Wer auf einem Home Computer Windows einsetzt, hat Vor- und Nachteile. Der wichtigste Vorteil ist, dass man viele Freunde und Bekannte hat, die das gleiche System nutzen. Der wichtigste Nachteil ist die fehlende Zeit fuer Freunde und Bekannte, weil man staendig Viren entfernen oder das System neu installieren muss.
Niemand ist verpflichtet, sich fuer Windows zu entscheiden. In der Regel kommt es dazu, weil man sicher auftretenden Verkaeufern oder dem Marketing der am Vertrieb profitierenden Unternehmen auf den Leim geht, ohne sich vorher gruendlich und aus neutralen Quellen informiert zu haben.
Aber selbst, wenn die Kaufentscheidung nicht mehr rueckgaengig gemacht werden kann, koennen Windows-Anwender viele Risiken, die durch unueberlegten Einsatz des Systems entstehen, vermeiden. Was Sie hierzu brauchen, ist ausreichend dokumentiert.
Sie finden diese Informationen, wenn Sie Entsprechendes in den Suchschlitz bei AllTheWeb, AltaVista, Dmoz oder Google eintippen. Sie haben damit Zugriff auf ca 99% der Informationen, die man heute ueber Suchmaschinen finden kann.
Das setzt natuerlich voraus, dass man sich fuer die Sicherheit und die Integritaet des eigenen Home-Computers und der darauf gehaltenen Daten interessiert. Wem die Sache gleichgueltig ist, darf hinterher nicht ueber Probleme klagen. Und schon gar nicht versuchen, Dritten die Schuld anzulasten.
Von Google zu verlangen, dass Praesenzen, die ueber uralte und ausreichend belegte Luecken in den gaengigen Softwareprodukten fuer Home Computer Dialer-Programme installieren, ist nichts anderes als das Verlangen nach Bevormundung. Beziehungsweise das Eingestaendnis, dass man bei den anderen gar nicht gesucht hat, denn das von mir gepruefte Beispiel wird mit Ausnahme von Dmoz ueberall unter den ersten 10 gefunden.
Dabei koennen Suchmaschinen nicht entscheiden, ob die Installierung eines Dialers vor- oder nachteilig ist. Wer sich das ausfuehrbare Programm als "HTML-Version" aus Googles Archiv zieht, stellt fest, dass es darueber, dass es sich um ein Dialer-Programm handelt oder man dem Uninformierten Geld aus der Tasche ziehen will, keinen einzigen Hinweis enthaelt:
Wer der jedem Software-Produkt mitgelieferten Dokumentation nicht mehr Aufmerksamkeit widmet, als dem Kuechenabfall, muss Viren, PopUp-Fenster, Zombie-Mailer, Dialer-Programme und anderen Abfall einfach in Kauf nehmen.
englischsprachige und deutschsprachige Warnzeichen.
Auf dem Web findet man viel. Aber selbst schlichte Logik sollte erkennen lassen, dass nicht alles glaubwuerdig, korrekt oder vollstaendig ist.
Eine Behauptung ist entweder wahr oder unwahr [50:50]. Sie kann sachlich oder umschreibend informieren [25:75]. Sie kann neutral oder eigene Interessen foerdernd interpretieren [12.5:87.5], sie kann die ganze oder nur Teile der Wahrheit enthalten [6.25:93.75] und so weiter...
Eines der sich am haeufigsten haltenden Geruechte ist die Story der Pagerank-Vererbung. Auf unzaehligen Seiten wird behauptet, dass ein Link von einer Seite mit Pagerank N der Zielseite einen PR von N-1 vermacht. Soll heissen ein Link von einer [Beispiel] 8er Seite fuehrt dazu, dass die Zielseite einen Pagerank von 7 erhaelt, obwohl es vergleichsweise verstaendliche Erklaerungen des Pagerank-Algorithmus gibt, die das Prinzip erklaeren, und die keineswegs Fabeln wiederholen - u.a. auch meine:
Selbst wenn das noch zu komplex ist, sollte man in der Lage sein, durch einfaches Recherchieren nachzuvollziehen, ob die "Formel" N-1 gueltig sein koennte. Alles, was Sie hierzu brauchen, ist der Google Toolbar.
