Eine Web-Präsenz ist keine Lösung. Sondern Mittel zum Zweck. Am Jahresende muss sie sich positiv auf die Bilanz ausgewirkt haben.
Weil die meisten Web-Designer diese Grundsätze ignorieren und Sites so entwickeln, dass Design-Kollegen, Entscheidungsträger und Mittel-Bewilligende beeindruckt werden, sind "Internet-Pleiten", bei denen sechs-, sieben- und mehrstellige Etats die Erwirtschaftung von Deckungsbeiträgen erschweren oder verhindern, an der Tagesordnung.
Niemand zwingt Sie, die gleiche Richtung einzuschlagen. Schliesslich gibt es für jede "Dot.com-Pleite" dutzende von Firmen, deren Web-Präsenz - ohne Marketing-Aufwendungen - Tag für Tag Deckungsbeiträge erwirtschaften. Nur, weil die Betreiber solcher Web-Sites wissen und berücksichtigen, worauf Anwender Wert legen:
Sachliche, klare, unmissverständliche und schnell auffindbare Information.
Statt dessen konzentrieren sich die meisten Site-Entwickler auf Dinge, die zwar auf dem Entwickler-PC hübsch aussehen oder die, wäre eine Web Site ein Druckstück, einen "professionellen Eindruck" machen, die in der Praxis aber der Kommunikation mit potentiellen Kunden Steine in den Weg legen oder sie ganz verhindern: nicht jeder Besucher hat den PC Ihres Entwicklers. Aber jeder spürt, dass Sie mit der Zeit des Anwenders grosszügig und mit sachlicher Information eher sparsam umgehen.
Solche Präsenzen richten doppelten Schaden an. Die wenigen Anwender, die sich auf so gestaltete Sites verlaufen, vermissen den praktischen Nutzen und befriedigen ihren Bedarf woanders. Die meisten finden solche Sites erst gar nicht, weil Suchmaschinen solche Seiten [aus technischen Gründen, die noch erklärt werden] nicht spidern und daher nicht auswerten können.
Gebrauchsnutzen und Aufnahme in Suchmaschinen wird vor allem durch Effekt-Techniken wie Flash, JavaScript, VBScript und ähnliches verhindert, aber auch durch übermässigen Grafik-Einsatz, Frames und alle Dinge, die visuell vielleicht attraktiv sein mögen, die aber den eigentlichen Zweck des World Wide Web, den maschinen- und systemneutralen Austausch von Information, und damit die Kommunikation mit der grösstmöglichen Zahl potentieller Kunden, verzögern, erschweren oder ganz verhindern.
Wenn die obigen Absätze Entwickler-Stolz verletzen, überzeugen vielleicht die Erfordernisse der Gewinn- und Verlustrechnung und kommerzieller Ehrgeiz:
Googles Startseite [wie auch Seiten mit Suchergebnissen] sind - in krassem Unterschied zu der bei Google "unter der Haube" laufenden Software - ausdrücklich "Low-Tech". Google versteht offenbar wie kaum ein zweites Unternehmen, dass Anwender High-Tech Information verlangen und gleichzeitig auf blitzschnelle Low-Tech Präsentation Wert legen.
Designer und Marketing-Manager missverstehen schlanke Seiten als romantischen Idealismus. Wirklich professionelle Web-Experten verstehen sie als auf die Brieftasche gelenkten Egoismus.
Wenn Sie Suchmaschinenoptimierung korrekt einsetzen, erreichen Sie überwiegend qualifizierte Besucher, Menschen, die Interesse an Ihrem Angebot haben und die von sich aus emanzipiert den ersten Schritt unternehmen. Auf dem Web kann nur Information überzeugen, Kaufentscheidungen auslösen.
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