Manchmal muss man drakonische Massnahmen ergreifen. So wie mein Newsletter und meine Web Site nie bezahlte [oder unbezahlte] Werbung enthaelt, habe ich kein Interesse an Werbebotschaften. Wenn ich Bedarf habe, informiere ich mich. Wenn Ihre Verkaufs- oder Marketing-Abteilung von mir nicht hoert, duerfen Sie davon ausgehen, dass ich an Ihrer Werbung und PR "proaktiv" nicht interessiert bin.
Besonders irritierend ist unaufgeforderter erhaltener Spam, oder Werbe-eMuell. Nicht nur, weil ein Grossteil des binaeren Muells p*rnografische oder nicht legitime Offerten enthaelt, nur auf Dummenfang aus ist und oft noch mit gefaelschtem Absender in Umlauf gebracht wird. Sondern vor allem, weil man riskiert, bei der Loeschung versehentlich legitime mail zu loeschen.
Wer einen Windows-PC nutzt, riskiert obendrein die Infizierung durch allerlei Ungeziefer zur Selbst-Replikation oder einfachen Schaedigung des Systems.
Ich habe mir mehrere Abende lang Gedanken ueber das Problem gemacht und letztendlich einen sog. email Firewall geschrieben, der das Problem nicht nur eingrenzen sondern eliminieren soll.
Da man eMuell aufgrund des Inhalts allein nie 100%ig als solchen identifizieren kann, sind Inhalt filternde Loesungen nur halbe Loesungen. Suchmaschinen wissen, dass die Inhaltsanalyse einzelner Seite allein nie Aufschluss ueber die Natur einer Site geben kann. Daher beruecksichtigt man zusaetzliche Faktoren wie "naheliegende" Seiten auf dem gleichen Server und Seiten der "Nachbarschaft", d.h. man bewertet oft auch direkt verlinkte externe Seiten bzw Seiten, die einen direkten Link auf eine zu pruefende Praesenz enthalten.
Diese Moeglichkeiten bieten sich bei eingehenden emails nicht.
Ich betrachte daher jede email zunaechst als suspekt. Nur mail von mir bekannten [d.h. in einer Datenbank eingetragenen] Absendern wird akzeptiert. Hier eingehende email von unbekannten Absendern wird durch eine kurze Nachricht beantwortet, die den Absender auffordert, meine neue Adresse auf meiner Web Site einzusehen oder per Telefon zu erfragen. Wer in der Datenbank als gesperrt vermerkt ist, kann mich nicht mehr erreichen. Eine Sperre kann fuer einzelne email-Adressen wie auch volle Domains, z.B. alle Freemail-Dienste, ausgesprochen werden.
Wer weder meine Web Site noch meine Telefonnummer kennt [die verschickte Aufforderung nennt weder URL noch Tel.-Nummer], kennt mich nicht und sucht nicht den persoenlichen Kontakt. Die Aufforderung wird natuerlich nur einmal verschickt. Damit sie nicht als Indiz einer aktiven email-Adresse missbraucht wird [Spammer sind mehr als krumme Naturen], gebe ich als Absender der Aufforderung den Empfaenger selbiger an. Unzustellbare fallen irgendwo durch die Ritzen. Spammer, die Adressen aller eingehenden Mails sammeln, setzen sich selbst auf ihre Listen.
Wer meine Adresse auf meiner Web Site sucht, muss sich auf die [in jeder Seite in der Fusszeile verlinkten] Kontakt-Seite begeben. Dort muss er, um einen Eintrag in die Datenbank der legitimen Absender auszuloesen, die eigene Absender-Adresse angeben und erhaelt eine mit einem Schluessel versehene Adresse, die nur ein paar Stunden gueltig ist und die nur als gueltig akzeptiert wird, wenn der auf der Web Site angegebene und der tatsaechliche Absender der mail 100%ig uebereinstimmen.
Es gibt aehnliche Open Source-Loesungen, bei denen mail von unbekannten Absendern mit einer mail beantwortet wird, die den Schluessel enthaelt und die durch das einfache Zurueckschicken durch den urspruenglichen Absender zur Freischaltung fuehrt, solange der Schluessel unveraendert in der email enthalten ist.
Ich habe mich gegen eine solche Loesung entschieden, weil diese das Risiko des Missbrauchs zwar reduzieren aber nicht voellig eliminieren. eMuell kommt teilweise mit nicht gefaelschten Absendern von Organisationen [die Bezeichnung "Firmen" ware ein Hohn], die behaupten, der Empfaenger habe durch einfaches oder doppeltes "Opt In", durch eingegangene Geschaeftsbeziehungen oder vertragliche Verpflichtungen den Absender berechtigt, den Empfaenger mit Muell zu ueberschuetten. Das Risiko, dass eine email mit Schluessel von solchen Idioten retourniert wird und zur vorruebergehenden Freischaltung fuehrt, muss, wenn man wirklich ungestoert arbeiten moechte, nicht reduziert, sondern eliminiert werden.