Dann sucht man sich eine Seite mit hohem Pagerank, sagen wir 7 oder 8, und prueft den Pagerank der von dieser Seite aus verlinkten Seiten. Wenn alle einen Pagerank von N-1 haben, stimmt die Daumenregel. In der Praxis wird man feststellen, dass der Pagerank der verlinkten Seiten erstaunlich schwanken kann - umso mehr, je hoeher die Zahl der Links, die in der Seite mit hohem Pagerank enthalten sind.
In meinem letzten Newsletter lesen Sie, wie man den Google-Toolbar fuer Linux installiert.
Email wurde vor Jahren in den Medien als "Killer-Anwendung" genannt. Wie wahr. Im Januar fragte mich ein Besucher meiner Site per Email, wieso sein Browser Popup-Fenster oeffnet, wenn er Google aufruft. Meine Antwort kam zurueck, weil meine Adresse in seiner Blacklist [schwarzen Liste] gesperrt war.
Am 15.1. habe ich Leser dieses Newsletters, deren Adressen vor mehr als sechs Monaten auf die Versandliste kamen, zu einem wiederholten Opt-In aufgefordert. Entschieden hatte ich mich zu diesem Schritt, weil das Verhaeltnis von bekannten Freemailern wie Hotmail und fast 1600 anderen im Vergleich zu "normalen" Domains mit der Zeit mehr als kopflastig wurde.
Was auf den ersten Schritt vielleicht recht gewagt erscheint, hat sich als effiziente Methode der Kostensenkung erwiesen. Eine Woche nach Versand der Opt-In Meldung haben sich mehr als ein Drittel der bisherigen Bezieher fuer den Weiterbezug entschieden. Dafuer habe ich kaum noch Freemail-Empfaenger auf der Liste.
Und das Risiko, gelegentlich auf der Spamcop-Liste als Spammer zu erscheinen, nur weil jemand zu bequem ist, die recht einfach und in jedem Newsletter zu Beginn genannten gehaltenen Abmelde- Formalitaeten einzuhalten, wurde vielleicht ebenfalls reduziert.
Information kann man nicht anfassen. Das ist wahrscheinlich der Grund dafuer, dass auch heute noch meist leichtfertig und auch leichtglaeubig damit umgegangen wird. Vielleicht sollte man mal darauf hinweisen, dass Intel sich fuer die in den Prozessoren enthaltenen Instruktionen bezahlen laesst, und nicht etwa fuer den Sand, aus dem Silikon erzeugt wird.
Content-Management sollte die Universalloesung fuer alle Site- Probleme werden. Es gibt heute eine fast schon unueberschaubare Zahl von Loesungen, die die Site-Erstellung vereinfachen sollen, und trotzdem, oder gerade deshalb, hapert es.
Ein [englischsprachiger] Artikel bei SMH zeigt, warum selbst CMS-Verfechter wie Jupiter, die Ende der 90er die Idee des einfachen Inhalt-Managements propagierten, sich heute davon abwenden: zu klobig, zu inflexibel, und vor allem zu teuer.
Obwohl es hunderte von Angeboten gibt, gibt es keine Standard- Loesung. Und der technische Aufwand, den die meisten Programme verlangen, fuehrt vor allem zu Frustration. Vorstellungen werden selten realisiert, und bei 60% der eingesetzten Systeme muss manuell nachgebessert werden.
Die magische Loesung, die ohne Zutun eine Site baut, blieb aus.
Jupiter setzt heute auf einfache Perl-Scripts, andere setzen auf PHP oder andere Open Source-Loesungen, da dabei zumindest die Abhaengigkeit [vom Ueberleben] des Anbieters wegfaellt, weil man den Code hat und ggfls modifizieren kann.
