Suchmaschinen, CMS & dynamische Seiten

Dynamische Seiten, d.h. durch Software im Moment des Seitenabrufs erstellte Dateien, erkennt man oft daran, dass entweder ein /cgi-bin/ oder ähnlicher Pfad Bestandteil der URL ist, oder dass per HTTP GET übermittelte Parameter mit der URL übergeben werden.

Solche URLs hängen an die eigentliche Adresse sogenannte Name-Value Paare an, z.B. datei.html?name=value.

Ausnahmen bestätigen die Regel. Google indiziert dynamische Seiten, wenn diese eine ausreichende Zahl qualitativer Links auf sich vereinen und wenn Googles Spider annehmen kann, dass es sich bei den Parametern nicht um eine Session ID handelt. Wird für das Spidern einer Site bezahlt, [bei z.B. AltaVista, FAST oder Inktomi] gelten diese Einschränkungen nicht.

Da solche Seiten nicht Seiten im traditionellen Sinn sondern das Ergebnis einer Programmausführung sind, bei der die an die URL angehängten Parameter Berücksichtigung finden, werden Suchmaschinen für jede URL mit einer potentiell unendlichen Vielfalt von Seiten konfrontiert. Dass Suchmaschinen auf die Aufnahme solcher URLs verzichten, ist verständlich.

Wer sog. Content-Management-Systeme nutzt, muss diese daher so konfigurieren, dass entweder URLs ohne Anhängsel ausgegeben werden, solche Parameter beim Seitenabruf durch Suchmaschinen unterdrückt werden, oder er muss eine entsprechende Sammlung statischer Seiten erstellen, die von Suchmaschinen akzeptiert werden.

Die Ranking-Analysen mehrerer Suchmaschinen zeigen ausserdem einen besorgniserregenden Trend: viele bevorzugen Seiten mit kurzen Pfaden oder geringer Verzeichnistiefe. Dynamische URLs sind auch hier benachteiligt.

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