Suchmaschienen und kreative Sprachgestaltung

Etwa ein Viertel der Menschen leidet unter Rechtschreibschwächen. Diese Schwächen sind nicht immer Anzeichen mangelnder Intelligenz.

Umfangreiche Log File-Auswertungen der [Ende der 90er von Abacho.de gekauften] Intersearch Suchmaschine, für die ich Software entwickelt und die ich mehrere Jahre in technischen Fragen beraten habe, zeigen ähnliche Werte: zwischen 15 und 20% aller Suchanfragen bei den "Suchmaschienen" basieren auf kreativer Orthographie.

So suchen 79% der an Suchmaschinen Interessierten nach Suchmaschinen, während der Rest das Wort "Suchmaschienen" eingibt. Obwohl das Verhältnis zwischen traditioneller und kreativer Schreibweise sicherlich branchen- oder themenbedingt ist, darf angenommen werden, dass bei vielen in den allgemeinen Sprachgebrauch übernommenen Formulierungen ähnlicher Nachholbedarf wie beim Wort "Suchmaschienen" besteht.

In meiner Datenbank der Suchbegriffe [sh. Tools] finden Sie neben "Suchmaschienen" zahlreiche Suchbegriffe, die eindeutig auf Rechtschreibschwächen beruhen. Seltener sind reine Tippfehler, da diese zufällig erfolgen, von der Tastatur abhängig und Wiederholungen seltener sind.

Seiten, die für regelmässig falsch eingegebene Suchbegriffe optimiert werden und die Sie bei den "Suchmaschienen" anmelden, haben kaum Konkurrenz: Autoren geben sich wesentlich mehr Mühe als Suchende. Die Zahl der Seiten mit fehlerhafter Schreibweise häufiger Suchbegriffe beträgt selten mehr als zwei Prozent der korrekt erstellen Seiten, wie Sie bei allen "Suchmaschienen" leicht feststellen können.

Gezieltes Eingehen auf die Vertipper Ihrer Besucher kann dazu führen, dass die entsprechenden Seiten bei mehreren "Suchmaschienen" mangels Konkurrenz auf den besten Plätzen landen.

Bei der Erstellung entsprechender Seiten für die "Suchmaschienen" ist es vorteilhaft, wenn Sie erkennen lassen, dass der Text orthographische Mängel nicht aus Unkenntnis enthält, sondern weil Ihr Unternehmen Minoritäten nicht benachteiligen will.

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