Werden Suchmaschinen bzw deren Anforderungen in die Gleichung aufgenommen, kann man die meisten CMS abschreiben. Aus nicht ganz offensichtlichen Gruenden werden in Normaleinstellung alle URLs mit HTTP GET-Parametern versehen, die meist die eigentliche Information verkoerpern und moeglicherweise auch Spezifisches ueber die Sitzung enthalten. Meist nach dem Schema
/index.xyz?info=code_nummer&user_id=noch_eine_ziffer
Notwendig ist das nicht. Auch nicht, wenn Sie einen Shop auf dem Web betreiben. Denn Suchmaschinen wissen, dass es sich bei solchen URLs um dynamisch erzeugte Dokumente handelt, deren URLs oft Personalisierung enthalten. Das an sich ist nicht negativ. Stoerend ist aber, dass den Suchmaschinen-Spidern von vielen Sites bei jedem Besuch oder auch Seitenaufruf eine neue ID zugeordnet wird. Je nach Verhaeltnis von statischer Information zu in der Seite enthaltenen Links versagt dabei schonmal die Erkennung von Dubletten, dazu fuehrend, das zunaechst einmal eine wachsende Zahl von "Seiten" in die Datenbestaende kommen, bis die Zahl urploetzlich - und garantiert zu einem unguenstigen Termin - auf genau 0 zusammensinkt.
Verhindern laesst sich das durch Anpassung [oder ueberlegte Konzeption] der Software, so dass statt des obigen Script- oder Programmnamens in Verbindung mit einer Informations-Kennzeichnung fuer jede Informationseinheit eine permanente URL ausgegeben wird:
/datei.typ
wobei gleichzeitig die besucherbezogene Session-ID unterdrueckt wird. Bei einer Shopping-Site wird diese nur zur Abwicklung tatsaechlicher Transaktionen benoetigt. Bei anderen Sites zeigt die Erfahrung, dass sie unnoetig ist. Durch unbekannte Variablen wie Proxy-Nutzung und Browser-Konfiguration geht die Gleichung der Messung der Besucherstroeme seit Jahren nicht auf. Das sog. Read-Ahead in manchen Browsern, sowie der potentielle Einsatz von Anwender-Proxies, die ggfls den HTTP-Header abgerufener Seiten modifizieren, JavaScript und Counter entfernen, um den Browser moeglichst flott bedienen zu koennen, muessen alle Statistiken suspekt sein.
Diese koennen Trends andeuten, aber nie absolute Zahlen angeben, und sie _garantieren,_ dass Sie heute nie fuer alle Anwender feststellen koennen, welche Seiten wie oft genutzt werden.
Ein wenig Know How, gepaart mit Initiative sowie ggfls einer Script-Sprache, ist im Endeffekt nicht nur preiswerter, sondern bietet langfristig die so wichtige Unabhaengigkeit.
Ich wundere mich immer wieder, wie viele Anwender auch heute noch nach einem META Tag Generator suchen, obwohl bekannt sein sollte, dass META-Tags - hoechstens - so glaubwuerdig sind, wie ein Selbstzeugnis. Auf dem Web sind sie damit absolut wertlos.
Und wenn wir schonmal dabei sind, hier finden Sie den einzigen auch optisch perfekten Brueckenseiten-Generator.
Aufzeichnung eines Vortrags zum Thema Schwerhoerigkeit[1]... Ein wichtiger Bericht zur Lage... Neudefinierung von Redundanz, sowie ein neues Fabelwesen... und was kann man schon von einem Gewohnheitstaeter anderes erwarten.
[1] http://members.tripod.com/~TommieGee/essay.htm
Im Kundenbereich finden Sie ein paar Anmerkungen zum juengsten Google-Update, darueberhinaus einen moeglicherweise ersten stichhaltigen Beleg dafuer, dass Google Links in Schablonen oder Templates erkennt und einer reduzierten Bewertung unterzieht. Ein Hinweis darauf, dass man sich der Problematik bewusst ist, erfolgte bereits vor knapp 2 Jahren.
Interessenten an aktuellen Suchmaschinen-News kann ich meinen Suchmaschinen-Weblog empfehlen.
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