Gott werden die Leute dreist... im Angelsaechsischen wirbt man in den Print-Medien schonmal mit dem Hinweis "As seen on TV", bezugnehmend auf eine Besprechung des beworbenen Produkts ["Wie im Fernsehen gesehen"].
Jetzt sehe ich in einer beim Tierarzt ausliegenden US-Zeitung ein Inserat mit dem fetten Hinweis "As seen on WebTV". Der Inserent, der auf Bauernfang aus ist: Digital Networks.
MSIE hat zwar viele Mozilla-Eigenschaften "re-erfunden", hat aber eine wesentliche Sicherheitsluecke im Gegensatz zu Netscape sofort gefixt, als die Sache bekannt wurde.
Auf den Trick, durch den Cookie-Server in Domains wie z.B. uk, at oder nz verstopft werden koennen, hatte ich vor Monaten schonmal hingewiesen. Jetzt stellt sich heraus, dass Netscape den Fix fuer 4.5.1 ersatzlos gestrichen hat, weil dadurch Yahoo!'s kostenloser Maildienst - der fehlerhafte Cookies verteilt - kaltgestellt wuerde. Offensichtlich ist Yahoo! fuer Netscape wichtiger als der eigene Standard. Und wichtiger als die Gefahr, moeglicherweise tausende von Kommerzservern zu verwirren.
Wer die Diskussion der Netscape-Entwickler studieren will:
http://bugzilla.mozilla.org/show_bug.cgi?id=8743
Synonyme fuer wichtige Suchbegriffe findet man bei gezielter Suche ueber Suchmaschinen.
Mit dem Befehl link:domain.name findet man bei z.B. AltaVista, Fireball, oder Infoseek alle Links zur eigenen Site, wobei Sie bei Fireball und Infoseek interne Links ausklammern muessen:
Fireball: +link:Ihre.Domain -url:Ihre.Domain Infoseek: +link:Ihre.Domain -site:Ihre.Domain
Wer Seiten Dritter, die Links auf die eigene Site unterhalten, untersucht, stoesst gelegentlich auf wertvolle Synonyme. Je nach Bedeutung des Begriffs [Referer-Logs fuer Thematik pruefen und keyDB pruefen, ob das entsprechende Synonym auch gesucht wird] kann sich die Erstellung einer eigenen Seite lohnen.
Die Behauptung, dass manche Suchmaschinen die Zahl der externen Links auf eine Seite [oder Site] beim Ranking beruecksichtigen, macht seit einiger Zeit die Runde. Eindeutige Belege hierzu gibt es bisher nicht.
Selbst bei Infoseek, der Suchmaschine, die [wenn ich mich recht erinnere] als erste die Behauptung in die Welt stellte, laesst sich die Gegenprobe schnell ermitteln:
Beispiel-Suche: Hypotheken. Unter den ersten zehn werden Sites ausgegeben, die zwischen 134 und 6,600 externe Links besitzen, wobei die Zahl der Links keine Beruecksichtigung zu finden scheint: Sechstausend Links sollten wertvoller als gute Hundert sein, die vom Inhalt relevantere Seite mit 6,000 Links wird trotzdem nicht so gut bewertet, wie die Seite mit 134 Links.
Noch ausgepraegter ist das Ergebnis bei Infoseek in Deutschland. Seiten mit mehreren Hundert Links werden nicht so hoch bewertet, wie eine Seite mit 2 Links, die ausser einem Link auf eine Bank nichts zum gesuchten Thema enthaelt.
Geschaeftemacher lassen sich dadurch nicht davon abhalten, die Einrichtung von Links auf Ihre Site zu verkaufen. Die dadurch zustandekommenden Seiten, die auf ein paar kostenlosen Hosts untergebracht sind, sind nicht mehr als Aufzaehlungen der Links ohne jeden Inhalt.
Wie sich Linkpopularitaet beim Ranking auswirken _koennte_ hatte ich, basierend auf IBM's Clever-Modell, vor einiger Zeit erklaert.
Wie Sie Geschaeftemacher auf den ersten Blick erkennen? Die Site ist auf einem kostenlosen Web Server gehostet, mit einer email-Adresse bei einem Weiterleiter.
Wer immer noch JavaScript im Browser aktiviert hat, kann seine Leichen im Keller und andere, nicht fuer die Veroeffentlichung gedachten, Informationen auch am naechsten Schwarzen Brett veroeffentlichen.
