Dass sich die Suchmaschinen-Position direkt auf den Cash Flow auswirkt, schrieb mir im Laufe des Jahres ein Kunde. Ich kann diese Erfahrung bestaetigen - mit Verzoegerung.
Ich weiss nicht, ob es von der Zielgruppe oder von der angebotenen Dienstleistung [bzw. dem verkauften Produkt] anhaengt, aber ich beobachte seit langer Zeit einen nahezu konstanten Echo-Effekt. Eine gute Suchmaschinen-Position fuehrt zu sofort steigenden Abonnenten-Zahlen dieses Newsletters und hat, zumindest hier, _keinen_ sofortigen [messbaren] Einfluss auf die Zahl der jede Woche verkauften Mitgliedschaften.
Erst etwa zwei Monate spaeter schlaegt sich der Anstieg der Abonnenten-Zahl im Verkauf nieder. Ausnahmen bestaetigen die Regel. Der Sommer ist immer relativ traege, die Wintermonate sorgen fuer mehr als einen Ausgleich.
Wenn Sie meine von Hand erstellte Statistik umwerfen wollen:
https://www.kso.co.uk/sales/de/sales.html
Moeglich ist auch, dass der Preis meines Angebots Grund fuer die Verzoegerung ist. Je niedriger [in absoluten Zahlen] der Preis eines Gutes, desto hoeher die Zahl der Impulskaeufe - und desto geringer die Wertschaetzung oder Kundenbindung.
Die Suchmaschine Search.ch hat "gefaceliftet" [So sagt man das, glaube ich, nach der Rechtschreibreform]. Bevor Sie sagen, "toll", sollten Sie sich die Site mit einem etwas betagten Browser ansehen. Weil Unisys ueber Umwege das Patent am LZW- Kompressionsverfahren haelt und auf Einhaltung pocht, sind GIFs nicht mehr so unverfaenglich, wie bis Ende 1996. Ich kann mir keinen anderen Grund vorstellen, warum Search.ch PNG-Grafiken einsetzt - die nur von neueren Browsern gezeigt werden koennen.
Autoren kommerzieller Grafik-Anwendungen zahlen, wenn GIFs verarbeitet werden, eine Lizenzgebuehr an Unisys. Public Domain- Anwendungen koennen hier nicht mithalten - kein Autor, der seine Software kostenlos abgibt, zahlt darauf auch noch Lizenzen, auch wenn das Verfahren und zahlreiche Versionen Quellcode weltweit publiziert wurden.
Als Alternative zum GIF-Standard wurde das PNG-Grafikformat entwickelt, das technisch zwar ueberlegen ist und keinerlei kommerziellen oder juristischen Beschraenkungen unterliegt, das aber eben auch den Nachteil hat, laengst nicht von jeder Anwendung verdaut zu werden. Netscape 3.04 - mein Browser, den ich beharrlich nicht gegen neuere Versionen austausche - zaehlt zu denen, die, wenn sie mit einer PNG-Grafik konfrontiert werden, die Schultern zucken.
Es gibt Alternativen. GIFs koennen auch nach dem sog. Runlength- Verfahren komprimiert werden, was die Lizenzfrage umgeht. Derart komprimierte Grafiken sollte man aber per Laster transportieren. Sie sind nicht viel kleiner, als nicht komprimierte GIFs.
Wenn Sie statische Grafiken auf Ihrer Site einsetzen, die nicht staendig ueberarbeitet werden, sollten Sie in ein kommerzielles Grafikprogramm investieren. GIFs koennen von jedem grafischen Browser gezeigt werden, und Sie vermeiden die Lizenzfrage.
JPEG-Grafiken eignen sich laengst nicht fuer jede Darstellung. Erstens haben JPEG-Grafiken einen sog. Overhead, d.h. ein gewisser Mindest-Dateiumfang von bis zu einem Kb faellt je nach Qualitaetsstufe an, auch wenn die Grafik nur einen Pixel gross ist. Hinzukommt, dass JPEG fuer Photos und Grafiken entwickelt wurde, in denen keine groesseren Flaechen einer einheitlichen Farbe vorkommen. Eine Wiese voller Blumen, ein Baum in voller Bluete ist JPEG-Material. Grosse Flaechen ohne jede Farbvariation fuehren andererseits zu grossen und unsauberen Grafiken.
Wenn ich mittags und abends den Setter ausfuehre, treffe ich von Zeit zu Zeit ein "aelteres" Ehepaar mit einem Retriever und einem Humber. Der Retriever ist ein Hund. Der Humber ein Auto. Durch Gespraeche weiss ich, dass die beiden "aelter" sind als ich. Das Fahrzeug wurde neu gekauft - 1950. Der Kastenaufbau [das Fahrzeug ist ein Kombi] ist noch aus Holz, die Felgen haben Speichen, wie frueher der Jaguar E-Type. Sitze aus Leder, Platz, dass man eine Party halten koennte, und Edelholz am Armaturenbrett zeigen, dass fuer die Ewigkeit gebaut wurde.
Waehrend der Zweitonner nicht so agil ist, wie heutige Autos, und laengst nicht so viele Gadgets besitzt, wird mir beteuert, dass er zuverlaessiger ist, als die Zweitwagen, die man im Laufe der Jahrzehnte unterhalten hat. Und sparsamer im Verbrauch.
