Linkpopularitaet, Espotting, Gooogel.

1. Suchmaschinen-Optimierung und Linkpopularitaet

Seit Mitte April umfasst mein Service zusaetzlich zum bisherigen Angebot die individuelle Analyse der Kunden-Site und Erstellung einer darauf basierenden Optimierungsstrategie. Der Fachmann wundert sich, wenn die Empfehlung, den sichtbaren Teil der Seiten anzupassen, Kunden ueberrascht.

Site-Betreiber gehen immer noch davon aus, dass es geheime "Tricks" oder magische Tags gibt, durch deren versteckte Anwendung man sich hoeherschummelt.

Das mag bei den kleinen Suchmaschinen funktionieren. Ich habe es nicht geprueft. Der Zeitaufwand fuer die Optimierung von Seiten fuer z.B. den Marktfuehrer Google ist meist _geringer_ als die Optimierung fuer eine der _vielen kleinen_ Suchmaschinen, die _zusammen_ kaum 5% Marktanteil erzielen.

Der Zeitaufwand ist geringer, weil die Arbeitsweise von Google [und anderen grossen Suchmaschinen] bekannt ist. Suchmaschinen, die Linkpopularitaet beruecksichtigen, kommen dem Ideal der Beruecksichtigung der Anwenderwuensche sehr nahe - vor allem dann, wenn eine Thematik grossem Wettbewerb unterliegt.

Natuerlich finden Sie auch bei Google immer wieder Seiten auf den besseren Plaetzen, die schlichtweg als Spam bezeichnet werden muessen. Das liegt aber fast immer daran, dass es keine deutlich besseren Seiten oder Praesenzen gibt.

Fuer alle Suchanfragen, fuer die hunderttausende oder Millionen von Fundstellen genannt werden, gewinnt stets die Kombination aus inhaltlicher Relevanz und Linkpopularitaet.

Linkpopularitaet entsteht durch den sichtbaren Text einer Seite, also nicht den Begriffen, die Sie in meterlangen Meta-Tags [oder Meter-Tags], in Kommentaren, IMG-Alt-Parametern, Formularen oder sonstigen nicht im Browser sichtbaren Elementen verstecken.

Und nicht etwa, weil moderne Suchmaschinen-Algorithmen diesen Teil jetzt genau eingrenzen koennen. Die Abgrenzung erfolgt ausschliesslich durch den Anwender, auf der Basis der von ihm wahrgenommenen Information im Browser.

Was Anwender im Browser sehen, steuert Ihre Linkpopularitaet.

Denn dieser Inhalt verleitet den Anwender, sich mit dem Inhalt auseinanderzusetzen, davon angetan zu sein und ggfls auf der eigenen Site einen Link auf Ihre Praesenz zu setzen. Oder sich flugs umzudrehen und eine alternative Site zu suchen. Niemand hat ein Monopol auf Information. Was dazu fuehrt, dass die "beste" Site gewinnt.

Langfristig entscheidet damit der Anwender-Nutzen und nicht mehr Meter-Tag-Akrobatik, unsichtbarer Text, oder Brueckenseiten.

Selbstverstaendlich gibt es viele kleine "Tricks", mit denen der Anwender-Nutzen gefoerdert werden kann.

Sprachliche Gestaltung ist einer. Sie koennen auf der Web-Site sagen, Sie verkaufen "vollendete Heim-Unterhaltung". Oder "Fernseher". Sie koennen "ergonomisch perfekte Nachtruhe" anbieten. In meinem Bekanntenkreis schlafen die Leute aber in einem "Bett". Und wenn sie eines brauchen, suchen sie danach. Und nicht nach synthetischen Marketing-Floskeln.

Zu den "Tricks" zaehlt auch sparsamer Umgang mit der Zeit des Anwenders. Grafiken sollten auch heute noch ueberlegt genutzt werden. Nicht jeder Link braucht eine 12-Kb-Grafik. Und nur zu Dekorationszwecken eingesetzte Bilder ohne eigentliche Information verzoegern die Befriedigung des Informationsbedarfs. Und wenn Grafik, dann muss auch diese optimiert werden. Die Aufloesung sollte nicht fuer 4farb-Hochglanzdruck sondern uebliche Monitore ausgelegt sein, sonst vergehen ewige Sekunden, bis ein Bild laedt.

