Eine von mir am 7. Sept. des Jahres eingerichtete private Site wurde jetzt auch von Yahoo gespidert. Ein Blick auf das Log-File zeigt mir, dass die Startseite erstmals am 9. November gespidert wurde. Sichtbar im Yahoo-Index war diese Seite erstmals am Freitag [18.11]. Ich bin überrascht, dass zwischen Marketing-Versprechen und Realität doch Diskrepanzen messbar sind. Google hat bereits alle Seiten im Datenbestand. Seit mehr als zwei Monaten. Und ohne, dass ich dafür etwas tun musste.
Dafür lässt sich andererseits beobachten, dass unüberlegtes Handeln gelegentlich zu vermeidbaren Fehlern handelt. Nicht jede Abfragesyntax ist möglich - oder sinnvoll - beim von Google Print in Google Book Search umgetauften Service.
Elizabeth Lawley schreibt in Ihrem mamamusings Blog über eine Präsentation der Microsoft Suchprojekt-Entwickler [Falls Sie's nicht gehört haben, MSFT versucht, eine "richtige" Suchmaschine zu entwickeln]. Ganz aus dem Häuschen ist sie beim Schwärmen über die Möglichkeiten der Anpassung der Suchergebnisse unter Berücksichtigung der Daten, die MS Software auf Ihrem Rechner findet. Bei der Vorstellung, dass vorhandene Informationen - gleich welcher Natur - statt einmaliges Erlernen besserer Abfragesyntax steuern soll, welche Art Ergebnis Sie erhalten, läuft mir ein kalter Schauer über den Rücken. Sie sollen arbeiten. Damit Sie verbrauchen können. Das Denken überlassen Sie gefälligst Microsoft.
Ich habe mich gestern etwas ausführlicher mit Yahoo! - COM, UK & DE - befasst und bin, vor allem, was die ersten beiden betrifft, angenehm überrascht. Wenn Yahoo in Deutschland die Standard-Einstellung der Suche auf "Weltweit" setzen würde - was ich nicht ohne Eigeninteresse sage - muss man Yahoo durchaus als ernsthaften Google-Mitbewerber einstufen.
Denn ganz im Stillen werden dort mehr und mehr Features, die man von Google kennt, ebenfalls geboten. So war ich überrascht, dass Yahoo.de jetzt auch zusammengesetzte Wörter wie Einzelbegriffe behandelt.
Was fehlt, ist ein Frühjahrsputz, Übernahme diverser Suchformen [Syntax], die Yahoo.COM schon lange bietet und auch Queries, die über die eigentliche Web-Suche hinausgehen. Und dann natürlich ein teilweise auszubauender Datenbestand [oder Schätzungen, die den Google-Schätzungen gleichkommen] sowie etwas Aufmerksamkeit.
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