Suchmaschinen-Sperrlisten

Oft wird die Sperre einer Site vermutet, wenn Algorithmen oder Konfigurations-Einstellungen einer Suchmaschine verändert werden und zu einer anderen Beurteilung Ihrer Seiten führen. Oder wenn nicht oder nicht ausreichend durch Dritte verlinkte Seiten angemeldet wurden und nur vorübergehend indiziert wurden. Nicht jede Site, die über einfache Anfragen nicht gefunden werden kann, wurde tatsächlich gesperrt.

Bei Google können einzelne Seiten und auch ganze Präsenzen wochenlang untergehen, wenn Ihr Server zum Zeitpunkt des Spiderns nicht erreichbar war. Beim nächsten Spider-Zyklus [etwa monatlich] sollten nicht gesperrte Seiten wieder sichtbar werden. Mehrere Suchmaschinen ignorieren heute Präsenzen, die auf Microsoft IIS-Servern laufen, wenn diese durch Viren infiziert sind, die ständige HTTP- und andere Requests auslösen, um sich fortzupflanzen.

Viele Suchmaschinen bieten die Möglichkeit, zu prüfen, ob eine Site oder auch eine spezifische URL im Datenbestand vorhanden ist. Ggfls. die Hilfs-Seiten der Suchmaschinen lesen, auf denen erweiterte Syntax beschrieben wird.

Bei Suchmaschinen, die diese Möglichkeit nicht bieten, kann die Phrasensuche helfen. Hier wird eine längere Wortfolge, die wahrscheinlich nur in wenigen Seiten vorkommt, in Anführungszeichen gesetzt als Suchanfrage eingegeben. Notfalls versuchen Sie es mit dem Domainnamen.

Ist Ihre Site auch so nicht zu finden, kann eine Sperre angenommen werden. Bevor Sie entrüstet eine Beschwerde-email auf den Weg bringen, sollten Sie zunächst versuchen, den Grund zu ermitteln. Wurden Ihre Seiten so erstellt, dass sie als Spam beurteilt werden könnten, empfiehlt sich die Veränderung bzw Verbesserung der Seiten, so dass der vermutliche Grund nicht mehr existiert.

Gleichzeitig ist zu prüfen, welche Sites per Link auf Ihre verweisen. Auch hier bieten viele Suchmaschinen spezielle Abfrage-Syntax, mit der sich ermitteln lässt, wer Links auf Ihre Site unterhält. Link-Farmen und systematische Link-Sammlungen [reziproke Links] sind heute sehr gefährlich, da schlechter Umgang inzwischen abfärbt. Es versteht sich von selbst, dass Sie auf gar keinen Fall auf unseriöse Sites linken.

Erst dann kann angefragt werden, warum Ihre Site nicht mehr auffindbar ist. Bestätigt man Ihren Verdacht durch Mitteilung einer Sperre, können Sie sich politisch verhalten: ein übereifriger Web-Verantwortlicher, der inzwischen die Konsequenzen zog, muss dann herhalten. Schon aus dem Grund der möglichen Distanzierung geben Grossfirmen "Suchmaschinen-Optimierung" gerne ausser Haus.

Während die Verfahrensweise bei manchen Suchmaschinen beim ersten Verstoss helfen kann, haben Qualitätskontrolleure oft ein langes Gedächtnis [und elektronische Notizen]. Wiederholungen sind zu vermeiden. Bei manchen Suchmaschinen müssen Sie davon ausgehen, dass Sperrlisten automatisch verwaltet werden und Löschung aus einer solchen Liste nicht möglich ist. Software kennt keine Vorurteile, Präferenzen und auch kein Pardon.

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