Neu bekanntgewordene Bugs in Mozilla und MSIE ermoeglichen das folgende Szenario:
Ein Angreifer schickt Ihnen eine email mit ein paar Zeilen JS. Sie oeffnen die email, und verursachen _durch das Oeffnen_ der Mail die Ausfuehrung des JavaScript-Codes. Da Schutzvorrichtungen fuer JS, das per email erhalten wurde, eigenartigerweise anders als von fremden Web Sites erhaltener Code behandelt wird, kann dieser Code auf recht interessante Dinge auf Ihrer Maschine zugreifen. Wissenswertes - aus Sicht des Angreifers - wird dann an einen zentralen Web Server transferiert.
Wie? Durch die Konstruktion einer dynamischen URL, die auf dem Web Server nicht existiert, und die _nur_ den Zweck hat, die URL und die ihr dynamisch angehaengten Parameter im Web Server- Log File zu hinterlassen.
Neu an diesem Bug ist _nicht_ die Art der Datenuebermittlung, d.h. der HTTP-Aufruf, sondern der fehlende Schutz bei per email erhaltenem JavaScript-Code.
Sachen gibt's... Nicht nur, dass manche Web-Verantwortliche sich Zeit und Kosten der Grafik-Erstellung sparen, indem man einfach attraktive Gifs anderer Sites zweckentfremdet, manche schonen obendrein auch noch die eigene Bandbreite und linken direkt auf die ohne Berechtigung genutzte Grafik auf dem fremden Server.
Um den Grafik- und Bandbreitendiebstahl zu verhindern, brauchen Sie eine CGI-Loesung, die prueft, ob Bilder von Fremdsites oder der eigenen geladen werden. Eine solche Loesung kann man jetzt fuer 200 Mark kaufen. Oder als Shell Script eintippen:
#!/bin/sh
echo "Content-type: image/gif"
echo ""
if [ "$HTTP_REFERER" && "$HTTP_REFERER" != \
"http://www.ihre.domain/legale.seite.html" ]; then
cat /Pfad/zu/einer/Grafik/mit/Diebstahl-Hinweis.gif
else
cat /Pfad/zur/richtigen/Grafik.gif
fi
exit 0
Wenn Sie das Script z.B. image.cgi nennen, rufen Sie die Grafik nicht direkt sondern ueber dieses Script auf.
Das Script prueft, ob der Browser einen Referer liefert und ob die darin genannte Seite nicht auf Ihrem Host liegt. Trifft beides zu, wird eine Grafik ausgegeben, die beispielsweise einen ausgestreckten Mittelfinger zeigt.
Liegt kein Referer vor oder nennt dieser eine legale Seite, wird die korrekte Grafik ausgegeben.
Die Anpassung an mehrere zu schuetzende Grafiken ist eine Hausaufgabe.
Das Web wird erwachsen. DoubleClick, theGlobe.com, AOL, Yahoo, eBay, Amazon.com, Excite@Home, Inktomi und Lycos haben mit NetCoalition.com erstmals ein Sprachrohr mit "echtem Money" im Ruecken etabliert. Es gibt nur einen Zuhoerer: Washington, DC.
Waehrend NetCoalition.com nicht die erste Lobby-Gruppe ist, die in Washington Einfluss auf Vorgaenge nehmen will, haben wir hier die erste, die a) aus reinen Internet-Firmen besteht und b) die ausschliesslich zur ersten Garde gehoeren. Ziele: Foerderung von marktgesteuerten Loesungen, des Wettbewerbs und des Verbraucher-Vertrauens. Aber auch der Schutz intellektueller Gueter, Datenbanken, Ausbau der Copyright-Gesetzgebung, und des Verbraucherschutzes stehen auf dem Plan.
Waehrend man weiteren Mitgliedern durchaus aufgeschlossen gegenuebersteht, haben Firmen, die nicht zu 100% auf dem Web aktiv sind, keine Chance, aufgenommen zu werden. Grund: Firmen, die ausschliesslich auf dem Web operieren, haben andere Belange als Unternehmen der nicht-virtuellen Welt.
Fuer wie naiv halten Internet-Firmen die Anwender? Die MSN Linkexchange wirbt in Mailing-Listen derzeit mit einen 40%igen Rabatt bei der Domain-Registrierung ueber MSN Linkexchange. Der grossartige Sonderpreis: $70. Wer direct an die Quelle geht, zahlt bei www.networksolutions.com $70 - seit Jahren.
Literatur-Tip in diesem Zusammenhang:
http://www.amazon.de/execöbidosÄSIN/3764350210/qid=932217355/sr=1-3/028-8984198-2489234
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