Eine Site, die laenger zum Laden braucht als typische politische "Soundbytes" in den Nachrichten, verliert Besucher. Und jeder einzelne _kann_ ein Site-Betreiber sein, der das Potential hat, durch das Setzen eines Links Ihre Linkpopularitaet weiter zu festigen.

Mit JavaScript kann man hervorragend demonstrieren, dass man programmieren moechte. Dass man Besucher, die den falschen Browser haben, gern zur Tuere oder durchs [Browser-] Fenster hinauswirft, oder ihn als permanentes Eigentum betrachtet, dem man das Verlassen der Site verbietet, und dass man mit etwas Anstrengung notfalls den Anwender-PC in die Knie kriegt.

Wer gar Links auf Unterseiten per JavaScript erstellt, erklaert, dass seine Site nicht von den Suchmaschinen indiziert werden soll und dass nur Besucher, die kein eigenes Urteilsvermoegen haben, geduldet werden.

Wer Flash einsetzt, belegt, dass nur Kunden, die nichts besseres zu tun oder strapazierfaehige Geduld haben, erwuenscht sind. Wer diese nicht besitzt, wird der Praesentation ohnehin kaum folgen koennen und soll gefaelligst auf dem Troedelmarkt kaufen.

Auch das Erzwingen einer klitzekleinen Schriftgroesse [die auf dem eigenen PC genau "richtig" ist] reduziert die Besucherzahlen. Nicht jeder hat den gleichen PC wie Ihr Entwickler, und nicht jeder hat PC und Browser so konfiguriert wie Ihre Web-Meister.

Fuer Anwender ist es einfacher, eine alternative Site als eine Lupe zu suchen.

Keiner dieser "Tricks" ist aufsehenerregend und kein einziger setzt HTML-Akrobatik voraus. Eher gesunden Menschenverstand, Interesse an der Sache und an der Befriedigung der Beduerfnisse der Zielgruppe, d.h. der Sache, mit der man langfristig und auf Dauer Linkpopularitaet aufbaut.

Wie Sie sofort und massiv Linkpopularitaet durch genau gezielte Aktionen "machen", die sich so schnell wie auch permanent lohnen, lesen Sie im Kundenbereich meiner Site.

Und wie Relevanz "gemacht" wird, wie Inhalte aufbereitet werden muessen, damit Suchmaschinen diese fuer wichtige Suchbegriffe nach oben bringen, wenn die Linkpopularitaet auch nur _halbwegs_ "stimmt", und wie auch die Site-Struktur auf die Algorithmen der Suchmaschinen eingeht, sage ich Ihnen gerne, wenn Sie fuer Ihre Site eine Top10-Position anstreben:

Top10-Plazierung

2. Realitaets-Check

Erfahrene Internet-Profis sehen meist auf einen Blick, ob eine Praesenz Zukunft hat, oder ob sie - nach laengerem Gequaele - den DotBomb-Galerien hinzugefuegt wird.

Wie Realitaets-Anwender, die auch das Web benutzen, Praesenzen beurteilen, wird schoen regelmaessig durch die entsprechenden Organe veroeffentlicht:

http://www.fuckedcompany.com/
http://www.dotcomtod.com/

Eine Stunde Lesen der [englischsprachigen] fuckedcompany oder der [deutschen] dotcomtod ist bildender, als drei Monate Bueffeln in Web-Design und HTML, auch wenn die Ausdrucksweise der englischen Site schonmal selten stubenrein ist.

Aber wer den dort zusammengetragen "roten Faden" erkennt, versteht, warum [z.B.] CMGI-Aktien vor gut zwei Jahren $US 163.22 kosteten - und heute fuer etwa einen Dollar zu haben sind. Warum Firmen wie RealNames und vielen anderen Heissluft-Produzenten einen gemeinsamen Nenner haben: die Server-Abschaltung.

3. Experten-Site

BT [das ist British Telecom fuer Auslaender] setzt jetzt auf ADSL zum angeblichen Dumping-Preis. Am Tag der Vorstellung versuchte ich morgens, den eigens eingerichteten Web-Server aufzurufen: Server down, can't connect.

