Eine weitere externe Variable, die gelegentlich von mehreren Suchmaschinen beobachtet wird, ist das Klick-Verhalten der Suchenden. Hierbei wird festgehalten, welches der ausgegebenen Ergebnisse ein Suchender aufruft und, wenn er zur Ergebnisseite der Suchmaschine zurückkommt und ein weiteres Ergebnis aufruft, wieviel Zeit inzwischen vergangen ist.
Die auf einem Server der Suchmaschinen laufende Software setzt meist voraus, dass Anwender Cookies im Browser aktiviert haben.
DirectHit hatte sich auf Auswertung solcher Daten und auf Lieferung von darauf basierenden Seiten-Bewertungen an Suchmaschinen spezialisiert.
Hierbei verwertete man die von mehreren Suchmaschinen bereitgestellten Anwender-Daten und lieferte für Seiten, über die in "ausreichendem Umfang" das Klickverhalten der Anwender gemessen werden konnte, Bewertungen an Suchmaschinen.
DirectHit wurde kürzlich stillgelegt. Das System konnte leicht manipuliert werden, hing von der Grösse des Datenbestands der teilnehmenden Suchmaschinen ab und hatte selbst nach mehrjährigem Einsatz nur für einen Teil aller Präsenzen aussagefähige Daten. Oft konnte gar beobachtet werden, dass identische Suchanfragen schon nach Minuten unterschiedliche Ergebnisse produzierten.
Ausserdem ist die gesammelte Information bei weitem nicht so wertvoll wie die Link-Popularität einer Präsenz. Wer einen Link auf eine fremde Site einrichtet, erteilt damit eine Referenz. Diese Entscheidung ist sicherlich aussagefähiger als Klick-Verhalten, das durch eine Vielzahl von Faktoren - Telefonanrufe, Arbeitsabläufe usw - unterbrochen und von unseriösen Site-Betreibern mit ausreichender Energie oder Ressourcen manipuliert werden kann.
Trotzdem sieht man immer wieder Versuche der Suchmaschinen, das Klickverhalten zu beobachten. Fireball führte erstmals von etwa November 2001 bis April 2002 Messungen durch, die aber nicht beim Ranking berücksichtigt wurden. Google fährt immer wieder kurzfristige Tests, bei denen gemessen wird, wie Anwender sich verhalten. Erkennen können Sie dies, wenn Links der Suchergebnisse nicht direkt auf externe URLs sondern über ein internes Programm abgewickelt werden. Auch bei Google versichert man, dass das Klickverhalten der Anwender nicht beim Ranking berücksichtigt wird, sondern die Anwender-Zufriedenheit messen soll.
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