jetzt auch PDF-Dateien im Datenbestand.

Suchmaschinen Blog Archiv


© Copyright 1998 - 2008 Klaus Schallhorn.