Ein einfacher Test zeigt, warum Suchmaschinen-Optimierung effizienter ist, als jede andere Methode der Besuchergewinnung.
Bitte lesen Sie den naechsten Abschnitt besonders aufmerksam und merken Sie sich die Zahl der Worte, die klein geschrieben sind:
"Sie werden am eigenen Leib erfahren, warum Bannerwerbung, Linktausch, Haenderingen und Werbung in den traditionellen Medien nie so erfolgreich sein koennen, wie eine gute Position in den Suchmaschinen".
Bitte sagen Sie jetzt ohne nochmaliges Lesen des obigen Abschnitts, in wievielen Woertern der Buchstabe 'a' vorkommt. Richtig - Sie waren aufgefordert, klein geschriebene Woerter zu zaehlen, und _DARAUF_ haben Sie sich konzentriert.
Suchmaschinen-Anwender suchen bei jeder Suche nach bestimmten Informationen und KONZENTRIEREN sich, so wie Sie auf's Zaehlen, auf die ausgegebenen Links. Dieser Guckloch-Effekt, das Ignorieren aller dekorativen und sonstwie vom eigentlichen Inhalt abweichenden Seitenelemente, wurde in mehreren Studien und auch von Werbekunden, die Etats nicht verbraten sondern damit rechnen muessen, gemessen und bestaetigt. Zuletzt anhand der von MSN in den USA gebotenen Moeglichkeit, neben den Suchergebnissen kleine Inserate einzublenden.
MSN reagierte mit der ueblichen Gemaechtlichkeit und reduzierte zunaechst den Preis der Inserate um 90% - oeffentliche Diskussionen der Nicht-Wirksamkeit waren vielleicht nicht besonders verkaufsfoerdernd - und spaeter durch voellige Streichung des Angebots.
Suchmaschinen-Optimierung ist - prinzipiell - genauso einfach, wie die Erbringung des obigen Belegs. Trotzdem ist es geradezu erschreckend, wie schwer sich manche Anwender tun, wenn es darum geht, Dinge zu akzeptieren, die offensichtlicher nicht sein koennen.
Einfach wird die Erkennung der Problematik, wenn Sie, wie ich, eine eigene Suchmaschine entwickeln. Meine hat soeben unter http://www.domanova.co.uk/ den Betrieb aufgenommen.
Aber auch wenn Sie nicht vorhaben, eine eigene Suchmaschine zu betreiben, sollten Sie - zumindest Ihre eigenen Seiten - mal aus Sicht der Suchmaschinen sehen.
Nehmen Sie eine Ihrer Kummer-Seiten, d.h. eine solche, die einfach nicht nach oben will. Drucken Sie diese Seite aus, und zwar nicht[!] von einer HTML-faehigen Anwendung, sondern so, dass alle HTML-Tags, Schnoerkel und Kringel mit zu Papier kommen.
Sie haben sicherlich eine Vorstellung, was die Seite aussagen soll, und unter welchen Begriffen sie gefunden werden soll.
Frage: warum soll eine Suchmaschine ausgerechnet diese Seite so bewerten, dass sie fuer "Ihre" Wunschbegriffe so relevant ist, dass sie vor hunderttausenden oder millionen von aehnlichen Seiten mit aehnlichen Wortsammlungen ausgegeben wird?
Ist sie fuer die Woerter, unter denen die Seite gefunden werden soll, tatsaechlich so relevant, dass keine andere Seite auch nur annaehernd zutreffend ist?
Oder erwarten Sie, dass die Seite oben erscheint, nur weil sie Ihnen gehoert?
Es reicht _NICHT_, in den Meta-Tags einer Seite die Worte "Bauernhof Allgaeu" unterzubringen, um Suchmaschinen davon zu ueberzeugen, dass es in Sachen Bauernhof im Allgaeu keine kompetentere Information gibt.
