Suchmaschinenspezifische Seiten, die Schwächen recht simpler Logik ausnutzen, werden als solche auch von Laien erkannt. Unseriös arbeitende Web-Verantwortliche setzen deshalb auf den sog. Seitenaustausch. Eine suchmaschinenspezifische Seite wird erstellt, angemeldet, und nach dem Besuch des Suchmaschinen-Spiders durch eine menschlichen Bedürfnissen angepasste ersetzt.
Man übersieht hierbei, dass Suchmaschinen seit Jahren jede einmal in den Datenbestand übernommene Seite regelmässig abrufen, um das Vorhandensein zu prüfen oder Veränderungen in den Datenbestand zu übernehmen.
Etwas fortschrittlichere Spammer belassen die suchmaschinenspezifische Seite daher auf dem Server, fügen aber im <HEAD> der Datei einen META-Refresh ein, der den Browser auffordert, nach Ablauf einer vom Seitenautor bestimmten Zeit eine andere Seite abzurufen. Einfache Suchmaschinen indizieren nach wie vor die mit dem META-Refresh ausgestattete Seite, und fügen ggfls die im Refresh angegebene URL ans Ende der Liste der zu bearbeitenden URLs.
Fortschrittliche Suchmaschinen sehen die Refresh-Anweisung und behandeln die Seite, die einen solchen Vermerk besitzt, wie eine nicht mehr verfügbare URL. Die im Refresh als Ziel angegebene URL wird bei ganz fortschrittlichen nur noch dann notiert, wenn das Refresh eine Verweilzeit hat, die auch menschlichen Besuchern das Lesen der aufgerufenen Seite erlaubt. Refresh-Zeiten von weniger als 60 Sekunden gehen daher oft nach hinten los.
Viele Arten von Suchmaschinen-Weiterleitung verhindert mein Programm checkRefresh. Nur wenn der Server ohne Weiterleitung je nach Abrufer unterschiedliche Inhalte ausliefert, sind Sie als Anwender - meistens - machtlos.
Technisch versierte Spammer setzen auf Server-Technologie, wobei nach Anmeldung einer Seite und Abruf durch den Suchmaschinen-Spider ein Redirect durch den Web Server erfolgt. Auch hier gilt, dass Suchmaschinen, deren Qualitätskontrolleure und auch kundige Mitbewerber solcher Site-Betreiber viele Mittel haben, dagegen anzugehen.
Selbst Agent-Delivery oder IP-Delivery, die Berücksichtigung der Spider-Kennung und ggfls. auch der IP-Adressen der Spider bei der programmgesteuerten Seitenlieferung und detailliert beschrieben unter Cloaking im Kundenbereich, funktioniert nur oft, nicht aber immer, und kann durch gezielte Massnahmen auf Qualität bedachter Suchmaschinen leicht entdeckt werden.
Wer eine oder mehrere dieser Techniken einsetzt, um sich durch Vorspielung suchmaschinenspezifischer Inhalte ungerechtfertigte Positionsverbesserungen zu erschleichen, riskiert die Sperrung. Und verkennt vor allem, dass die Erstellung korrekter und relevanter Seiten langfristig preiswerter ist und Pannen vermeidet, die die Marketing-Literatur der Anbieter entsprechender Software nicht erwähnt.
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