Am spaeten Nachmittag versuchte ich's nochmal, da ich ADSL zuhause gebrauchen koennte: "Dieser Server ist momentan wegen DRINGENDER Wartungsarbeiten nicht erreichbar" hiess es auf der Startseite.

Am naechsten Tag klappte es dann. In einem Frameset wurden Seiten von einem Windows-Server auf einem externen Host aufgerufen. Viel Geblaehe um die Vorteile der schnelleren Verbindung, der Moeglichkeit der Video-Konferenz und vieler anderer Techniken, die dank ihrer Farbenpracht an Web-Unerfahrene verkauft werden koennen.

Ob man dynamische oder statische IPs vergibt, steht auch in der FAQ nicht, und ob das Angebot Windows-spezifisch ist oder etwa, wie man von einem Unternehmen, das sich mit weltweiter Kommunikation befasst, erwarten sollte, systemneutral ist, war nicht zu erfahren. PDF-Files mit bunten Bildchen lade ich ob der Dateigroesse und der vermuteten Gehaltlosigkeit gar nicht erst.

Ein Anruf belegt die Expertise: der das Telefon beantwortende CallCenter-Zelleninhaber faselt von Windows 2000 und XP. Aber wenn Linux ein Windows-Programm ist, wird das schon gehen. Ist es nicht. Experten, die mehr wissen, als er, erreicht man ueber eine andere Telefon-Nummer - an deren Ende sich eine Fax-Maschine meldet. Offenbar hat nicht jeder hat die notwendige Qualifikation fuer einen Job bei McDonalds.

4. Espotting mit Email-Flecken

Espotting und Messagizer, die UK-Tochter einer Buongiorno Group, der Pressemeldung zufolge Europas fuehrender Outfit fuer "email und drahtloses Marketing" [von dem ich noch nie gehoert habe], sind ueberein gekommen, Espotting Pay per Click-Werbung jetzt in die email-Newsletter der Firma mit dem zungenbrechenden Namen einzublenden.

Die drei von Messa-wasimmer verschickten Newsletter: "Your Money", "Tourist Mail" und "S*x & Loving".

Espotting laeuft uebrigens auf Windows, und bei der Einrichtung eines Kontos muss JavaScript im MSIE aktiviert sein. Mit Netscape- Browser geht die Chose nicht. Das gleiche passierte mir vor ein paar Jahren, als ich RealNames getestet hatte. Bei RealNames wurden kurz danach Kreditkarten-Informationen geklaut.

Was aus RealNames wurde, ist bekannt.

5. Gooogel

Phantasie haben die Leute. Der Whois-Eintrag fuer elgoog.com lautet:

   Domain Name: ELGOOG.COM
   Registrar: BULKREGISTER.COM, INC.
   Whois Server: whois.bulkregister.com
   Referral URL: http://www.bulkregister.com
   Name Server: NS2.GOOGLE.COM
   Name Server: NS1.GOOGLE.COM
   Name Server: NS3.GOOGLE.COM
   Name Server: NS4.GOOGLE.COM
   Updated Date: 09-feb-2002

und ueber www.googel.de geht's auch. www.googel.co.uk und www.googel.at hat man verschlafen. Die .com geht auch mit einem bzw mit 3 ohs. Dafuer hat der Seiten-Parser Macken, wie die beiden folgenden Suchergebnisse zeigen [sollten. Wenns nicht sofort offensichtlich ist, wurde das zwischenzeitlich gefixt, da momentan ein Update bei Google laeuft, das Mo oder Di fertig sein duerfte].

http://www.google.com/search?hl=en&q=velo+schneiter+thun&btnG=Google+Search
http://www.google.com/search?hl=en&q=Altimeter+Watches

6. Neu auf der Suchmaschinen-Site

Seit dem letzten Newsletter wurden mehrere Seiten im Kundenbereich aktualisiert [Linkpopularitaet, optimale Pay for Inclusion-Taktik, AllTheWeb, und Fireball]:

Suchmaschinen-News gab es unter anderem ueber AllTheWeb, Google, RealNames und Web.de.

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