Genausowenig reicht es, aller nur denkbaren und noch mehr undenkbare Wort-Sammlungen in Meta-Tags oder unsichtbar im Seiteninhalt unterzubringen, um einen der besseren Plaetze zu erlangen.
BEVOR Sie den ersten HTML-Tag eintippen, muss der Inhalt stimmen. Als einfacher Text, ausgedruckt, wie dieser Newsletter, ohne 3D-Effekte, Hintergrund-Musik, Aroma und Schultermassage muss die Information davon ueberzeugen, dass sie relevant ist, kompetent und zutreffend. Und zwar mehr als 99.999% aller vergleichbaren Seiten.
Es gibt zwar keine absolute Methode der maschinellen Relevanz- Ermittlung, und manuelle Relevanz-Bestimmung ist nicht weniger subjektiv. Man geht in der IR-Praxis aber davon aus, das eine ausreichende Nennung der das Thema eingrenzenden Begriffe eine der Voraussetzungen ist. Wobei "ausreichend" ein so subjektives wie suspektes Mass ist, das _einmalige_ Vorkommen eines Begriffes aber nicht, so sind sich die Experten einig, genuegt.
Was momentan "genuegt", sehen Sie woechentlich aktualisiert fuer div. Suchmaschinen auf meiner Site. Wie haeufig Begriffe in den zuerst von den Suchmaschinen aufgegebenen Seiten vorkommen und welche HTML-Tags dabei benutzt werden, ist fuer die Position entscheidend. Seiten, die wichtige Suchbegriffe nicht in der gemessenen Haeufigkeit enthalten, koennen die Bedingungen fuer eine Top-Position nicht erfuellen und werden entsprechend tiefer "abgelegt".
Beruecksichtigen muessen Sie bei der Text-Aufbereitung darueberhinaus den eingangs erwaehnten "Guckloch-Effekt". Nur was den Besucher interessiert, nimmt er wahr. "Ist doch Logo...", murmelt der Web-Texter, waehrend er an der "Wir-ueber-uns"-Seite schraubt und verkennt, dass jede Minute, die solchen Inhalten gewidmet wird, besser auf einem Bauernhof im Algaeu verbracht wird.
Soweit zumindest die Theorie.
In der Praxis werden Sie immer mal Seiten finden, die gegen diese Empfehlungen verstossen und trotzdem auf die besseren Plaetze rutschen. Das mag auf den ersten Eindruck enttaeuschen.
Wer sich aber die Muehe macht, und Ergebnisse der Suchmaschinen fuer solche "Unfall-Positionen" ueber eine laengere Zeit hinweg - sagen wir vier oder sechs Wochen lang - taeglich beobachtet, findet, dass es sich hierbei entweder um gelegentliche oder um "systematische" Ausrutscher handelt.
Sie koennen aber mit grosser Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass die Zahl der "Unfaelle" den Hoehepunkt ueberschritten hat.
Dass AltaVista zum Beispiel oefters "rotiert", hatte ich letztes Jahr anhand einer Mini-Studie ermittelt. Hierbei wurde eine Woche lang alle zwei Minuten die gleiche Anfrage an AltaVista gerichtet. Die Auswertung zeigte eindeutig, dass Positionen nicht absolut sind sondern um eine recht praezise ermittelbare Schwankungsbreite "schwimmen".
Waehrend zur Zeit der Studie Positionen bei jedem Seitenabruf [d.h. alle zwei Minuten] schwankten, verhaelt sich AltaVista manchmal so, dass Positionen stunden- und zeitweise auch tageweise stabil sind.
Solche Ungereimtheiten gibt es bei FAST allen Suchmaschinen. Jede einzelne, die nicht auf schludriger Software basiert, laesst sich auf eine einzige Ursache zurueckfuehren:
Zivilisation.