Wenn ich in den letzten Jahren auf eine Ihrer emails geantwortet habe, ist Ihre Adresse bereits in meiner Datenbank der legitimen Absender verzeichnet. "Unbekannt" sind damit nur tatsaechlich unbekannte Absender.
Ich will nicht ausschliessen, dass das Verfahren den einen oder anderen unerfahrenen Anwender abschreckt. In der Praxis habe ich keine Reduzierung des legitimen email-Volumens beobachtet. Mehr wollte ich nicht.
Ablehnung der Bewertung einer p*rnografischen Site fuehrte kuerzlich zum Kommentar des Betreibers, Geschaeft sei Geschaeft. Ich sehe das anders, wenn auch nicht jeder diskriminiert.
Der Ausdruck "Geschaeft", heute offenbar nur noch Synonym fuer die formell vielleicht legale [und manchmal nicht so legale] Uebervorteilung, scheint heute nahezu jede Verhaltensweise zu rechtfertigen, vor allem, wenn der Kontakt von Angesicht zu Angesicht fehlt und man es nur mit "anonymen" Kunden, durch einen Eintrag in einer Datenbank repraesentiert, zu tun hat.
Wie sehr die entsprechende Geisteshaltung zur Norm wurde, zeigt das Beispiel eines US-"Unternehmens", das den Domain-Registrar Neustar verklagt, weil dieser die Registrierung der Domain f*ckamerica.us stornierte.
http://www.intern.de/news/3339.html
Man erkennt die Haltung auch daran, dass heute der Suchmaschinen- Eintrag in Echtzeit angeboten wird, eine Entwicklung, die die wenigen Experten der Branche, die keine Scheuklappen tragen, verschlafen haben muessen.
Man erkennt sie u.a. daran, dass folgender Text von einer sog. Suchmaschine an eine Vielzahl potentieller Site-Betreiber gemailt wurde [was dazu fuehrte, dass mir dutzende von Lesern dieses Newsletters ihre Kopien fuer den Fall, dass ich selbst nicht mit eMuell bedacht wurde, weiterleiteten]:
> Mit unserem SearchEngineOptimizer erstellen wir fuer Sie - > unabhaengig von > Ihrer eigentlichen Praesenz - zusaetzliche Startseiten, die > bei den Suchmaschinen angemeldet werden. Das Prinzip beruht > darauf, fuer Suchmaschinen zahlreiche *Nebeneingaenge* zu > Ihrer bestehenden Webpraesenz zu schaffen. Die generierten > Startseiten haben jeweils eine hohe Relevanz zum Suchbegriff > und werden somit von Suchmaschinen besser bewertet als > herkoemmliche Seiten.
Weiter unten erfaehrt der Erstaunte u.a.:
> Sie erhalten diese Mail weil Sie eine Webseite in unserer > Suchmaschine WITCH (eventuell ueber eine fremde Eintragsseite > z. B. Strato, oder ein Eintragungsprogramm z. B. > Hello-Engines!) angemeldet haben....
http://www.bitch.de/
Man erkennt die Haltung auch daran, dass gewisse Medien, um den letzten Rest des Verstandes beraubt, Spammer fast schon zu einer Art Volksheld hochstilisieren, weil sie millionenweise eMuell verschicken und dabei so geschickt vorgehen, dass der jugendliche Journalist die technischen Zusammenhaenge nicht mehr nachvollziehen kann und zu erstaunter Bewunderung verleitet wird [beide Artikel in englisch]:
http://www.cbsnews.com/stories/2002/08/05/tech/main517505.shtml
http://www.msnbc.com/news/792491.asp?cp1=1
Solange es Provider gibt, die beide Augen zu- und beide Haende aufhalten, und solange es genuegend naive Netz-Benutzer gibt, die unaufgefordert erhaltene Werbung "befolgen" und Spam damit rentabel machen, wird das Problem nur groesser. Bis jemand das Netz abschaltet.
Ratschlag fuer junge Muetter bei Yahoo.com.
Am 21.8. begann das letzte Google-Update. Wie jedesmal, konnte auch fuer Google eine veraenderte Zahl der eingehenden Links beobachtet werden.
Waehrend die Pruefung der Zahl der Links, die auf Google zeigen, vergleichsweise zuverlaessig ist - die Zahl ist sechsstellig - versagt diese Pruefung bei vielen Sites oft mit unterschiedlichen Symptomen.