Deshalb benutze ich Netscape 3.04. Und waehrend bekannt ist, dass MSIE heute der fuehrende Browser ist, heisst das laengst nicht, dass die Mehrzahl aller Anwender diesen Browser benutzt. Oder dass Sie andere Anwender vernachlaessigen koennen.
Suchmaschinen, die vom Anwender Flash verlangen, oder die, wie MSN bis vor ein oder zwei Wochen, ohne JavaScript nicht funktionieren, verzichten [vielleicht unbewusst] auf Besucher. Search.ch kann benutzt werden. Macht aber auf den, der keine PNG-Grafiken sieht, einen nicht professionellen Eindruck.
"Super Service bei AltaVista. Für Leute, die weder Lust noch Zeit zum Büffeln der neuen Regeln haben. Einfach die Adresse (URL) der gewünschten Seite in den Reformkonverter schieben, zurücklehnen und warten". Nicht nur warten. Sondern auch staunen. Versuchen Sie den Rechtschreibreformatiker mal mit der Adresse von Fireball:
http://www.altavista.deäv/reform/
Verhinderung von Spam ist eine der obersten Prioritaeten der Suchmaschinen. Trotzdem schluepfen immer wieder Unbelehrbare durch die Maschen, die mit ihren Hauruck-Methoden letztendlich dazu beitragen, dass Ranking-Algorithmen der Suchmaschinen oft sinnlose Ergebnisse aus dem Schrott zaubern.
Suchen Sie bei Altavista.com mal nach link:www.alphaseek.com
Abgesehen davon, dass alphaseek eine Suchmaschine fuer Anal- phabeten [erstens steht's so in meinem Collins, und zweitens ist es zutreffend] ist, "erstellt" von einem ebensolchen, ist die Methode, die sich da offenbart, keineswegs zu empfehlen, auch wenn die Versuchung reizt.
Erstens fallen Sie so auf. Wenn nicht der Suchmaschine selbst, die selten die Moeglichkeit hat [obwohl - Fireball scheint sie zu haben], wirklich jeden Versuch von Spam aufzudecken, dann potentiellen Besuchern. Und wer knappe 8,000 Seiten, vor allem, wenn diese den gleichen Inhalt besitzen, in eine Suchmaschine zwingt, praesentiert sich damit nicht unbedingt als serioeser Partner.
Zugegeben, hier handelt es sich um einen Pornograf. Und dass Salonfaehigkeit beim Quasi-Adel nicht ueblich ist, wissen wir auch. Die Methodik ist aber nicht auf das schraege Milleu beschraenkt. Die gleiche Taktik beobachte ich immer wieder und in Branchen, deren Mitglieder oft eine gewisse Serioesitaet in Anspruch nehmen.
Zweitens die Nach-mir-die-Sintflut-Problematik. Wer das Netz nicht erst kennt, seitdem es alles "kostenlos" gibt, weiss, wie jede zusaetzliche Spam-Site und jede zusaetzliche "Ich habe jetzt auch eine Hommpaitsch"-Seite den Nutzen nicht nur fuer alle sondern vor allem fuer Sie selbst reduziert. Wenn das Internet mangels Muell-Entsorgung nur noch fuer Entertainment, und Effekte gut ist, wenn es auf das Niveau der TV-Anstalten und Printmedien verkommt, braucht es niemand mehr.
Trotzdem kann mancher Web-Autor von Spammern lernen. Spammer wissen seit langem, dass es Unsinn ist, eine Site auf einem kostenlosen Host unterzubringen. Die Chance, dass Seiten, die bei einem "kostenlosen" Provider gehostet werden, von den Suchmaschinen aufgenommen werden, laesst sich mit 0.33% beziffern. GeoCities, wahrscheinlich der groesste Gratis- Provider, hostet mehr als 6 Mio Seiten. 18,165 davon sind AltaVista bekannt. Tripod, Xoom, Germany.net und andere werden nicht besser behandelt. Wer sagt, das Leben ist nicht fair?
Excite lebt. Von Zeit zu Zeit kommt jemand vorbei, und inzwischen sind auch wieder einige meiner Seite bei Excite indiziert. Es sieht aus, als ob man sich von den Schocks der letzten Monate erholt hat und ernsthaft daran geht, die Datenbank, die bisher nicht gerade durch Groesse bestach, auszubauen.
MSN hat inzwischen auf AltaVista gewechselt. Damit wird die Position in AltaVista noch wichtiger. MSN zeigt zwar je nach Suchanfrage Ergebnisse aus eigenen Sammlungen und anderen Directories, dabei handelt es sich aber bestenfalls um eine Handvoll Links.
Das Open Directory, urspruenglich auch von mir nicht fuer besonders wichtig gehalten, macht Karriere. Das als Newhoo ins Leben gerufene und dann von Netscape gekaufte Verzeichnis ist zwar laengst nicht ohne Widersprueche - wobei sich vor allem die vielen Freiwilligen, die als Editor Dienst leisten, widersprechen - aber die dort aufgebaute Datenbank wird, weil das Verzeichnis wie ein Open Source-Projekt betrieben wird, inzwischen von mehreren Suchmaschinen statt eines eigenen Verzeichnisses eingesetzt: u.a. von Hotbot, Lycos [US] und verschiedenen anderen. Ihr Eintrag, der wie bei Yahoo! und anderen Verzeichnissen nicht automatisiert werden kann, sollte daher "drin" sein:
http://www.dmoz.de/
http://www.dmoz.org/
Der amerikanische Wahlkampf dauert laenger und beginnt eher als bei uns:
http://www.twain2000.com/
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