Oder der Mangel daran. Die Moeglichkeit der kostenlosen Anmeldung von Seiten, gepaart mit der Unfaehigkeit oder dem Unwillen, identische oder nahezu identische Seiten unter mehr als einer URL als Duplikat zu erkennen [und zurueckzuweisen], fuehrte letztendlich bei fast allen Suchmaschinen dazu, dass "Relevanz" momentan nur noch ein untergeordneter Faktor ist.
Denn Web-Verantwortliche fanden schnell heraus, dass die Erstellung von manchmal zehn- oder hunderttausenden von Seiten mit nahezu identischen Inhalten, bei denen "der Suchbegriff" nur in unterschiedlichen Haeufigkeiten vorkommt, zumindest _einen_ Treffer unter den besseren Plaetzen verursacht. Manchmal resultiert das Schiessen mit Schrot auch in hunderten von Treffern, was dann recht blamabel ist.
Zufallsvariablen, Sortierungen, bei denen das Datum der letzten Seitenaktualisierung oder des letzten Spiderns, die Dateigroesse oder das Vorhandensein eines Begriffs in Text, Meta-Keywords und Meta-Description zu Plus- oder Minus-Punkten fuehrten, wurden zur Norm, um solche Missbraeuche, wenn nicht zu verhindern. dann zumindest zu verschleiern.
Selbst Google kommt nicht ohne Haendchen-Halten aus. Am dem Tag, an dem Cygnus durch RedHat uebernommen wurde, fuehrte die Suche nach Cygnus bei Google zur RedHat-Site. Ich bezweifle, dass hunderttausende von Links in hunderttausenden von Seiten am gleichen Tag geaendert wurden _und_ dass ausgerechnet diese Seiten durch Google am gleichen Tag neu gespidert wurden.
Aus diesem Grunde muss die sich mehr und mehr durchsetzende Anmeldung von Seiten gegen bare Muenze begruesst werden.
Waehrend einerseits viele Hobby- und privaten Seiten und vielleicht auch solche karitativer Organisationen so um die Moeglichkeit der Anmeldung beraubt werden, wird so, mit der Zeit, eine Entsorgung eingeleitet, die letztendlich dazu fuehrt, dass niemand mehr behauptet, Zilliarden von Seiten im Datenbestand zu haben. Die Masse machts naemlich nicht.
Entwicklungsaufwand, der dazu fuehrt, "bessere" Dokumente als solche zu erkennen, dienen Suchmaschinen _UND_ Anwendern mehr, als Aufwendungen, die nur betrieben werden, um Maengel zu verdecken.
Deshalb ist die in der letzten Zeit oft geaeusserte Befuerchtung, dass Seiten, die mangels Finanzkraft des Urhebers nicht angemeldet werden koennen, nie von den Suchmaschinen gefunden werden koennen, NICHT stichhaltig. Suchmaschinen, die etwas auf sich halten, spidern nicht mehr wahllos sondern mehr und mehr Links folgend, die als "wertvoll" erkannt werden.
Seit der letzten Ausgabe dieses Newsletters muss fuer die Anmeldung jetzt auch bei Excite und bei Go [frueher Infoseek] bezahlt werden. Excite bietet zwar noch die Moeglichkeit der kostenlosen Registrierung einer Site. Wer weiss, dass Excite bisher den Grossteil aller Anmeldungen ignoriert hat, stets ein Limit der Seiten pro Site erzwang und Seiten nur ein paar Wochen lang im Bestand hielt, versteht, dass der Hinweis, man koenne nicht garantieren, ob solche Anmeldungen irgendwann bearbeitet werden, keine leere "Versprechung" ist.
Diese Entwicklung hat langfristig auch Auswirkungen auf mein Angebot. Wenn die ersten deutschsprachigen Suchmaschinen sich fuer die URL-Anmeldung bezahlen lassen, wird autoAnnounce eingeschraenkt werden.
Frage ist nur, welche als Erste den Mut hat. Dass es dazu kommen wird, bezweifeln heute nur noch Wenige.
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