Diese Woche habe ich meinen Suchmaschinen-Seitenparser ueberarbeitet. Auswirkungen werden sichtbar bei webRank, keyDetective, urlCount und beim monatlichen Vergleichstest der Suchmaschinen [und damit bei der Ermittlung der Eigenschaften, die bei den geprueften Suchmaschinen zu einer Position unter den ersten Zehn gefuehrt haben].
Die Liste der Suchmaschinen, deren Seiten der Parser momentan auseinanderpfluecken kann, ist stark gestiegen.
webRank prueft jetzt Ihre Suchmaschinen-Position einmal pro Woche in Acoon_DE, Aladin, AllTheWeb, AltaVista, AOL_DE, Crawler_DE, Eule_DE, Excite, Excite_DE, Fireball_DE, GoTo, HotBot, Infoseek, Infoseek_DE, Intersearch_AT, Lycos_DE, Sear.ch, Search_CH, SwissSearch und WebCrawler.
Warum nicht AltaVista oder Intersearch in DE, werden Sie fragen? Weil AltaVista_DE und alle anderen Dependancen reine Mirror sind, eine Abfrage bei der grossen Mutter damit ausreicht.
Bei den Mirrorn wird zwar die Sprache per Default auf die jeweilige Landessprache gestellt, waehrend bei AltaVista.com die Sprache auf "alle" gesetzt ist, ich gehe davon aus, dass Ihnen eine gute Position bei uneingeschraenkter Suche wichtiger ist.
Wieso? Wenn Sie eine gute Position bei AltaVista.com erreichen, ist eine entsprechende beim deutschsprachigen Mirror reines Beiprodukt.
Intersearch_DE wird momentan nicht abgefragt, weil, vielleicht bedingt durch Endemanns Kauf von Intersearch, Ungereimtheiten bei Anbindung, DNS-Eintraegen und diversen Aktivitaeten beobachtet wurden. Dass Intersearch_DE momentan nicht mehr als ein Aladin-Clone im alten Layout ist, wird sichtbar, wenn Sie bei www.intersearch.de nach flugs selbst erfundenen Worten suchen. Sie erfahren dann: "Aladin hat keine Seiten gefunden, die der Suchanfrage entsprechen !" Aber auch die IP-Nummer, die in der Kopfzeile des Browsers erscheint, klaert auf:
194.231.0.71 resolviert auf www.aladin.ORG, was Endemann fast schon zur karitativen Einrichtung macht.
Drei [namentlich nicht genannte kleinere] Suchmaschinen sind probeweise in der Liste. Timeouts und Server Error selbst bei geringer Belastung koennen dazu fuehren, dass ich sie wieder aus der Liste entferne.
urlCount prueft das Vorhandensein Ihrer Seiten nicht in allen Suchmaschinen, die webRank abfragt, da eine steigende Zahl von Suchmaschinen nicht Endemann gehoert sondern auf Inktomi-Daten beruht. Endemann versorgt ueber Aladin zwar Belissima_DE, Blitzsuche_DE, Columbus_DE, [momentan?] Intersearch_DE, und auch Spider_DE [seine Eule hat eine eigene Datenbasis], mit gleichen Daten und "Ranking"-Methoden - nur beim Dekor wird differenziert.
Wie Hotbot basieren mehrere Suchmaschinen wie z.B. GoTo, Snap oder SwissSearch, auf Inktomi-Daten. Waehrend jeder der Inktomi-Verwerter eigene Ranking-Methoden benutzt, ist der eigentliche Datenbestand davon nicht betroffen. Wenn Ihre Seiten in Hotbot "drin" sind, sind sie auch in allen anderen von Inktomi versorgten Suchmaschinen - nur nicht an gleicher Stelle. Auf welcher, erfahren Sie jede Woche durch webRank.
Wenn Ihr Unternehmen eine rentable Web Praesenz immer noch nicht als lebensnotwendig betrachtet, sollten Sie Folgendes bedenken:
Der Kampf um die Aufmerksamkeit des Kunden fuehrte inzwischen zum schaerfsten Verdraengungswettbewerb der industriellen Geschichte. Auch wenn Sie heute noch "Laufkundschaft" haben, sind Sie betroffen. Die Medien und andere Ahnungslose legen der Bevoelkerung staendig nahe, dass es auf dem Web "alles umsonst" gibt.
Zumindest aus Sicht des Privatkunden stimmt das zum grossen Teil. Von allem gibt es etwas, selbst physikalische Gueter, Dinge, die in einer Box an der Haustuer ankommen, kann man auf dem Web "kostenlos" erstehen, inkl kostenlosem Home-PC.
Als Einzelhandelsunternehmen oder auch als Hersteller koennen Sie hier schlecht mithalten. Waehrend "umsonst" natuerlich selten umsonst ist - man zahlt entweder mit Zeit, Preisgabe der Privatsphaere oder anderem nicht materiellem Ausgleich - macht sich beim Endkunden die Vorstellung breit, dass es auf dem Web alles guenstiger gibt.