Das groesste Problem ist dabei die Tatsache, dass Google bei der Suche nach eingehenden Links nur Seiten ausgibt, die empirischen Messungen nach einen mit dem Google Toolbar gemessenen Pagerank von 4 oder mehr haben. Wenn alle eingehenden Seiten nur einen Pagerank von 3 oder weniger besitzen, meldet Google in solchen Faellen keinen einzigen Link, Herzflattern und andere medizinische Symptome ausloesend.
Erschwert wird die Recherche dadurch, dass Google nur die Haelfte der gemeldeten Seiten zeigt. Wenn oben rechts auf die Anfrage eine Zahl von beispielsweise 99 Ergebnissen ausgegeben wird, werden durch Verfolgung der Suchergebnisse nur 49 der Seiten gezeigt. Schlimmer noch: schon vorher meldet Google, dass man aehnliche Seiten bei der Ausgabe unterdrueckt hat. Wer alle sehen moechte, darf einen hierfuer gebotenen Link anklicken, der die Chose unter Einbeziehung der beim ersten Abruf unterdrueckten Seiten wiederholt.
Aber auch hier gibt es eine Obergrenze. Mehr als 900 Ergebnisse zeigt Google nie - auch bei vier-, fuenf- oder sechsstelligen Ergebniszahlen nicht. Und waehrend eines Updates kommt man selten so weit - meist ist nach zwei oder drei Seiten Schluss.
Die Reduzierung auf die Haelfte der angegebenen Ergebnisse fuehrt darueberhinaus zu hoher Unsicherheit. Der Google-Cache ist zwar fuer manche Recherche praktisch - man sieht daran, welche Version einer Datei oder Seite von Google "verdaut" wurde - aber da nur eine offenbar willkuerliche Haelfte der gemeldeten Ergebnisse geboten wird, laesst sich nie mit absoluter Sicherheit ermitteln, welche Links auf eine Seite erfasst und verarbeitet wurden, und welche fuer die Pagerank-Bewertung der Zielseite ausschlaggebend waren. Es kann daher nie ausgeschlossen werden, dass ein besonders wertvoller Link zu einer guten Bewertung der Zielseite fuehrt, dieser aber durch die Eigenart der Ergebnispraesentation schlicht unterdrueckt wird.
Content-Management mit Schablonen bzw Templates ist bequem, aber nicht immer einfach erklaert. Hier eines der besten Beispiele wie man es nicht machen sollte:
Nicht ganz optimales Schablonen-Beispiel
Altavista scheint bemueht zu sein, sich nicht mehr nachsagen lassen zu muessen, Updates zu versaeumen und veraltete Datenbestaende zu bieten. Anfang August erfolgte wieder ein komplettes Update.
Im Vergleich zum vorherigen haben sich die Trefferzahlen fuer eine Vielzahl gepruefter Suchbegriffe kaum veraendert, auffallend ist aber eine spuerbare Reduzierung bei Spam und Dubletten [identische oder fast identische Seiten, die ueber mehr als einen Domainnamen erreichbar sind].
Ebenfalls neu ist, dass AltaVista.DE jetzt auch bei der Standard- Einstellung "Suchen in Deutschland" selektiv nicht nur in DE, CH, AT oder COM gehostete Praesenzen einschliesst - u.a. z.B. meine, trotz CO.UK Domain. Ich kann nicht leugnen, dass AltaVista mit jedem Update sympathischer wird ;-)
Wer gar die reine Textsuche benutzt, erhaelt Ergebnisse so schnell, dass man glauben koennte, bei Google gelandet zu sein:
http://de.altavista.com/searchtxt
Auch AllTheWeb hat den Zyklus der kompletten Updates etwas mehr den versprochenen 7 bis 11 Tagen angenaehert. Nachdem zwischen dem Update vom 4.7. bis zum folgenden am 2.8. ein Monat verging, konnte das naechste bereits am 22.8. beobachtet werden.
Inktomi meldete schliesslich am 12.8. anlaesslich eines Updates, ebenfalls mehr als 2 Mrd Seiten zu indizieren, ein fuer PR-Zwecke sicherlich nuetzlicher Meilenstein.
Speedfind kam am 22.8. zum voelligen Stillstand und wird seit dem 27.8. durch die Dino-Suche beantwortet. Bei Lotse.de, der seit ein paar Jahren Ergebnisse von Speedfind lieferte, wird nach Eingabe einer Suche eine Seite mit META-Redirect auf Dino.de ausgegeben.
a) Kundenbereich:
Suchmaschinen-Optimierung und Linkpopularitaet, Feinabstimmung bei der Suchmaschinen-Optimierung
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