Verbotene Suchmaschinentricks: HTML-Missbrauch

HTML ist geduldig. Sie können in eine Seite Formularfelder einbauen, ohne ein eigentliches Formular und ohne eine Absendefunktion einzurichten. Suchbegriffe können in Kommentaren, ALT=...-Parametern des <IMG>-Tags, in nicht aufgerufenen <NOFRAMES>-Teilen einer Seite, in <STYLE>- und vielen anderen Positionen untergebracht werden.

Manche sich als Experten anpreisende Suchmaschinenoptimierer empfehlen recht abenteuerliche HTML-Konstrukte, z.B. die Unterbringung eines <BR> in der Mitte des eigentlichen Inhalts eines META-Tags.

Vorgetragene Begründung: Suchmaschinen würden durch das "Break" [im angelsächsischen = Unterbrechung oder Pause] bei der Seitenverarbeitung zu einer Pause gezwungen. Wegen der längeren Verweildauer an dieser Stelle würde dem darauf folgenden Suchbegriff eine höhere Bedeutung verliehen.

Ratschläge dieser Art mögen dem Laien plausibel erscheinen. Programmierer können über die grenzenlose Ahnungslosigkeit solcher Ratgeber nur staunen.

Auch hier gilt: die wichtigen Suchmaschinen betrachten die Anbringung überflüssiger Information als Ballast, der - bestenfalls - ignoriert wird. Oder zu Filterzwecken herangezogen wird. Wer z.B. Suchbegriffe in den <IMG ALT="...">-Parameter stopft, reduziert bei mindestens einer Suchmaschine seine Position automatisch.

Nur kleine Suchmaschinen ohne wirkliche Marktbedeutung berücksichtigen solche Informations-Happen. Heute kann bei keiner der hier beobachteten Suchmaschinen festgestellt werden, dass sich die Anbringung von Suchbegriffen an nicht korrekten Stellen vorteilhaft auf die Suchmaschinen-Position auswirkt.

Wie meine wöchentlichen Ranking-Analysen der Suchmaschinen zeigen, ist die Seitenoptimierung ohne Kunstgriffe - die von Ihren Mitbewerbern als Missbrauchsversuch erkannt werden können - obendrein einfacher.

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