Per Saldo hat das Web damit zumindest deflationaeren Einfluss auf eine Wirtschaftsentwicklung, in der Geld, wenn nicht wertvoller werdend, zumindest Wert behaelt. Letzte Woche wurde hier die aktuelle Inflationsrate veroeffentlicht. Ganze 2.1 Prozent, und dies, obwohl bei nicht wenigen Guetern im Laufe des Jahres drastische Preissteigerungen gemessen wurden [d.h. zumindest aus meiner Sicht]. Erkennbar wird, dass in vielen anderen Bereichen Druck auf Preise vorherrscht, an den sich die Wirtschaft wie auch der Kunde erst gewoehnen muss.
Managen in deflationaerem Umfeld ist schwieriger, als in Inflationszeiten. Die Notwendigkeit, Kosten zu sparen, betrifft jedes Unternehmen. Und auch wenn Sie Waren oder Dienstleistungen nicht "umsonst" abgeben, kann das Web _wesentlich_ zur Reduzierung betrieblicher Kosten, und damit zu besseren Margen beitragen.
Selbst wenn Sie heute darauf bauen, dass den Anbietern von "Kostenlosem" mangels Werbeeinnahmen irgendwann die Luft ausgeht und das Leben wieder eine gewisse Normalitaet annimmt: machen Sie sich auf eine lange Wartezeit gefasst. Der Kunde lernt momentan, und dies _nicht nur auf dem Web_, dass er nahezu jedes Wirtschaftsgut "preiswert" erstehen kann, wenn er gruendlich genug danach Ausschau haelt oder, wenn tatsaechlich finanzieller Ausgleich verlangt wird, er lange genug mit der Anschaffung wartet.
Dass es unter den Anbietern "kostenloser" Gueter Kalamitaeten geben wird, ist keine Frage. Aber so wie Supermaerkte sog. Loss Leader einsetzen, wird Marktanteil beim Privatkunden derzeit ueber Loss Leader gemacht. Das formt.
http://www.ebates.com/index.jhtml http://www.clickrewards.com http://www.mypoints.com http://www.postage4free.com
JavaScript-Akrobaten haben eine neue Methode gefunden, mit der auf Ihrem Rechner Unfug angestellt werden kann, ohne dass Sie darueber informiert werden. Betroffen von dem Trick, bei dem sog. JavaScript Enitities, d.h. &{<expression>};, benutzt werden, sind _unter anderem_:
O die meisten Web-basierten Email-Dienste O Web Message Boards und Foren O Gaestebuecher O Manche Suchmaschinen-Ergebnisseiten O Auktions-Sites
und andere Sites, die "fremde" HTML-Inhalte auf den eigenen Web Server lassen.
Wenn Sie solche Dienste _betreiben oder nutzen_, ist Vorsicht geboten. So wie Server Side Includes [SSI] deaktiviert sein muessen, wenn Sie Inhalte bereitstellen, die von Ihren Besuchern eingegeben werden, muessen Sie auch JavaScript aus Inhalten _und_ URLs entfernen. Als Besucher solcher Dienste schlafen Sie ruhiger, wenn Sie JavaScript im Browser kaltstellen.
Die Welt ist voller Me Too-Produkte. Sog. Metasuchmaschinen versuchen, beim Anwender den Eindruck zu erwecken, irgendetwas wuerde geboten. Produziert wird nur Effekt. Information, die Ware, an der der Anwender ursaechlich interessiert ist, wird hinter den Kulissen bei fremden Suchmaschinen beschafft.
Meta-Sucher haben ein Dasein, aber keine Berechtigung. Sie werden nie dominieren, nicht einmal definierbare Marktsegmente. Limonadenherstellern geht es nicht anders. Coca Cola fuehrt. Pepsi ist die einzige Alternative mit signifikantem Marktanteil. Das ist kein Zufall.
Sondern Folge der Konzentration auf das Segment, das von Coca Cola nicht ausreichend betreut wird, die Jugend. Coca Cola ist Biedermann-Limonade, Pepsi ist cool, hip, beinahe haette ich gesagt, revolutionaer. Aber Pepsi ist nicht Open Source ;-)
Pepsi adressierte das Marktsegment bewusst, indem man eine ausgemachte "Schwaeche" des Marktfuehrers betonte und sich als Alternative positionierte. Das ist Ausnahme. In der Regel versuchen Unternehmen - erfolglos - die Nachahmung fuehrender Anbieter. Durch Nachahmen kann man nicht ueberholen. Nicht einmal aufholen. Man hetzt ein Leben lang hinterher.
Das wurde auch Zeit: "Hewlett-Packard hat eine neue eBusiness- Software veröffentlicht, mit der das Verbraucherverhalten auf Web-Sites bequemer kontrolliert werden kann."
http://www.intern.de/99/36/61.shtml
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